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FC Bayern - PSV Eindhoven: Arjen Robben im Interview

"Mein PSV-Herz tat ein bisschen weh"

Donnerstag, 20.10.2016 | 09:36 Uhr
Arjen Robben war gegen PSV der Matchwinner
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Arjen Robben glänzte beim 4:1-Sieg des FC Bayern über PSV Eindhoven. In der Mixed Zone sprach der Niederländer über Schlitzohr Thomas Müller, sein Tor per Kopf und die Einstellung der Mannschaft.

Frage: Herr Robben, nach zuletzt drei sieglosen Partien war das heute eine deutliche Rückmeldung Ihrer Mannschaft, oder?

Arjen Robben: Wir haben zumindest sehr gut angefangen und sofort viel Druck nach vorne gemacht. Das mussten wir auch, es war nach unseren letzten Spielen das Mindeste. So konnten wir dominieren und viele Chancen herausspielen.

Frage: Aber?

Robben: Es gab eine Phase, in der wir nicht gut gestanden und zu viel zugelassen haben. Wenn man so viel nach vorne spielt wie wir, muss man natürlich aufpassen, dass man nach Ballverlusten auch gut nach hinten umschaltet. Da hätten wir besser stehen müssen. Wir haben das manchmal nicht gut gelöst, sodass PSV auf Konter spielen konnte. Sie waren ein paar Mal gefährlich und haben ein schönes Tor geschossen. Da haben wir ein bisschen die Kontrolle verloren. Erst in der zweiten Hälfte haben wir das wieder besser umgesetzt und letztlich verdient gewonnen.

Frage: Wieso hat sich diese wacklige Phase überhaupt wieder eingeschlichen?

Robben: Es ist ein Thema, über das wir schon in der letzten Saison viel mit Pep gesprochen haben. Es kann nicht sein, dass wir in der Offensive den Ball verlieren und der Gegner beim Umschalten zwei oder drei freie Anspielstationen hat. Solch ein Gegner kann uns nur über diese Art und Weise gefährlich werden. Entsprechend müssen wir da besser aufpassen, dass so etwas nicht passiert.

Arjen Robbens Statistiken im CL-Spiel gegen PSV Eindhoven

Frage: Vor dem Spiel wurde die Einstellung der Mannschaft kritisiert. Hat sich das Team dieses Thema besonders auf die Fahne geschrieben?

Robben: Wir haben natürlich gesagt, dass wir von Anfang an Vollgas geben wollen. Im eigenen Stadion muss man so ein Spiel dominieren und alles reinwerfen. Es ist aber wichtig, dass man dabei das Gehirn einschaltet. Man kann nicht unkontrolliert drauflosrennen. Das haben wir bis auf die besagte Phase gut gemacht. Wir können viel Positives in die nächsten Spiele mitnehmen.

Frage: Wie kann man die Gier und die Leidenschaft beibehalten?

Robben: Es geht nicht ums Können, sondern ums Müssen. Dazu sind wir Profis. Es gibt nichts Schöneres als Spiele auf hohem Niveau zu absolvieren. Am Samstag kommt mit Gladbach der nächste Champions-League-Gegner. Es geht jetzt Schlag auf Schlag.

Frage: Das 1:0 entstand auf Ihre schnell ausgeführte Ecke hin. War das mit Thomas Müller so einstudiert?

Robben: Nein, das haben wir nicht trainiert. Es ist aber schon meine achte Saison mit Thomas, ich kenne ihn mittlerweile sehr gut. (lacht) Mit ihm kann man Standards sehr schnell ausführen, auch Einwürfe oder Freistöße. Er ist sehr schlau, schaltet schnell und ich hoffe, noch sehr lange viel Spaß mit ihm auf dem Platz zu haben. Ich muss aber sagen, dass mein PSV-Herz auch ein bisschen weh tat, als sie da nicht aufgepasst haben. So ein Fehler darf einer Champions-League-Mannschaft nicht passieren. Wir haben ihn gut genutzt.

Frage: Sie haben das vierte Tor selbst erzielt - per Kopf! Das kommt auch nicht oft vor.

Robben: (lacht) Man ist nie zu alt, um in seiner Karriere noch ein Kopfballtor zu erzielen. Ich habe meinen Kopf aber schnell wieder eingezogen, da ich nicht wusste, ob der Torwart von hinten angesprungen kommt. Das kann in so einem Moment gefährlich werden. Das Schöne an dem Tor war aber der Pass von Thiago. Er verdient die Anerkennung bei diesem Treffer. Ich hatte einen sehr guten Laufweg im Rücken der Abwehr, das Timing hat gepasst. Das war ein guter Spielzug.

Frage: Sie wurden in der 29. Minute mal behandelt. Hatten Sie wieder Probleme mit dem Rücken?

Robben: Nein, das war nicht so schlimm. In dem Moment hat die Hüfte ein bisschen gezwickt, aber alles ist gut. Es war wichtig für mich, heute mal wieder länger auf dem Platz zu stehen. Ich muss meinen Rhythmus wieder finden, heute war der nächste Schritt dazu. Ich brauche vielleicht noch drei, vier oder fünf Spiele, um wieder voll im Saft zu stehen. Für heute bin ich aber zufrieden.

Frage: Bei Ihrer Auswechslung gab es Standing Ovations - auch von den PSV-Fans.

Robben: Das ist eine schöne Wertschätzung. Das hat mir sehr gut getan, es war wirklich schön.

FC Bayern - PSV Eindhoven: Die Statistik zum Spiel

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