wird geladen

Wolfsburg siegt knapp in Gent

Wieder nichts gelernt?

Donnerstag, 18.02.2016 | 08:51 Uhr
Dieter Hecking siegte mit dem VfL in Gent - musste am Ende aber ordentlich zittern
© getty
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Die Highlights vom Samstag mit BVB-BMG, S04 & SVW
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
St. Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Brügge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
WC Qualification Europe
Georgien -
Wales
WC Qualification Europe
Italien -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Liechtenstein -
Israel
WC Qualification Europe
Spanien -
Albanien
WC Qualification Europe
Kroatien -
Finnland
WC Qualification Europe
Kosovo -
Ukraine
WC Qualification Europe
Färöer -
Lettland

Der VfL Wolfsburg hat beim 3:2-Sieg beim KAA Gent eine perfekte Ausgangslage verpasst, nachdem die Wölfe in der Schlussphase noch zwei Tore herschenkten. Zu denken geben sollte aber vor allem, dass man in die Muster der Hinrunde verfiel.

Ausgerechnet der sonst so große Kritiker seiner eigenen Elf, Dieter Hecking, zog ein zufriedenes Fazit in Gent: "Vielleicht ist der Knoten jetzt auch für das Spiel in Berlin geplatzt. Wir haben lange auf ein Erfolgserlebnis in der Liga gewartet, jetzt haben wir auch hier gewonnen. So ein Spiel kann die Brust größer werden lassen", sagte der VfL-Trainer nach dem Sieg im Achtelfinal-Hinspiel.

Klar, ein 3:2-Sieg im Auswärtsspiel, das ist eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am 8. März in der Volkswagen Arena. Und auch klar: 80 Minuten lang spielte der VfL den Außenseiter an die Wand. Das zuvor so euphorische Gent bekam phasenweise seine Grenzen aufgezeigt.

Klar ist aber auch: Wolfsburg brachte sich durch völlig überhebliche zehn Minuten zum Schluss fast noch um den gesamten Lohn. "Mit dem Wort Wende wäre ich vorsichtig. Leider haben wir den Gegner dazu eingeladen, nochmal zu zwei Toren zu kommen. Es war ein riesiger Kraftaufwand", sagte Hecking. Auch er sah: Noch nicht alles war wieder Jubel, Trubel, Heiterkeit beim VfL. Vielmehr zeigte sich ein altbekanntes Mentalitätsproblem.

Die Hinrunde lässt grüßen

"In neun Minuten das Spiel dermaßen aus den Händen zu geben, das habe ich so noch nicht erlebt. Ich fange aber nicht an, grundsätzlich an unserer Stabilität zu zweifeln", hatte Diego Benaglio in der Hinrunde nach dem 1:5 in München gesagt, als Robert Lewandowski seinen historischen Fünferpack schnürte.

"Mitte der zweiten Halbzeit haben wir die Kontrolle verloren und wurden hinten reingedrängt. Uns sind in den entscheidenden Momenten zu viele Fehler unterlaufen. Das ist es, was uns im Moment von den Punkten trennt und was wir besser machen müssen", bemängelte Klaus Allofs nach der 1:2-Niederlage in Manchester.

Es sind nur zwei Beispiele der Hinserie, in denen sich der VfL nach einer Führung selbst aus dem Konzept brachte und letztlich mit leeren Händen dastand. Diese Spiele waren es, die man in dieser Saison nicht mehr erleben wollte - so schwor man es sich in Wolfsburg.

Falscher Umgang mit der Führung

Nach dem beruhigenden 2:0-Sieg über Ingolstadt am Wochenende atmete die Autostadt schon einmal vorsichtig auf. Zuvor hatte der VfL aus fünf Pflichtspielen nur zwei Punkte geholt. Von einer sportlichen Krise zu sprechen, war wieder einmal erlaubt.

Als am Mittwochabend in der 59. Minute Max Kruse den nächsten überragenden Angriff der Gäste zum 3:0 vollendete, stieg diese Erleichtung ins Unermessliche. Es waren keine Steine, sondern gefühlte Gebirgsketten, die dem zuletzt nicht gerade verwöhnten VfL-Anhänger vom Herzen gefallen sein dürften.

Größter Fan der Mannschaft war zu diesem Zeitpunkt sicher Dieter Hecking.

Doch der Moment des Erfolgs wurde vom Team falsch interpretiert. Selbst die anschließend ausgelassenen Chancen zum 4:0 beziehungsweise Sven Kums' Lattentreffer waren dem VfL nicht Warnung genug, dass es - gerade in der Champions League - keine Ruhepolster gibt.

Das erkannte man erst nach dem Spiel. "Wir geben das Spiel leichtfertig aus der Hand. Wir haben vorher 80 Minuten volle Kanne gearbeitet und dürfen es dann nicht mehr so eng werden lassen", analysierte Kruse.

"Das darf man sich nicht erlauben"

Behäbig, leichtsinnig, schläfrig-arrogant ließ das bis dahin bewundernswerte Wolfsburger Team die Gastgeber durch die VfL-Hälfte marschieren. Gent war nach dem 0:3 am Boden. Nur die allergrößten Optimisten in der Ghelamco Arena glaubten noch an ein Zurückkommen in diesem Spiel, geschweige denn eine Chance aufs Weiterkommen.

"Ich habe den Jungs gesagt, dass wir auch trotz des 3:0 weiterspielen und konzentriert sein müssen und die Ruhe bewahren sollten", erklärte Dante nach dem Spiel. Offenbar hatte er bei seinen Kollegen kein Gehör gefunden.

Denn sowohl beim 3:1, als auch und vor allem beim 3:2 ließ die VfL-Abwehr jegliche Konzentration der vorigen Spielzeit vermissen. Gents Treffer waren ein leichtsinniges Geschenk - nicht mehr und nicht weniger. "Wir waren fehlerhaft. Das darf man sich nicht erlauben", kritisierte Klaus Allofs zurecht.

VfL macht Gent unnötig Hoffnung

Unter dem Strich steht für Heckings Truppe ein wichtiger Auswärtserfolg, der für das Rückspiel mehr als nur der Grundstein zum Weiterkommen sein sollte. Dazu war Wolfsburg - trotz der Ausfälle von Benaglio und Naldo - über weite Strecken zu überlegen. Dazu war auch Gent über weite Strecken viel zu ungefährlich, vom Chaos in der belgischen Hintermannschaft ganz zu schweigen.

Wie viel Selbstvertrauen der Beginn einer kleinen Erfolgsserie dem VfL letztlich wirklich schenkt, wird sich zeigen. Fakt ist aber: Mit der Inkonsequenz weniger Momente raubte das so ambitionierte Wolfsburger Team seinem lange Zeit guten Auftritt viel Glanz - genauso wie Julian Draxlers Weltklasse-Momenten.

So haben Träsch, Knoche, Casteels und Co. dem Underdog wieder Hoffnung eingehaucht. Die "Büffel" werden zum Rückspiel einen noch größeren Glauben an sich selbst entwickeln, als es schon vor dem Hinspiel der Fall war. Das hat sich der VfL selbst zuzuschreiben.

"Wir müssen jetzt noch einmal 90 Minuten konzentriert sein, aber ich denke, dass wir das hinkriegen", lauteten Heckings Schlussworte. Man hätte es so viel einfacher haben können...

KAA Gent - VfL Wolfsburg: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung