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Gladbach verschenkt Führung gegen Barca

Mittwoch, 28.09.2016 | 22:36 Uhr
Julian Korb und Neymar im Zweikampf
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Borussia Mönchengladbach muss sich dem FC Barcelona trotz zwischenzeitlicher Führung geschlagen geben. Am 2. Spieltag der Champions League verliert Gladbach mit 1:2 (1:0) gegen die Katalanen und ist in der Gruppe C somit weiter punktlos Letzter.

Vor 54.000 Zuschauern im Borussia Park brachte Thorgan Hazard Gladbach in Führung (34.). Arda Turan erzielte in der 65. Minute den Ausgleich für den FC Barcelona. Acht Minuten später machte Gerard Pique das 2:1 für Barca.

Barcelona bleibt auch im zwölften Champions-League-Gruppenspiel nacheinander ungeschlagen und baut gleichzeitig eine andere beeindruckende Serie aus: In 39 der vergangenen 40 CL-Gruppenspielen erzielte Barca einen eigenen Treffer.

Für Gladbach war es das erste Pflichtspiel der Vereinsgeschichte gegen den FC Barcelona.

Die Reaktionen:

Andre Schubert (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben ein fantastisches Spiel abgeliefert, gerade defensiv. Aber wir haben es einfach nicht zu Ende gebracht gegen eine Weltklasse-Mannnschaft."

Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona): "Es war mal wieder schön, hier zu sein. In der ersten Halbzeit hatten wir ein bisschen Schwierigkeiten mit den Kontern, die sie sehr gut ausgespielt haben. Das hat uns ein bisschen aus dem Rhythmus gebracht. Heute war ein spezieller Tag für mich, aber ich bin froh, dass wir gewinnen konnten. Am Ende waren wir das glücklichere Team."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Gladbach-Trainer Schubert schickt seine Elf wie beim 2:0-Sieg gegen Ingolstadt mit einer Dreierkette ins Spiel. Hazard, Raffael (der nach überstandener Adduktorenzerrung zurückkehrt) und Traore beginnen statt Jantschke, Johnson und Hahn.

Beim 5:0 gegen Sporting Gijon schonte Barca-Trainer Luis Enrique einige Stammspieler, die nun zurück in die Startelf rotieren. Mascherano, Alba, Rakitic, Iniesta und Alcacer ersetzen Mathieu, Digne, Andre Gomes, Turan und Rafinha. Messi fehlt weiterhin wegen einer Muskelverletzung.

3.: Hazard wird auf halbrechts in den Strafraum geschickt, wo Pique seinen Querpass mit dem Unterarm abfälscht - aber die Pfeife von Schiedsrichter Skomina bleibt stumm. Den kann man auch geben.

7.: Suarez schickt Alba auf links in den Strafraum, der legt sofort quer an den Elfmeterpunkt, wo Neymar völlig frei steht - den Ball aber nicht richtig trifft, sodass Sommer auf der Linie zupacken kann.

11.: Elvedi köpft den Ball halbrechts im Strafraum im Rückwärtslaufen hoch in die Luft und weiß dann nicht mehr genau, wo das Leder herunterkommt - Suarez hingegen schon, aber sein Volleyabschluss aufs linke obere Eck segelt aus 13 Metern einen Meter am Tor vorbei.

21.: Neymar lässt mit einem Übersteiger auf halbrechts zwei Mann einfach stehen und geht in den Sechzehner, wo er dann auch noch den optimalen Querpass in die Mitte findet - aber Alcacer wird im allerletzten Moment von Korb am Schuss gehindert.

34., 1:0, Hazard: Dahoud gewinnt den Ball an der Mittellinie gegen Busquets und lässt Raffael losziehen. Der Brasilianer überspringt schön eine Grätsche und gibt das Leder im Halbfeld zurück auf den links gestarteten Dahoud, der sofort diagonal durch den Sechzehner zu Hazard durchsteckt. Er netzt aus acht Metern locker ins rechte Eck ein.

48.: Für Raffael geht es nicht mehr weiter, er wird angeschlagen ausgewechselt. Der Oberschenkel zwickt. Für ihn kommt Johnson.

65., 1:1, Turan: Auf der linken Abwehrseite bekommen drei Gladbacher den Ball nicht geklärt, am Ende rollt das Leder mittig zu Neymar, der Suarez' Abseitsstellung erkennt und deshalb über die Viererkette hinweg auf Turan lupft - der lässt sich nicht zwei Mal bitten und zimmert den Ball von halbrechts aus zehn Metern halbhoch in die Maschen.

73., 1:2, Pique: Eine Ecke von rechts landet mittig am Sechzehner bei Suarez, dessen Volleyschuss Sommer ungünstig klatschen lässt - und da Pique im Fünfer schneller reagiert als Korb, kann der Kapitän der Katalanen aus drei Metern locker einnetzen.

77.: Turan geht mit dem Ball am Fuß 30 Meter durch die Mitte und guckt sich dann den zu weit vor seinem Tor stehenden Keeper der Gladbacher aus - doch seinen Lupfer kann der Schweizer im Zurücklaufen mit den Fingerspitzen gerade noch auf das Tordach ablenken.

Fazit: Gladbach machte eine Stunde lang ein tolles Spiel gegen Barca und ließ die Weltstars nicht zur Entfaltung kommen. Als Mitte der zweiten Halbzeit aber die Luft ausging, schlug Barca eiskalt zu. Ob der Spielanteile letztlich kein unverdienter Sieg.

Der Star des Spiels: Gerard Pique. Barcas Abwehrchef erzielte nicht nur das letztlich siegbringende 2:1, sondern überzeugte auch mit beeindruckenden Statistiken. Kein Spieler auf dem Platz war öfter am Ball als Pique, keiner schlug mehr Pässe. Sogar in der gegnerischen Hälfte brachte Pique knapp 90 Prozent seiner Zuspiele an den Mann.

Der Flop des Spiels: Paco Alcacer. Der nominelle Rechtsaußen war im Spiel von Barcelona schlichtweg kein Faktor. Bis zu seiner Auswechslung in der 53. Minute war er exakt sieben Mal am Ball und spielte vier Pässe. Desaströse Werte.

Der Schiedsrichter: Damir Skomina (Slowenien). Zum ersten Mal stand er in der 3. Minute im Fokus. Pique sprang der Ball nach einer Hereingabe von Hazard an die Hand. Da hätte Skomina durchaus auf den Punkt zeigen können. Ansonsten hatte der Slowene die Partie gut im Griff.

Das fiel auf:

  • Gladbach agierte nominell mit einer Dreierabwehrkette, die situativ aber zu einer Fünferkette mutierte. Agierte Barca im Bereich der Mittellinie, formierte sich Gladbach in einem 3-4-3 und versuchte, die Katalanen zu stören. Je näher sich Barca Richtung Gladbach-Strafraum kombinierte, desto weiter zogen sich die Außenspieler Wendt und Traore zurück, gleichzeitig ließ sich Stindl fallen. Dann agierte die Borussia in einem 5-3-2.
  • Trotzdem kam es naturgemäß ab und an zu Mann-gegen-Mann Situationen, wenn Korb, Christensen und Elvedi Alcacer, Suarez und Neymar gegenüberstanden. Zu Beginn offerierte Gladbach dem Barca-Trio noch einige Lücken, die sich dadurch bietenden Chancen wurden aber vergeben. Mit zunehmender Spieldauer stabilisierte sich Gladbach defensiv enorm und bot Barca bis zum Ausgleich kaum Räume.
  • Problematisch auf Seiten Barcas war in der ersten Halbzeit vor allem das statische Spiel des Dreiersturms. Neymar, Suarez und Alcacer sorgten kaum für kreative Impulse. Barca fehlte vor allem Breite im Spiel, da speziell Neymar sehr zentral agierte, Alcacer eigentlich nicht am Spiel teilnahm und die Außenverteidiger nicht wie gewohnt vorschoben.
  • Gladbach überließ Barca über weite Strecken der Partie die Kugel und versuchte nach Ballgewinn blitzschnell umzuschalten. Bei den ersten Versuchen rückte das Team noch zu zaghaft und nicht geschlossen nach; Raffael verhedderte sich beispielsweise zwei Mal alleine auf weiter Flur, weil es an Anspielstationen mangelte. Beim Treffer zum 1:0 ging die geplante Taktik jedoch voll auf.
  • In der zweiten Halbzeit beschränkte sich Gladbach weitestgehend aufs Verteidigen, die kräftezehrende Spielweise machte sich bemerkbar. Barca rannte an, konnte sich lange aber nicht allzu viele Chancen herausspielen. Die beiden, die sich dann jedoch boten, nutzte Barca im Stile eine Weltklasse-Mannschaft eiskalt.

Borussia Mönchengladbach - FC Barcelona: Daten zum Spiel

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