wird geladen

Leverkusen verliert trotz guter Leistung

Keine halbe Sachen

Mittwoch, 30.09.2015 | 10:56 Uhr
Letztlich mussten die Leverkusen-Spieler doch als Verlierer vom Platz gehen
© getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Man City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Man United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Watford -
Brighton (Delayed)
Premier League
Crystal Palace -
Swansea (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Superliga
Nordsjälland -
Kopenhagen
Primera División
Espanyol -
Leganes
Primera División
Eibar -
Bilbao
Premier League
Zenit -
Rostow
Super Liga
Roter Stern -
Partizan
Premier League
Tottenham -
Burnley (Delayed)
Primera División
Getafe -
Sevilla
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Serie A
Palmeiras -
Sao Paulo
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
Premier League
West Brom -
Stoke (Delayed)
WC Qualification South America
Venezuela -
Kolumbien
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
Serie B
Empoli -
Bari
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Lettland -
Schweiz
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile
WC Qualification South America
Kolumbien -
Brasilien
WC Qualification South America
Ecuador -
Peru
WC Qualification South America
Paraguay -
Uruguay
WC Qualification South America
Argentina -
Venezuela

Bayer Leverkusen liefert gegen Titelverteidiger FC Barcelona eine sehr gute Leistung ab, belohnt sich aber nicht für die Mühe. Mit leeren Händen geht es zurück nach Deutschland, die Enttäuschung ist berechtigt.

Es war ein komischer Roger Schmidt nach dem Spiel in der Mixed Zone. Einerseits war dem Trainer anzumerken, wie nahe ihm die Niederlage im Camp Nou ging.

Der Blick nach unten, als er über den Ausgleich durch Sergi Roberto sprach, das Stirnrunzeln, als er die Wiederholung des Tores von Luis Suarez sah.

Doch wenn Schmidt seinen Blick nach oben richtete und in die Mikros sprach, war auch eine Art Stolz zu sehen. Ein leichtes Funkeln in den Augen. Schmidt akzeptiert keine halben Sachen, er hat ganz klare Vorstellungen davon, wie er Fußball spielen möchte. Seine Mannschaft ist die dominante. Immer und überall.

Das zeigte Leverkusen über lange Strecken auch im Camp Nou. Im Camp Nou, gegen den FC Barcelona, eine Mannschaft, die an sich selbst den Anspruch stellt, immer das Spiel im Griff zu haben. Darauf war Roger Schmidt stolz. Er hatte ein Team gesehen, das keine halben Sachen macht, sondern ein starkes Gesamtpaket zu bieten hat.

Leverkusen verteidigt offensiv

Die Werkself störte nicht immer früh und lief nicht jeden Ball direkt aggressiv an. Sie wartete vielmehr an der Mittellinie auf ihr Pressingsignal, verschob bis dahin gekonnt mit und legte dann wie auf Knopfdruck los. Selbst eine so ballsichere Defensive mit Gerard Pique, Javier Mascherano und Marc-Andre ter Stegen dahinter hatte zahlreiche Probleme damit, das Spiel sinnvoll aufzubauen.

Leverkusens Stürmer unterbanden geschickt Zuspiele in ihren Rücken, die Außenverteidiger Barcas wurden direkt nach der Ballannahme vom Rest der Mannschaft isoliert und verloren zahlreiche Bälle. Kaum eine andere Mannschaft traut sich das gegen die Katalanen, kaum eine andere Mannschaft kann es so gut wie Leverkusen.

"Ich glaube, wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir hätten etwas mitnehmen können, und das vielleicht sogar verdient", fasste Schmidt zusammen. Die Leistung seiner Elf war gut gewesen, wahrscheinlich sogar herausragend. Das große Problem: Bayer ging im vierten Spiel binnen zehn Tagen die Luft aus.

Die Chancen waren da

Dabei war es weniger die physische Ausdauer, die an ihre Grenzen stieß, sondern vielmehr die mentale. Auch in der 80. Minute noch 100 Prozent seiner Leistung abzurufen, fällt schwer, wenn man gegen Barcelona spielt. Jeder Pass, jedes Anlaufen kostet Kraft. Umso mehr, wenn die eigenen Bemühungen ins Leere laufen.

Die Chancen waren da, die Führung auszubauen. Nur genutzt wurden sie nicht. Man mag Unerfahrenheit erkennen oder zittrige Knie, so oder so waren es aber hochkarätige Chancen, die man gegen den FC Barcelona eben nutzen sollte. Für Schmidt und seine Männer geht es ohne Punkte zurück: "So müssen wir akzeptieren, dass Barcelona hinten raus noch mal richtig Druck gemacht hat."

"Das einzige, was wir kritisieren müssen, ist die Chancenverwertung", setzte auch Roberto Hilbert Kritik an bekannter Stelle an. Doch die Frage ist, ob diese Sicht der Dinge wirklich die drei Punkte ersetzen kann, die verloren wurden.

"Wenn nicht jetzt, ..."

"Das Spiel war eine Chance für uns, daran zu wachsen, und es was gut für mich zu sehen, wie mutig wir das angegangen sind", sagte zwar Schmidt, dennoch wird es nicht reichen, seine Mannschaft wieder aufzubauen. Wer gut 70 Minuten im Camp Nou die bessere Mannschaft ist, der will einen Sieg mitnehmen - ohne jede Frage.

Natürlich haben "Papadopoulos und Tah über weite Strecken ein fantastisches Spiel gemacht", natürlich war der Schuss von Luis Suarez in der 82. Minute eine "herausragende Qualität." Aber am Ende steht da ein 1:2. Die Gelegenheit war da, um die Sensation zu packen, die Umstände vielleicht so günstig wie nie.

Lionel Messi fehlte dem FC Barcelona merklich in der Offensive, genauso aber im Spielaufbau. Jeremy Mathieu erwischte einen gebrauchten Tag, irgendwie fand der Kopfball von Kyriakos Papadopoulos den Weg ins Tor. Die Verletzung von Andres Iniesta, die ebenso schwache Chancenverwertung der Katalanen und - nicht zu vergessen - mit Martin Atkinson ein Schiedsrichter, der der Spielweise der Werkself sehr entgegen kam.

Lob vom Gegner wertlos

Allen in Leverkusen ist klar: Wenn man gegen Barcelona gewinnen kann, dann an diesem Abend. Somit mag es hart klingen, aber letztlich hilft es dem Team nicht weiter, sich nun auf die Schulter zu klopfen. "Die Leverkusener verdienen unser Lob", sagte sogar Barca-Coach Luis Enrique, kaufen kann sich die Werkself davon aber nichts. Die Niederlage ist "bitter", wie Lars Bender formulierte.

Selbstverständlich wird auch die positive Aufarbeitung zur Analyse der Partie gehören und Schmidt wird seinen Spieler ganz genau sagen, wie stolz er auf sie ist. Doch ein Sieg - das wäre es gewesen.

Niemand hätte mit einem Dreier für Leverkusen in Barcelona gerechnet oder diesen gar gefordert. Aber jeder Spieler wäre gerne als Sieger vom Platz gegangen. Mund abputzen und weitermachen, sagt man im Fußballjargon gerne. Kein anderer Satz dürfte so genau zutreffen auf diese Nacht im Camp Nou.

FC Barcelona - Bayer Leverkusen: Die Statistik zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung