wird geladen

Schalke verliert gegen Sporting

Nur zu Besuch

Von Daniel Reimann
Donnerstag, 06.11.2014 | 10:09 Uhr
Schalke 04 kassierte bei Sporting eine 2:4-Niederlage
© getty
Advertisement
Serie A
Fr00:30
Fluminense -
Cruzeiro
International Champions Cup
Fr04:05
Man United -
Man City
Club Friendlies
Fr13:30
Inter Mailand -
FC Schalke 04
1. HNL
Fr20:00
Dinamo Zagreb -
Cibalia
International Champions Cup
Sa11:35
FC Bayern München -
AC Mailand
Premier League Asia Trophy
Sa12:00
West Bromwich -
Crystal Palace
CSL
Sa13:35
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Premier League Asia Trophy
Sa14:30
Leicester -
Liverpool
Premier League
Sa16:30
St. Petersburg -
Kasan
Club Friendlies
Sa17:00
SC Freiburg -
Feyenoord
Premier League
Sa18:30
Schachtjor Donezk -
Dynamo Kiew
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Macva
Super Cup
Sa20:30
Anderlecht -
Zulte Waregem
Serie A
Sa21:00
Vitoria -
Chapecoense
International Champions Cup
So00:05
Barcelona -
Juventus
International Champions Cup
So02:05
PSG -
Tottenham
CSL
So13:35
Shanghai Senhua -
Beijin Guoan
Superliga
So18:00
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar

Roberto Di Matteo wollte Schalke 04 defensiv stabilisieren, doch die beiden Spiele gegen Sporting zeigen: Dieser Weg ist noch lang. Denn das zentrale Problem war vor allem im Rückspiel nicht etwa spielerischer oder taktischer Natur.

"Wir wollen aus einer gut organisierten Defensive offensiv spielen. In der Offensive haben wir ein großes Potenzial, in der Organisation müssen wir uns aber verbessern."

Die Worte stammen von Horst Heldt. Es ist erst drei Wochen her, dass er sie ausgesprochen hat. Er formulierte darin den zentralen Anspruch an das Schalker Team unter dem neuen Trainer Roberto Di Matteo. Nach dem Spiel bei Sporting muss man konstatieren: Königsblau ist von beiden Zielen noch weit entfernt.

In Lissabon trat weder eine gut organisierte Defensive noch ein darauf basierendes Offensivspiel zutage. Im Angriff fehlte es an Spielwitz und Mut zum Risiko. Chinedu Obasi ließ von neuem Selbstvertrauen oder guter Form wenig erkennen, stattdessen reagierte er überhastet und war weitestgehend abgemeldet.

Eric-Maxim Choupo-Moting und Max Meyer setzten zwar den ein oder anderen Akzent, doch vor allem der 19-Jährige blieb dabei unter seinen Möglichkeiten. Und vorne drin zog Klaas Jan-Huntelaar einsam seine Kreise. Die wenigen Bälle, die er bekam, behauptete er oft clever, erhielt aber zu wenig Unterstützung.

Fehlende Abstimmung - individuelle Aussetzer

Die Defensivabteilung, die sich noch gegen Teams wie Augsburg oder Hertha als halbwegs sattelfest erwiesen hatte, zeigte auch im zweiten Champions-League-Auftritt unter Di Matteo kein Königsklassen-Niveau. In zwei Spielen gegen Sporting kassierte Schalke sieben Tore. Eine Zahl, die unterstreicht, dass Di Matteos wichtigste Mission noch mit reichlich Arbeit verbunden sein wird.

Für Heldt, der von Organisation gepredigt hatte, dürfte der Anblick des zweiten und dritten Gegentreffers kein schöner gewesen sein. Schalkes Hintermannschaft offenbarte schon in Halbzeit eins oft vollkommen unzureichende Abstimmung zwischen der Außen- und Innenverteidigung sowie der Viererkette und den beiden Sechsern.

Die Nutznießer hießen meist Nani oder Carlos Mane, die ungestört über die Halbräume Richtung Sechzehner ziehen und ihre Mitspieler in Szene setzen konnten. Hinzu kamen individuelle Aussetzer, die Schalke das Genick brachen. Zum Beispiel, als sich Christian Fuchs vor dem 1:3 in Zeitlupe um die eigene Achse drehte und Andre Carrillo entwischen ließ.

Gravierende Passivität

Weitaus gravierender als taktische Abstimmung oder Blackouts Einzelner war in Lissabon jedoch ein anderer Faktor. Schalke agierte gerade in der Defensive bemerkenswert passiv. Die Offensivabteilung von Sporting erhielt im gegnerischen Angriffsdrittel bedenklich viel Zeit, sodass sich Nani und Co. noch kurz vorm Schalke-Sechzehner in aller Seelenruhe die beste Anspielstation suchen konnten.

Symptomatisch für Schalkes mangelnden Biss war der Treffer zum 1:2, als zuerst Atsuto Uchida Nanis Übersteigersimulation bewunderte und anschließend Obasi Jefferson Zeit und Raum für einen astreinen Linksschuss ins rechte Eck gewährte.

Nur selten waren die Königsblauen mental auf der Höhe des Geschehens. Es fehlte an Aggressivität, an dem notwendigen Biss, überhaupt erst in die Zweikämpfe kommen zu können. Vor allem Fuchs und Höger standen auffällig oft viel zu weit weg von ihren Gegenspielern beziehungsweise dem Ballführenden. Schalkes Abwehrspieler wirkten wie Gäste bei ihrer eigenen Entzauberung.

Schönreden, was nicht zu übersehen war

Von mangelnder Aufmerksamkeit sprach hinterher erstaunlicherweise niemand. Di Matteo sinnierte über die "guten Chancen", verschwieg aber, dass man diese an einer Hand abzählen konnte und dass Sporting deutlich mehr und bessere Gelegenheiten gehabt hatte.

"In der ersten Halbzeit standen wir sehr gut und haben nicht viel zugelassen", konstatierte er, was angesichts von vier guten Chancen der Gastgeber in Durchgang eins zweifelhaft erscheint. Darüber hinaus beklagte Di Matteo dass Schalke in der 32. Minute ein Handelfmeter verwehrt wurde, ohne daran zu erinnern, dass man im Hinspiel einen solchen geschenkt bekam.

Schalkes Trainer schien bemüht, die Niederlage ein wenig schönzureden und die unübersehbaren Probleme nicht lauter als nötig in der Öffentlichkeit anzusprechen. Gleichzeitig hat das Spiel in Lissabon unübersehbar aufgedeckt, dass er noch einen langen Weg vor sich hat.

Pleite in Lissabon als Rückschritt

Dabei wird es von elementarer Bedeutung sein, wie schnell er die zentralen Defizite seiner Mannschaft in den Griff bekommt. Die mangelnde Kreativität und Kombinationsfreude im Angriff wird angesichts der langfristigen Verletzungen von Julian Draxler und Jefferson Farfan sowie des kleinen Formtiefs von Meyer nicht leicht zu beheben sein.

Gleiches gilt für fehlende Stabilität in der Defensive. Felipe Santana und Sead Kolasinac werden noch lange ausfallen, Joel Matip hat noch immer mit einer Fußprellung zu kämpfen. Di Matteo muss erst einmal aus dem vorhandenen Material ein stabiles Team formen, das den Ansprüchen von Heldt gerecht wird.

Die Niederlage gegen Sporting muss dabei als Rückschritt gelten - denn die Defizite waren vor allem mentaler Natur.

Sporting Lissabon - Schalke 04: Die Statistik zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung