Fussball

FC Bayern quält sich per Blut-Kopfball weiter

Das 1:0 für die Bayern: Kingsley Coman netzt ein
© getty

Der FC Bayern München hat frühzeitig das Achtelfinale der Champions League erreicht. Am 4. Spieltag der Gruppenphase gewann der FC Bayern mit 2:1 (1:0) bei Celtic Glasgow und ist in Gruppe B somit nicht mehr von Platz zwei zu verdrängen.

Bayern-Trainer Heynckes machte schon mit der Startelf klar, wo bei den Münchnern die Priorität dieser Woche liegt: auf dem Bundesliga-Gipfeltreffen bei Borussia Dortmund am Samstag. Kimmich und Hummels saßen zu Beginn nur auf der Bank, stattdessen begannen Rafinha und Süle. Geschont wurde auch Thiago.

In verletzungsbedingter Abwesenheit der beiden potentiellen Angreifer Lewandowski und Müller agierte James als nominelle Spitze eines 4-1-4-1-Systems. Phasenweise ließ er sich aber auch auf die Flügel oder ins zentrale Mittelfeld fallen, dann nahmen Robben oder Coman die Position im Zentrum ein, teilweise sogar Vidal.

Inspirationen gaben all diese Maßnahmen dem Spiel der Bayern aber nicht - es wirkte über weite Strecken der Partie ideen- und kreativitätslos. In der ersten Halbzeit kam Bayern nur einmal gefährlich vors Tor, als Coman das 1:0 erzielte.

Celtic agierte deutlich zielstrebiger und erspielte sich vor allem nach Kontern gute Möglichkeiten, nutzte diese jedoch nicht. Bereits in der 5. Minute verzog Armstrong aus vielversprechender Position knapp.

Auch kurz nach dem Seitenwechsel war es Armstrong, der gefährlich abschloss, diesmal parierte Ulreich stark. Den verdienten Ausgleich für Celtic durch McGregor konterte der FC Bayern nur drei Minuten später.

Die Daten zum Spiel

Tore: 0:1 Coman (22.), 1:1 McGregor (74.), 1:2 Martinez (77.)

  • Ulreich ist der erste deutsche Torhüter seit Beginn der detaillierten Datenerfassung in der Saison 2003/04, dem in der Königsklasse eine Torvorlage glückte.
  • Zwölf gegnerische Torschüsse ließen die Bayern zu, so viele waren es zuletzt in einem Pflichtspiel beim 0:3 in Paris unter Ancelotti (ebenfalls zwölf).
  • Premiere: Im 38. CL-Spiel trifft Martinez erstmals!
  • Jupp Heynckes feiert seinen siebten CL-Sieg in Serie mit den Bayern - das schaffte zuvor noch kein Coach der Münchener.
  • Celtic verlor sieben der vergangenen neun Heimspiele in der Königsklasse. Zuvor hatte es in Celtics 23 CL-Partien vor eigenem Publikum nur zwei Niederlagen gegeben (15 Siege, sechs Remis).

Der Star des Spiels: Javi Martinez

Als alleiniger Sechser erledigte Javi Martinez seine defensiven Aufgaben gewohnt souverän und unauffällig. Gewann Bälle, fing welche ab und gab die meisten Pässe ins Angriffsdrittel ab. In der 77. Minute krönte er seine Leistung mit dem Siegtor.

Der Flop des Spiels: Craig Gordon

Der Keeper von Celtic hatte das ganze Spiel über wenig zu tun und somit kaum Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Beim ersten Gegentreffer machte er jedoch einen unsicheren Eindruck, als er aus seinem Tor stürmte und sich von Coman umspielen ließ.

Der Schiedsrichter: Danny Makkelie (Niederlande)

Mit der fair geführten Partie hatte Makkelie keine Probleme. Strittige Szene allerdings die Führung der Bayern, als Coman den Ball mehr mit der Hand als mit der Hüfte mitnahm.

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