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Zlataniert.

Paris St-Germain steht zum vierten Mal in Folge im Viertelfinale der Königsklasse
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Paris St.-Germain steht nach dem 2:1-Sieg gegen Chelsea zum vierten Mal in Folge im Viertelfinale der Champions League. Dabei beeindruckt vor allem die Art und Weise, wie PSG den Einzug in die Runde der letzten Acht bewerkstelligt hat. Neben den üblichen Verdächtigen hat auch Kevin Trapp seinen Anteil am Erfolg.

Reaktionen:

Guus Hiddink (Trainer Chelsea): "Ausschlaggebend war, dass wir das 2:1 bekommen haben. Da haben wir schlecht in der Verteidigung ausgesehen. Aber davor hatten wir selbst die Chance. Wir haben mit zu viel Respekt angefangen, aber letztlich haben wir uns ein paar Chancen herausgespielt."

.. zur Großchance durch Willian kurz vor dem 1:2: "In der 65. Minute haben wir die große Chance in Führung zu gehen und in der 67. haben sie das Spiel dann für sich entschieden."

... zur Verletzung Diego Costas: "Wir werden morgen sehen, wie schlimm es ist. Er ist schon leicht angeschlagen in die Partie gegangen. Ich hoffe, es ist nicht schlimmer geworden. Wir haben in zwei Tagen schon das nächste Spiel."

... zu den Pfiffen gegen Hazard: "Die Fans haben ein Recht darauf, wenn sie meinen, sie müssten das tun. Er hat sich scheinbar eine Hüftverletzung zugezogen."

David Luiz (Paris Saint-Germain): "Die Stimmung ist ausgelassen und wir sind alle gelöst. Es war das große Ziel, in die nächste Runde einzuziehen. Der Schlüssel war, dass wir unser eigenes Spiel aufziehen konnten. Wir haben den Titel als großes Ziel, aber dieses Ziel haben alle anderen auch. Wir haben noch viel Arbeit vor uns."

Angel Di Maria (PSG): "Wir sind natürlich sehr glücklich. Die Arbeit, die wir die ganze Saison betreiben, trägt endlich Früchte. Wir haben heute bewiesen, wozu wir im Stande sind."

Kevin Trapp (PSG): "Wir wussten, dass das Ergebnis aus dem Hinspiel nicht sicher ist. Wir wussten, was auf uns zukommt und das hat man gesehen. Wir sind relativ früh in Führung gegangen - das war natürlich gut. Aber wir haben auch einen Rückschlag hinnehmen müssen. Mit dem zweiten Tor war es für uns einfacher und dann haben wir es clever herunter gespielt."

...über die von ihm vereitelte Doppelchance: "Es ist immer gut, ein Gegentor zu verteidigen und nicht zuzulassen. Und wenn das eine Schlüsselsituation gewesen sein könnte, ist das für mich auch gut, weil ich dann auch meinen Anteil beigetragen habe."

...über eine mögliche EM-Teilnahme: "Ich weiß nicht, warum die Frage an mich gerichtet wird - ich entscheide das nicht. Aber ich stehe mit Andreas Köpke im Kontakt. Das Einzige, was ich machen kann, ist, dass ich meine Leistung zeige."

... zur Kritik der französischen Presse: "Die habe ich gar nicht mitbekommen. Ich weiß, was ich kann und ich weiß, was ich verbessern muss. Was die Presse sagt, ist mir ziemlich egal."

Nachbetrachtung:

Will man in der unglaublichen Karriere von Zlatan Ibrahimovic einen Makel finden, so ist es das Fehlen von großen internationalen Titeln. Mit Schweden wird ihm diese Freude wohl verwehrt bleiben. Mit PSG stehen die Chancen in diesem Jahr allerdings so gut wie noch nie.

Ibrahimovic im Porträt: Der Ibra hinterm Kadabra

Und daran hat Ibrahimovic selbst großen Anteil, denn der Schwede zeigte sich auf der größtmöglichen Bühne mal wieder von seiner Schokoladenseite: In den beiden Aufeinandertreffen mit Chelsea war Ibrahimovic an drei der vier PSG-Toren direkt beteiligt - ein Löwenanteil am Viertelfinal-Einzug des Scheich-Klubs geht auf das Konto des Leaders.

