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Champions League, 4. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - Celtic 1:1

Celtic ringt Gladbach einen Punkt ab

Dienstag, 01.11.2016 | 22:35 Uhr
Lars Stindl erzielte die 1:0-Führung für Borussia Mönchengladbach
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Borussia Mönchengladbach hat den zweiten Sieg in der Champions-League-Gruppenphase verpasst und damit kaum noch Chancen auf das Achtelfinale. Gegen den Celtic FC spielten die Fohlen 1:1 (1:0).

Vor 46.283 Zuschauern im Borussia Park erzielte Lars Stindl auf Vorarbeit des starken Comebackers Thorgan Hazard die 1:0-Führung für die Hausherren (32.).

Damit hat der Gladbacher Kapitän fünf der insgesamt zwölf Gladbacher Champions-League-Tore erzielt. Hazard war in dieser Saison bei seinen fünf Europapokal-Auftritten an sieben Treffern direkt beteiligt.

Wegen einer Notbremse im Sechzehner gegen Moussa Dembele sah Julian Korb in der 75. Minute die Rote Karte. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Franzose selbst zum 1:1-Ausgleich.

Christoph Kramer sah wegen hohen Beines die Gelbe Karte und fehlt damit gegen Manchester City gesperrt.

Für Celtic ist es überhaupt erst der dritte Punktgewinn auf des Gegners Platz in der Königsklasse. Weil Manchester City parallel gegen den FC Barcelona gewonnen hat, ist Gladbachs Chance auf das Achtelfinale auf ein Minimum zusammengeschrumpft.

Die Reaktionen:

Andre Schubert (Trainer Gladbach): "Wie ein Verlierer fühlen wir uns nicht, aber es war natürlich sehr ärgerlich. Wir hatten die Möglichkeit, das Spiel früh zu entscheiden. Am Ende müssen wir aufpassen, dass wir das Spiel nicht sogar noch verlieren. Wir sind sehr insgesamt enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Das müssen wir erst einmal aus den Kleidern schütteln."

Brendan Rodgers (Trainer Celtic): "Ich finde, dass wir die bessere Mannschaft waren und den Sieg verdient gehabt hätten. Wir haben in der ersten Hälfte den Pfosten getroffen, in der Schlussphase hatten wir auch noch mehrere Chancen, das Spiel zu entscheiden. Das hat leider nicht geklappt. Dennoch bin ich sehr stolz auf meine Spieler, sie haben nach dem Rückstand Charakter gezeigt, das war außergewöhnlich. Wir haben den nächsten Schritt in unserer Entwicklung gemacht, auf diese Leistung können wir aufbauen."

Stimmen zum Spieltag: "Wir machen immer die gleichen Fehler"

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Schubert tauscht das Personal seiner ersten Elf im Gegensatz zum 0:0 am Freitag gegen Eintracht Frankfurt auf zwei Positionen. Jantschke und Dahoud machen Platz für Strobl und Hazard.

Rodgers nimmt nach dem 1:0-Sieg am Wochenende in Aberdeen nur einen Wechsel vor. Für Simunovic verteidigt Gamboa hinten rechts, Lustig rückt dafür in die Innenverteidigung.

20.: Hazard zieht vom linken Flügel nach innen und steckt im richtigen Moment zum mit aufgerückten Strobl durch. Der kommt aus zehn Metern zum Abschluss, doch Gordon ist weit aus dem Tor geeilt und wehrt den Schuss mit dem linken Bein ab.

24.: Pfosten! Aus dem Nichts gehen die Gäste beinahe in Führung. Gamboa flankt von rechts nach innen. Stindl springt unterm Ball her. An der Strafraumgrenze landet das Leder bei Sinclair, der aus dem Stand auf das rechte Eck schlenzt. Sommer bleibt wie angewurzelt stehen, der Ball prallt gegen den Innenpfosten und springt wieder heraus.

32., 1:0, Stindl: Blitzsauber vorgetragener Angriff! Kramer hat den Ball in zentraler Position. Hazard geht einen starken Laufweg rechts in den Sechzehner und bekommt den perfekten Pass in den Lauf. Der Belgier geht zur Grundlinie und flankt in den Rückraum. Dort zieht Stindl aus vollem Lauf ab und versenkt das Leder zentral im Kasten.

56.: Hahn setzt Brown unter Druck und gewinnt so den Ball, den er direkt auf Stindl weiterleitet. Aus zentraler Position passt dieser links in den Sechzehner auf Johnson, dessen Abschluss knapp am rechten Pfosten vorbeizischt.

65.: Lattenkreuz! Hahn spielt einen Doppelpass mit Stindl und zieht dann aus 15 Metern ab - der Ball knallt genau ans Kreuzeck.

75.: Dembele gewinnt im Strafraum der Gladbacher das Laufduell gegen Korb und kommt am linken Fünfereck zum Abschluss. Weil er gehalten wird, kann er den Ball jedoch nicht kontrollieren und kommt zu Fall. Der Schiedsrichter zögert kurz, zeigt dann jedoch auf den Punkt und schickt Korb wegen Notbremse vom Platz.

76., 1:1, Dembele (FE): Der Gefoulte tritt selbst an, schickt Sommer in die falsche Ecke und schiebt flach unten rechts ein.

87.: Sogar die Chance auf den Auswärtssieg! McGregor kommt nach starkem Roberts-Zuspiel links im Sechzehner frei zum Abschluss, drischt das Leder jedoch wenige Zentimeter neben den rechten Außenpfosten.

Fazit: Gladbach dominierte die Partie über die gesamte Spielzeit, ließ jedoch zahlreiche gute Gelegenheiten liegen, um das Spiel zu entscheiden. Diese fehlende Kaltschnäuzigkeit nutzte Celtic effizient aus.

Der Star des Spiels: Thorgan Hazard. Stellte seinen hohen Wert für die Gladbacher Offensive unter Beweis. Von Anfang an aktiv, flink und kreativ. Gab vier Torschüsse ab und bereitete vier weitere vor - darunter die feine Flanke vor dem 1:0. Sowieso machte er über die Außen richtig Betrieb: Schlug zehn (!) Flanken.

Der Flop des Spiels: James Forrest. Fand auf der rechten offensiven Außenbahn überhaupt keine Bindung zum Spiel. Nur an einem mageren Torschuss beteiligt, dazu in einer Stunde Spielzeit nur in zwei Duelle verwickelt. Zu wenig, wenn man mit einem Team wie Celtic über den Kampf in ein Spiel kommen muss.

Der Schiedsrichter: Jorge de Sousa (Portugal). Nach wenigen Minuten mit der ersten kniffligen Entscheidung, als der Ball im Celtic-Strafraum an die Hand von Armstrong prallte. Da der Arm angelegt war, war der ausbleibende Pfiff korrekt. Der Platzverweis gegen Korb und der Elfmeterpfiff waren alternativlos. Darüber hinaus souverän in der Zweikampfbewertung und bei den persönlichen Strafen.

Das fiel auf:

  • Die Borussia begann die Partie in einer 4-4-2-Grundordnung mit Raute im Mittelfeld. Von der Hereinnahme Hazards profitierte vor allem Stindl, der eins zurück auf die Zehn rückte und dadurch merklich mehr Einfluss auf den Spielaufbau nehmen konnte. Bei eigenem Ballbesitz entwickelte sich eine Dreierkette, da Korb weit mit aufrückte, während Elvedi auf der Gegenseite die Position hielt.
  • Celtic spielte ein 4-2-3-1 mit Dembele als Stoßstürmer. Mit Ausnahme des Franzosen waren in der Anfangsphase allerdings alle Feldspieler eher durch Defensivaufgaben gebunden. Die Bhoys ließen sich tief fallen und überließen den Fohlen die Verantwortung für das Spiel.
  • Nach schwachen zehn Minuten fanden die Schotten besser ins Spiel. Während Gladbach zu Beginn noch 69 Prozent Ballbesitz hatte, glich es sich bis zur Halbzeit an. Auch Celtics Passquote verbesserte sich von anfangs schwachen 65 Prozent auf 83 Prozent.
  • Im zweiten Durchgang stellte Schubert die Besetzung seiner Defensive um: Wendt verteidigte fortan links. Elvedi rückte dafür in die Innenverteidigung, Strobl ging eins nach vorne auf die Sechs neben Kramer.
  • Raffaels Einwechslung kurz nach dem Gegentreffer brachte noch einmal Schwung ins Gladbacher Offensivspiel. Mit seinem zweiten Ballkontakt gab er einen gefährlichen Torschuss ab, infolgedessen er das Publikum noch einmal zum Lautwerden animierte. Für den Sieg reichte es allerdings nicht mehr.

Borussia Mönchengladbach - Celtic FC: Die Statistik zum Spiel

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