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Champions League, Achtelfinale

Glückliches Remis für Chelsea

Dienstag, 17.02.2015 | 22:44 Uhr
Cesar Azpilicueta (l.) und Zlatan Ibrahimovic kämpfen um den Ball
© getty
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Paris St.-Germain und der FC Chelsea haben sich im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League unentschieden getrennt. Im Prinzenpark gab's ein 1:1 (0:1).

Vor 45.713 Zuschauern im Parc de Prince sorgte zunächst Branislav Ivanovic (36.) für die Führung für Chelsea. Nach der Pause erzielte Edinson Cavani (54.) den Ausgleich. Der FC Chelsea bleibt somit auch im siebten CL-Spiel der Saison ungeschlagen.

Das Rückspiel an der Stanford Bridge findet am 11. März statt.

Die Reaktionen:

Jose Mourinho (Trainer Chelsea): "Ich denke, das 1:1 spiegelt die beiden unterschiedlichen Hälften wider. Wenn man aber danach geht, wer die besseren Chancen kreiert hat und die Torhüterleistung von Thibaut Courtois betrachtet, muss man ehrlich sein: Paris war näher am Sieg dran.

David Luiz (Verteidiger Paris Saint-Germain): "Ich denke, dass wir die Partie hätten gewinnen können. Wir haben gut gespielt, sie hatten eine Chance - die haben sie allerdings genutzt. Dennoch haben wir im Rückspiel alle Chancen auf die nächste Runde. Wir müssen das Spiel einfach nur gewinnen, darauf liegt unser Fokus."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Paris geht mit Verletzungssorgen in die Partie, da PSG-Coach Blanc in der Liga zuletzt eine ganze Reihe angeschlagener Spieler einsetzte und anschließend fünf Mann (!) verletzungsbedingt vom Feld nehmen musste. Mit Cabaye, Lucas und Aurier müssen nun drei Stammspieler passen. Luiz rutscht deshalb erstmals im PSG-Trikot ins Mittelfeld, der fragliche Matuidi kann spielen.

Auch Mourinho tauscht auf einigen Positionen. Im Kasten bekommt Courtois mal wieder den Vorzug vor Cech, in der Innenverteidigung ersetzt Cahill Zouma. Fabregas ist rechtzeitig fit geworden, der in der Liga zuletzt gesperrte Costa startet in vorderster Front.

11.: Doppelchance für PSG! Von der linken Seite flankt Cavani in die Mitte, wo Matuidi hochsteigt. Mit einer starken Parade klärt Courtouis dessen Kopfball aber. Da Chelsea die Kugel nicht wegbekommt, bekommt auch Ibrahimovic noch die Kopfballchance - wieder ist Courtois zur Stelle.

26.: Erstmals gelingt es Chelsea, hinter die massive Mittelfeldkette zu kommen. Hazard bekommt über Umwege die Kugel rechten Strafraumeck, zieht in Richtung Grundlinie und scheitert aus zu spitzem Winkel an Sirigu.

27.: Tolle Kombination von PSG! Verratti schickt mit einem ganz starken Pass van der Wiel in den Strafraum, wo der Niederländer den Ball direkt in die Mitte legt. Die Flanke ist jedoch nicht zu gebrauchen - Cahill klärt vor Ibrahimovic und Cavani.

34.: Lavezzi tritt einen Eckball von rechts stark an die erste Stange, wo Cavani eingelaufen war. Von der rechten Fünfmeterraumecke köpft er die Kugel ins kurze Ecke, wo Courtouis gerade noch parieren kann. Bärenstarke Aktion des Belgiers.

36., 0:1, Ivanovic: Von links flankt Terry halbhoch in die Mitte, wo Cahill den Ball mit einem überragenden Hackentrick zu Ivanovic weiterleitet. Der versenkt die Kugel mit dem Kopf links im Tor. Eine Kombination dreier Verteidiger.

54., 1:1, Cavani: Da ist der verdiente Ausgleich! Maxwell setzt auf links stark Matuidi in Szene, der dann viel Platz hat und in die Mitte flankt. An der Fünfmeterraumlinie hat sich Cavani hinter Cahill davongestohlen und köpft den Ball ins Tor.