Aber auch wenn Ibra das wohl wichtigste Puzzleteil von Laurent Blanc darstellt, ist Paris längst nicht mehr nur die Zlatan-Show. Während der Stürmer seit Jahren konstant auf unheimlich hohem Niveau agiert, hat man in dieser Saison erstmals das Gefühl, er ist nicht mehr auf sich alleine gestellt.

Vielmehr hat sich beispielsweise der bei Manchester United vom Hof gejagte Angel Di Maria perfekt in das PSG-Korsett eingefügt und gräbt seine alte Stärke wieder aus.

Zudem harmonieren Thiago Motta, Blaise Matuidi und wahlweise Adrien Rabiot oder Marco Verratti im Mittelfeld hervorragend und bilden so eine ebenso spiel- wie zweikampfstarke Achse.

Seine Feuertaufe bestanden hat auch Kevin Trapp. Der deutsche Keeper stellte in beiden Partien seine Klasse unter Beweis und bewirbt sich damit für Joachim Löw. "Ich stehe mit Andreas Köpke im Kontakt", sagte Trapp nach dem Spiel. Bestätigt der 25-Jährige seine Leistungen in der heißen Phase der Saison, kann er als Frankreich-Legionär bei der EM den Reiseleiter mimen.

Aber auch unabhängig von seiner Rolle in der Nationalmannschaft hat Trapp in seiner Karriere den nächsten Schritt geschafft und sich bestens im Starensemble um Ibra und Co. eingelebt.

PSG sorgt für Chelsea-Negativwert

Von einer Ansammlung teuer zusammengekaufter Stars - die zwar für die Ligue 1 eine Nummer zu groß, für die ambitionierten Ziele in der Königsklasse aber mitunter eine Nummer zu klein war - ist eine Mannschaft geworden. Paris ist zusammengewachsen.

Diese Entwicklung bekam Chelsea im Achtelfinale eindrucksvoll zu spüren. In beiden Partien beherrschte Paris mit Spielfreude die Defensivexperten von der Insel. Als besonders imposant erwiesen sich die ersten 45 Minuten an der Stamford Bridge.

Chelsea bekam kaum einen Fuß an den Ball und hechelte den schnellen Kombinationen der Franzosen meist nur hinterher. Die Folge: Das Hiddink-Team hatte vor der Pause nur 34 Prozent Ballbesitz - Negativwert für den CL-Sieger von 2012 in der laufenden Saison. Einzig die individuelle Klasse von Diego Costa ließ Chelsea zu diesem Zeitpunkt noch hoffen.

Meisterschaft nur Frage der Zeit

Doch von individueller Klasse hatte auch PSG noch Einiges im Köcher. So beendete PSG, angeführt von Di Maria und Ibrahimovic, nach etwas mehr als einer Stunde alle Chelsea-Träume.

Dabei haben sich die Blues nach der Talfahrt zum Saisonstart in den letzten Monaten eigentlich wieder den eigenen Ansprüchen angenähert. In den vergangenen 18 Pflichtspielen verließ Chelsea den Rasen lediglich zweimal mit gesenktem Kopf - beide Male kam der Gegner aus der französischen Hauptstadt.

Und dieses Team hat in der gesamten Saison erst zwei Pflichtspiele als Verlierer beendet. Es ist schon außergewöhnlich, mit welcher Konstanz die Mannschaft von Blanc durch die französische Liga pflügt und die Meisterschale bei mittlerweile 23 Punkten Vorsprung eigentlich schon seit Wochen in Empfang nehmen könnte.

Reif für den Titel?

Natürlich heißen die Gegner in der Ligue 1 nicht Manchester City, FC Barcelona oder Real Madrid, aber auch gegen Troyes, Ajaccio und Co. muss man erstmal die Konzentration hochhalten und Woche für Woche Siege einfahren.

Zudem hat PSG in der Königsklasse bewiesen, dass es gegen die Creme de la Creme des europäischen Fußballs bestehen kann. Immerhin kassierte der französische Serienmeister in der Gruppenphase in den beiden Aufeinandertreffen mit Real Madrid lediglich einen Gegentreffer.

Einzig gegen die Königlichen musste Paris Punktverluste hinnehmen. Die Machtdemonstration gegen Chelsea im Achtelfinale bestätigt den Trend. PSG ist in den letzten Jahren gereift. Womöglich sogar reif für den großen Titel. Der Pott würde Ibrahimovic' Karriere komplettieren.

Chelsea - Paris St-Germain: Daten zum Spiel

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