wird geladen

Champions League: Real Madrid schlägt Manchester City

Mailand? Madrid? Hauptsache Spanien

Donnerstag, 05.05.2016 | 12:05 Uhr
Real Madrid greift am 28. Mai nach dem 11. Titel in der Champions League
© getty
Advertisement
Ligue 1
Amiens -
Lille
Serie A
Hellas Verona -
Bologna
Premier League
Brighton -
Stoke
Primera División
Eibar -
Real Betis
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Sampdoria
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Coppa Italia
Udinese -
Perugia
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal

Real Madrid wendet sich ab vom Spektakel-Fußball und zieht somit ins Finale der Champions League ein. Die Madrider Stadtmeisterschaft wird deshalb erneut auf europäischer Bühne ausgetragen. Manchester City hingegen verpasst den ersten Finaleinzug der Klubgeschichte. Im entscheidenden Spiel zeigen die Skyblues eine erschreckend blutleere Vorstellung. Die Saison könnte böse enden.

Die Szenen im Madrid ähnelten sich. Bereits am Dienstag waren zahlreiche Fans in der spanischen Hauptstadt zum Neptuno-Brunnen gepilgert und feierten dort den Einzug ins Finale.

Wieder einmal bekam der Meeresgott von den fanatischen Spaniern einen weiß-roten Schal umgehängt und wurde von tausenden Atletico-Fans eingekesselt. Gerade als die letzten Überreste der nächtlichen Party beseitigt wurde, pilgerte am nächsten Tag das weiße Fanlager der Stadt zum 500 Meter entfernten Brunnen.

Diesmal waren es die Real-Fans, die die spanische Hauptstadt und den Paseo del Prado in eine Feiermeile verwandelten. Innerhalb von gerade einmal 24 Stunden darf die Stadt Madrid somit mit dem Einzug von Atletico und Real zwei Champions-League-Finalist bejubeln. Wie 2014 kommt es im bedeutungsschwersten Fußballspiel der Welt zu einem Stadtderby.

Abkehr vom Spektakel

Mit einem scheinbar unspektakulären 1:0 hatten sich die Königlichen gegen Manchester City durchgesetzt. Besonders die Spielweise der Königlichen beeindruckte. Statt wie im Viertelfinal-Rückspiel gegen den VfL Wolfsburg ein Offensiv-Feuerwerk abzubrennen und mit dem Messer zwischen den Zähnen in die Schlacht zu ziehen, strahlten die Königlichen eine erdrückende Dominanz aus.

Und das ausgerechnet in einem Spiel, das für den Saisonverlauf von zentraler Bedeutung war. "Es wäre ein Desaster, wenn wir nicht weiterkommen", hatte Real-Coach Zinedine Zidane vor dem Spiel Druck auf seine Spieler ausgeübt.

Doch Real legte den jahrelang prägenden Spektakel-Fußball gegen City ab und zeigte eine andere Facette. Während sich die Königlichen in den letzten Jahren oft über Einzelaktionen von Ronaldo definierte, brillierte am Mittwochabend das Kollektiv. Bezeichnend, dass Madrid rund 60 Prozent der Zweikämpfe für sich entschied. Speziell Kroos und Modric, die die meisten Ballkontakte aller Feldspieler hatten, räumten in der Dreierreihe vor der Abwehr alles ab und dominierten die Partie von dort aus.

Real greift nach La Undecima

"Wir haben gelernt und haben zueinander gefunden - wie echte Champions. Vor allem in der Defensive war die Konzentration sehr hoch, wir haben dem Druck standgehalten. Wir genießen nun den Moment und wollen den letzten Schritt gehen. Das Team und die Fans haben sich diesen Moment verdient", erklärte Kapitän Sergio Ramos unmittelbar nach dem Spiel.

Die Königlichen stehen damit bereits zum 14. Mal im CL-Finale und greifen nach "La Undecima", dem 11. Henkelpott der Vereinsgeschichte. "Ich träume davon, als Trainer La Undecima zu gewinnen, aber heute ist ein Tag zum Genießen", sagte Zidane auf der anschließenden Pressekonferenz.

