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124 Sekunden! Bayer verschenkt den Sieg

SID
Mittwoch, 14.09.2016 | 22:45 Uhr
Leistungsgerechtes Unentschieden in Leverkusen
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Nach einer schnellen 2:0-Führung für Leverkusen ließ es die Werkself zu locker angehen. Die Moskauer nutzten ihre wenigen Chancen und kamen vor der Halbzeit zum verdienten Ausgleich. Auch der Top-Joker Pohjanpalo konnte das Spiel nicht mehr drehen.

Kein Pohjanpalo-Tor, kein Sieg: Bayer Leverkusen hat einen erfolgreichen Auftakt in die neue Champions-League-Saison verpasst. Gegen den russischen Meister ZSKA Moskau reichte es ohne Finnland-Knipser Joel Pohjanpalo in der Startelf am Mittwoch nur zu einem 2:2 (2:2). Flügelspieler Admir Mehmedi (9.) traf früh nach einem Zuspiel von Youngster Benjamin Henrichs aus abseitsverdächtiger Position, ehe Hakan Calhanoglu (15.) aus rund 17 Metern erhöhte. Alan Dsagojew (36.) und Roman Eremenko (38.) glichen per Doppelschlag innerhalb von 124 Sekunden wie aus dem Nichts aus.

Nach dem Punktverlust und der verspielten Führung im ersten Heimspiel steht das Team von Trainer Roger Schmidt gleich unter Druck. Die übrigen Gruppengegner AS Monaco und Tottenham Hotspur sind eher stärker einzuschätzen als ZSKA, das in der ersten Halbzeit lange ungefährlich agierte. Das offensiv formulierte Ziel Achtelfinale kann ohne Erfolge in der heimischen BayArena wohl nur schwerlich erreicht werden.

Pohjanpalo nur auf der Bank

Bayer-Coach Schmidt begann die Partie statt mit Super-Joker Pohjanpalo, der zuletzt in der Bundesliga nach Einwechselung den Hamburger SV mit einem Hattrick im Alleingang abgeschossen hatte, mit Calhanoglu hinter Torjäger Javier Chicharito Hernandez. Einzig neuer Akteur in der Startformation war Rio-Silbermedaillengewinner Julian Brandt für den am Mittwoch erfolgreich operierten Nationalspieler Karim Bellarabi (Muskelbündelriss). Auch Kevin Volland musste nach seinem Mittelhandbruch zunächst auf der Bank platznehmen.

Vor 23.459 Zuschauern übernahmen die Gastgeber zunächst die Kontrolle über das Spiel und setzten die Russen in ihrer Hälfte fest. Mit langen Bällen kam die Werkself immer wieder hinter die gegnerischen Linien. Nach den Gegentreffern zeigte sich ZSKA verunsichert und ließ weitere Möglichkeiten zu. Brandt (19.) und Wendell (27.) verpassten es jedoch, die defensive Unordnung der Gäste mit der Vorentscheidung zu bestrafen. Torschütze Mehmedi (36.) scheiterte in der Folge gleich doppelt an ZSKA-Keeper Igor Akinfejew.

ZSKA kann sich bei Igor Akinfejew bedanken

Moskau selbst, das in der Liga bislang in sechs Spielen ungeschlagen blieb und nur ein Gegentor kassierte, wagte nur vereinzelt Ausflüge in die Bayer-Hälfte und entbehrte eigentlich jeder Gefahr. Erst mit den beiden Toren gewann ZSKA an Selbstvertrauen.

Im zweiten Durchgang kam Leverkusen aggressiv aus der Kabine. Der nun für Chicharito eingewechselte Pohjanpalo fügte sich nahtlos in Bayers funktionierende Offensive ein. Eine erneut schnelle Führung war Bayer jedoch nicht vergönnt. Brandt (46.) fand ein weiteres Mal in Akinfejew seinen Meister. Einen zusätzlichen Angreifer brachte Schmidt wenig später in Nationalspieler Volland, der Kapitän Lars Bender ersetzte. Der Olympia-Zweite verletzte sich ohne Fremdeinwirkung am Oberschenkel.

Ohne den Strategen Bender hatte Bayer in der Folge Probleme im Spielaufbau. Viele Pässe landeten beim Gegner und eröffneten Möglichkeiten zum schnellen Konter. Nach einem Ballverlust der Russen hatte Pohjanpalo (62.) frei vor Akinfejew die Chance, den Gegenangriff zu veredeln, verstolperte den Ball jedoch, bevor er ihn unter Kontrolle bringen konnte. Leverkusen mühte sich und drängte auf den Sieg, verstand es jedoch nur selten den letzten Pass an den Mann zu bringen.

Bayer Leverkusen - ZSKA Moskau: Die Statistik zum Spiel

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