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Champions League, 2. Spieltag: AS Monaco - Bayer Leverkusen 1:1

1:1! Monaco schockt Leverkusen last minute

Dienstag, 27.09.2016 | 22:45 Uhr
Kevin Volland bildete gemeinsam mit Chicharito den Leverkusener Sturm
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Bayer Leverkusen kam auch am zweiten Champions-League-Spiel der Saison über ein Remis nicht hinaus. Die Werkself holte beim AS Monaco ein 1:1 (0:0). Mit zwei Punkten ist Leverkusen Dritter in der Gruppe E.

Vor 8.000 Zuschauern im Stade Louis II brachte Chicharito Leverkusen in der 73. Minute in Führung. In der vierten Minute der Nachspielzeit besorgte Kamil Glik den Ausgleich.

Leverkusen gelang auch im fünften Duell mit Monaco kein Sieg. Zuvor musste sich die Werkself drei Mal geschlagen geben, einmal setzte es immerhin ein Remis.

Im achten Champions-League-Spiel in Folge schoss und kassierte Leverkusen mindestens ein Tor.

Die Reaktionen:

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Ich bin fassungslos. Das ist sehr schade. Wir lagen verdient in Führung und hätten auch den Sieg verdient. Das ist ein Glücksschuss vom Innenverteidiger, der im Training wahrscheinlich niemals so ein Tor schießt. Der Fußball ist manchmal brutal. Aber wir haben gezeigt, dass mit uns in der Gruppe zu rechnen ist."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Beim 2:1-Sieg am Wochenende gegen Angers schonte Monaco-Trainer Jardim einige Stammspieler, die gegen Leverkusen wieder in der Startelf stehen. Fabinho, Jemerson, Bakayoko, Sidibe, Raggi und Lemar beginnen statt Mendy, Diallo, Toure, N'Doram, Traore und Carrillo

Roger Schmidt schickt seine Mannschaft wie beim 3:3 gegen Mainz in einem 4-4-2 aufs Feld, stellt die Startelf aber auf vier Positionen um. Neben dem widergenesenen Kapitän Bender rotieren Tah, Calhanoglu und Volland in die erste Elf. Dragovic, Wendell und Mehmedi sitzen stattdessen zu Beginn nur auf der Bank, Pohjanpalo steht nicht im Kader.

14.: Calhanoglu wird von Brandt links mitgenommen. Der schussstarke Türke probiert es mit links, der Ball geht am kurzen Eck vorbei.

45.: Sidibe legt an der Sechzehnergrenze mit der Ferse auf Lemar ab. Sein Linksschuss aus 18 Metern geht knapp am rechten Giebel vorbei.

45.+2: Aus dem Mittelfeld wird Volland gesucht, der lenkt direkt nach links zu Chicharito weiter. Der Mexikaner mit dem Abschluss aus etwa 14 Metern - sein Linksschuss hätte links unten gepasst, aber Subasic reagiert glänzend und pariert.

51.: Silva startet auf der rechten Seite ein und legt die Kugel zurück auf Lemar, der dann auf links zu Sidibe ablegt. Er spielt scharf in die Mitte, wo erneut Silva an den Ball kommt und abzieht. Toprak fälscht seinen Schuss noch ab, der Ball geht knapp drüber.

73. 0:1 Chicharito: Mehmedi steht keine zwei Minuten auf dem Feld und macht sich rechts auf den Weg in den Strafraum. Seine Flanke findet an der zweiten Stange Chicharito und der kleine Mexikaner hat freistehend keine Mühe ins kurze Ecke einzunicken.

84.: Mehmedi liest im Mittelfeld einen Pass des Gegners und spritzt dazwischen. Dann probiert es der Schweizer aus über 35 Metern mit dem Lupfer über Subasic. Der Ball geht aber knapp über das Tor.

90.+4., 1:1, Glik: Aus dem Nichts fällt der Ausgleich: Carrillo legt am Strafraum für den aufgerückten Glik ab und der Innenverteidiger vollendet mit einem trockenen Drop-Kick links oben in den Knick - Leno ohne Chance!

Fazit: Beide Mannschaften lieferten sich über weite Strecken ein äußerst ereignis- und chancenarmes Spiel. Leverkusen ging aber verdient in Führung, der Ausgleich kam aus dem Nichts und war letztlich nicht wirklich leistungsgerecht.

Der Star des Spiels: Kamil Glik. Der Pole gewann knapp 70 Prozent seiner Zweikämpfe und agierte defensiv äußerst stabil. Mit seinem ebenso späten wie traumhaften Treffer zum 1:1 sicherte Glik Monaco das Remis.

Der Flop des Spiels: Valere Germain. Monacos Kapitän war ein Totalausfall. Germain nahm kaum am Spiel teil, war nicht einmal 20 Mal am Ball und konnte keine einzige Torschussbeteiligung verzeichnen. Die Auswechslung in der 73. Minute war folgerichtig.

Der Schiedsrichter: David Fernandez Borbalan (Spanien). Speziell in der ersten Halbzeit hatte er einige knifflige Zweikampfsituationen zu bewerten, da beide Teams ruppig zur Sache gingen. Meist bewies er dabei ein gutes Fingerspitzengefühl. Souveräner Auftritt des Spaniers.

Das fiel auf:

  • Leverkusen begann mit einem flachen 4-4-2. Die Besetzung der beiden Viererketten wurde sowohl in der Vorwärts- als auch in der Rückwärtsbewegung eingehalten. Die beiden Flügelspieler Brandt und Calhanoglu arbeiteten im Defensivspiel gut nach hinten und unterstützten die Außenverteidiger.
  • Die beiden Leverkusener Stürmer agierten flexibel und selten auf einer Höhe. Meist hielt einer der beiden die Position in der Zentrale, während sein Sturmpartner immer wieder auf den Flügel auswich oder sich etwas zurückfallen ließ.
  • Monaco agierte taktisch mit einer Mischung aus 4-3-3- und 4-4-2-System. Griffen die Monegassen an, hielt Bakayoko den Posten im zentralen, defensiven Mittelfeld, während seine Mittelfeld-Partner Moutinho und Fabinho nach vorne schoben.
  • Speziell in der Anfangsphase kam kaum ein Spielfluss zustande, weil beide Mannschaften extrem ruppig zur Sache gingen. Die Partie musste häufig unterbrochen werden, da Spieler auf dem Platz behandelt wurden.
  • Hauptverantwortlich für das Leverkusener Aufbauspiel war meist Kampl. Er ließ sich dann leicht linksversetzt zwischen Henrichs und Toprak zurückfallen und verteilte den Ball von dort.

AS Monaco - Bayer Leverkusen: Die Statistik zum Spiel

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