59.: Ibrahimovic dribbelt sich in den Strafraum und zieht dann ab. Courtois pariert zwar, über Umwege landet der Ball aber bei Lavezzi, der dann auch draufhält. Sein Schuss wird aber von Terry abgeblockt. Ganz großes Glück für Chelsea!

80.: Links im Strafraum kommt der Uruguayer nach einer Pass von Matuidi an den Ball. Mit einer überragenden Finte lässt er Matic aussteigen, setzt den Ball dann aber knapp rechts vorbei.

89.: Ramires schneidet Pastores Laufweg und bringt den PSG-Stümer somit im Strafraum zu Fall. Die Pfeife des Schiedsrichters bleibt stumm. Ganz knifflige Entscheidung.

90.: Nach einer Maxwell-Flanke kommt Ibrahimovic im Strafraum an den Ball und köpft diesen per Aufsetzter aufs Tor. Courtois ist aber zur Stelle.

Fazit: Glückliches Remis für Chelsea. Paris hat über 90 Minuten mehr von der Partie und deutlich bessere Chancen. Die Engländer können sich letztlich bei Courtois bedanken.

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Der Star des Spiels: Thibaut Courtois. Vereitelte in der ersten Halbzeit gleich mehrere Großchancen durch Matuidi (11.), Ibrahimovic (12.) und Cavani (37.). Sorgte somit dafür, dass Chelsea lange die Null hielt. Ohne Chance beim Gegentor und mit der bärenstarken Aktion kurz vor dem Ende der Partie. Bei Paris stark: Edinson Cavani.

Der Flop des Spiels: Diego Costa. Ihm war der zuletzt aufgrund der Sperre fehlende Spielrhythmus deutlich anzumerken. Fand in der Offensive eigentlich gar nicht statt und wurde von Marquinhos und Silva komplett abgemeldet. Auch seine Fähigkeit, den Ball zu halten, brachte er nicht auf den Platz. Gewann nur 12 Prozent seiner Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Cüneyt Cakir. Ließ die Spieler an der langen Leine und zog erst in der zweiten Halbzeit die erste Gelbe Karte. Als das Spiel etwas ruppiger wurde, wich er somit zur richtigen Zeit von seiner Linie ab. Fehlentscheidungen schlichen sich kaum ein. Die Elfmeter-Szene in der 89. Minute fiel ihm nicht auf.

Das fiel auf:

  • Beide Teams hielten sich speziell in der Anfangsphase mit aggressivem Pressing zurück. Beim Spielaufbau wurde der Gegner meist komplett in Ruhe gelassen, erst hinter der Mittellinie wurde attackiert.
  • Verratti, Luiz und Matuidi verdichteten bei gegnerischem Ballbesitz das Zentrum vor der Abwehr. Da sich zudem die Flügelstürmer Cavani und Lavezzi diszipliniert zurückfallen ließen, entstand bei sämtlichen Chelsea-Angriffen eine massive Fünferkette, an der sich die Engländer die Zähne ausbissen. In der ersten halben Stunde gewannen die Blues nur 33 Prozent aller Zweikämpfe und mussten bis zur 36. Minute auf die erste Chance warten - die war dann direkt drin.
  • Die Führung spielte der Taktik der Engländer zumindest bis Halbzeit in die Karten. Die Blues zogen sich weit zurück, um an vorderster Front mit Costa und Fabregas meist erst 25 Meter vor dem eigenen Tor anzugreifen.
  • Paris löste nach der Pause in der Offensive die Handbremse, attackierte deutlich früher und wirbelte somit die sonst so disziplinierte Blues-Hintermannschaft ungewöhnlich häufig durcheinander. Bei den Engländern schlichen sich zudem ungewöhnlich viele Stellungsfehler und Fehlpässe ein. Bezeichnend, dass Chelsea das erste Kopfball-Gegentor der Saison bekam.
  • In der Offensive gelang Chelsea eigentlich gar nichts. Costa bekam keinen Fuß auf den Platz, die eigentlichen Antreiber des Spiels, Fabregas und Hazard, wurden vom massiven Mittelfeld komplett aus dem Spiel genommen. Weniger Torschüsse als heute gab Chelsea in dieser CL-Saison nur gegen Basel ab. In der zweiten Halbzeit gab's keinen einzigen Schuss aufs gegnerische Gehäuse.

Paris St. Germain - Chelsea FC: Die Statistik zum Spiel

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