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Die Krux mit der Hammergruppe

Donnerstag, 22.10.2015 | 10:12 Uhr
Borussia Mönchengladbach holte in Turin den ersten Punkt in der Champions League
© getty
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Borussia Mönchengladbach kommt allmählich auch in der Champions League in die Gänge, allerdings womöglich zu spät. Die Ansprüche am Niederrhein sind wieder deutlich gestiegen und der Trainer ist längst nicht mehr nur eine Interimslösung.

Der erste Punkt in der Champions League. In Turin. Bei der zweitbesten Mannschaft der letzten Saison in der Königsklasse. Bei dem Team, das seit Jahren in Italien nahezu unbesiegbar ist, abgesehen vielleicht von der laufenden Saison.

Eigentlich könnte Borussia Mönchengladbach mit einem Paket aus Stolz und Genugtuung an den Niederrhein zurückkehren.

Doch selbst eine erstklassige Defensivleistung gegen ein echtes Schwergewicht im europäischen Fußball reicht den Fohlen nicht mehr für Glückseligkeit.

"Wir waren gut geordnet und haben diszipliniert gespielt. Nach vorne ging aber leider wenig. Wir haben die Bälle zu schnell verloren und uns vielleicht zu wenig zugetraut", analysierte Kapitän Granit Xhaka.

Keine Scheu mehr

Es ist nicht lange her, da stolperten die Fohlen durch den Parcours, jeder Punkt wäre mit Kusshand genommen worden, egal ob in der Champions League oder eine Nummer kleiner in der Bundesliga.

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Die Siegesserie im nationalen Ligabetrieb weckt jedoch Begehrlichkeiten; die Ansprüche sind wieder auf ein Maß gestiegen, das der Erfolgsgeschichte der Borussia der letzten Jahre entspricht. Gladbach macht sich nicht mehr klein und legt die Scheu vor den Großen ab.

Schon gegen Manchester City hätte es klappen können, ein Foulelfmeter in der 90. Minute kostete Gladbach einen wertvollen Zähler. Und in Turin gelang es den Fohlen, in 93 Minuten keine einzige echte Torchance der Alten Dame zuzulassen.

"In der Anfangsphase haben wir den Zugriff nicht so gehabt. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir das in den Griff bekommen haben. Mit der Defensive können wir insgesamt aber riesig zufrieden sein", sagte Trainer André Schubert.

Qualität für Königsklasse ist da

Mit einem Punkt aus drei Spielen ist Gladbach noch nicht raus aus der Königsklasse, ein Überwintern in Europas Eliteliga ist aber nicht unbedingt wahrscheinlich.

Die Gruppe D im Überblick

Dabei hätte die Borussia aufgrund der gezeigten Leistungen gegen City und Juve mehr verdient. Manchester hat fünf Punkte mehr auf dem Konto, weil die Citizens zwei Last-Minute-Tore geschossen haben. Cleverness, Entschlossenheit, vielleicht auch Glück - von alledem hatte Gladbach in den ersten drei Spielen zu wenig.

Die Qualität für Spektakel in der Champions League ist jedenfalls vorhanden und in fast jeder anderen Gruppe hätten die Fohlen bessere Chancen, gleich beim ersten Versuch die K.o.-Phase zu erreichen. "Willkommen in der Champions League", sagte Sportdirektor Max Eberl unmittelbar nach der Auslosung.

Statt Sevilla, ManCity und Juventus hätte es auch Zenit, Gent und Lyon werden können. Am 3. November kommt Juventus in den Borussia-Park. Der erste Königsklassen-Dreier steht an, auch wenn sich die Alte Dame derzeit auswärts leichter tut als zuhause.

Glücksgriff Schubert

Schubert wird dann auf jeden Fall noch auf der Bank sitzen. Die angedachte Interimslösung entpuppt sich immer mehr als Glücksgriff von Eberl. Und aus der Zweckgemeinschaft könnte mehr werden.

"Wir orientieren uns gerade. Der neue Trainer kann auch André Schubert sein, das habe ich nie ausgeschlossen. Was André macht, ist herausragend und Argumentation genug", sagte Eberl.

Schubert ist der Turnaround in der Liga gelungen. Er arbeitet dran, das Gleiche in der Champions League zu schaffen.

Juventus - Gladbach: Die Statistik zum Spiel

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