Dabei sah die königliche Welt zu Beginn des Jahres alles andere als rosig aus. Nach einer vergleichsweise Schwachen Hinrunde setzten Los Blancos Coach Rafael Benitez vor die Türe, in der Liga hinkte man Barca weit hinterher. Nur fünf Monate später steht Real im CL-Finale und liegt in der Liga nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter aus Katalonien.

"Diese Saison war ein hartes Stück Arbeit. Es hat gedauert, bis wir uns gefunden haben. Der Fußball hat gute und schlechte Zeiten. Vor fünf Monaten hatten wir eine harte Zeit, aber wir haben es geschafft, uns zusammenzuraufen", erklärte Ramos.

Dominanz der spanischen Teams

Die Dominanz der spanischen Teams wird durch den Finaleinzug von Real somit immer deutlicher. Wie auch 2014 und 2015 wird auch diesmal der Sieger des wichtigsten europäischen Wettbewerbs von der Iberischen Halbinsel kommen. Das schaffte in der CL-Geschichte vor Spanien noch kein anderes Land.

Auch in der Europa League wanderte der Pott 2014 und 2015 nach Spanien, mit Villarreal und dem FC Sevilla haben zwei Teams die Chance auf das Landes-Triple. Auch in sämtlichen K.o.-Spielen wird diese Dominanz beeindruckend deutlich. Die spanischen Teams entschieden in dieser Saison 14 von 14 K.o.-Duellen für sich, zählt man die letzten beiden Jahre dazu, waren es 45 von 48.

City mit blutleerer Vorstellung

Vom einst so dominanten englischen Fußball ist hingegen wenig übrig geblieben. Mit Manchester City verabschiedet sich der letzte verbleibende Klub von der Insel aus dem Wettbewerb. Die Citizens präsentierten sich im Bernabeu erschreckend zahnlos. Während Manchester im Hinspiel vor allem in den ersten 30 Minuten ordentlich Dampf machte, liefen die Engländer in Madrid nur lustlos hinterher. Von einem aktiven Anlaufen oder gar einem Aufbäumen nach dem Gegentor war rein gar nichts zu sehen.

Yaya Toure stand sinnbildlich für die Leistung der Skyblues. Er trabte bis zu seiner Auswechslung im Schneckentempo über das Feld. Ausgerechnet im Kracher gegen Real, in einem Halbfinalrückspiel, zeigte man eine komplett blutleer Leistung ohne sämtliche Leidenschaft. In den gesamten 180 Minuten in Hin- und Rückspiel bekamen die Skyblues gerade einmal zwei Schüsse aufs Tor.

"Glücklicher Erfolg" von Real

"Das ist natürlich ein enttäuschender Moment, denn wir hätten locker ins Finale kommen können. Real hat das Spiel kontrolliert, aber dann auch ein sehr glückliches Tor geschossen. Sie konnten dem Spiel nicht die finale Entscheidung geben, weil wir stabil standen", sagte City-Keeper Joe Hart nach dem Spiel und schob dann einen entscheidenden Satz nach: "Ob wir tatsächlich genug investiert haben? Ich weiß es nicht."

Das CL-Finale der Klubgeschichte ist somit dahin und der Strohhalm, an den man sich klammerte, ist außer Reichweite. Denn auch in der Liga rutscht Manchester City nach starkem Beginn in der Tabelle immer weiter ab. In der Hinrunde griffen die Citizens noch nach der Meisterschaft, inzwischen müssen die Skyblues gar um die Quali für die Champions League bangen.

City-Coach Manuel Pellegrini wurde nach der Vorstellung von Pep Guardiola ein Stück weit die Kompetenz entzogen. Seit Monaten wirkt er wie ein angeschlagener Boxer vor dem Fall. Es passt ins Bild, dass er trotz der sichtbaren Dominanz der Königlichen von einem "glücklichen Erfolg" von Real sprach.

Ob Glück oder verdienter Sieg, durch das Ausscheiden von City kommt es am 28. Mai zu einer Neuauflage des CL-Finales von 2014. An beiden Brunnen werden die Fans in der spanischen Hauptstadt sicherlich nicht feiern. Fragt sich also nur, wo die Party genau stattfindet.

Real Madrid - Manchester City: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung