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Champions League, 4. Spieltag

Bayern bereits Gruppensieger

Mittwoch, 05.11.2014 | 22:37 Uhr
Franck Ribery erzielte vor der Pause das Tor zum 1:0
© getty
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Der FC Bayern München hat sich nach dem souveränen 2:0 (1:0) gegen den AS Rom schon nach dem 4. Spieltag für das Achtelfinale qualifiziert und steht auch schon als Gruppensieger fest.

Vor 68.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena trafen Franck Ribery (38.) und Mario Götze (64.) zum nie gefährdeten Sieg gegen den italienischen Haupstadtklub, der mit vier Punkten auf Platz zwei in der Gruppe bleibt.

David Alaba musste verletzt vom Platz und zog sich eine Innenbandverletzung im Knie zu. Wie lange der Österreicher pausieren muss, soll eine Untersuchung am Donnerstag ergeben. Coach Guardiola sprach auf der Pressekonferenz jedoch bereits "zwei, drei Monaten Pause".

Reaktionen:

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern München): "Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Ich bin sehr zufrieden. Es war eine harte Gruppe, die wir gut überstanden haben. Wir sind sehr glücklich, dass wir schon jetzt für das Achtelfinale qualifiziert sind. Jetzt werden wir uns auf die Bundesliga konzentrieren. Die Verletzung von David Alaba ist eine ganz schlechte Nachricht. Er ist sehr wichtig für uns."

Philipp Lahm (FC Bayern München): "Wir haben sehr konzentriert gespielt und nichts zugelassen. Der Gegner hat sehr defensiv und teilweise mit einer Sechserkette agiert. Nach vier Spieltagen als Gruppenerster festzustehen, das ist natürlich top."

Manuel Neuer (FC Bayern München): "Wir haben das Spiel kontrolliert. Es war nur ein Frage der Zeit, bis wir das Tor machen. Wichtig war es, die drei Punkte zu holen."

Robert Lewandowski (FC Bayern München): "Wir haben sehr konsequent gespielt. Es war nicht einfach, weil Rom sehr defensiv war. Nach dem zweiten Tor war es sicher, dass wir gewinnen. Wir stehen im Achtelfinale, aber wir wollen die beiden nächsten Spiele auch gewinnen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Im Vergleich zum 2:1 gegen Dortmund gibt es bei den Bayern zwei Änderungen in der Startelf. Rafinha und Ribery spielen für Müller und Robben.

Im Vergleich zum 0:2 in Neapel am vergangenen Wochenende gibt es bei der Roma vier Änderungen. Skorupski steht für De Sanctis im Tor, dazu spielen Iturbe, De Rossi und Destro für Gervinho, Pjanic und Totti.

21.: Götze hält von der rechten Strafraumecke einfach mal drauf. Skorupski pariert den Schuss zwar, lässt ihn aber prallen. Yanga-Mbiwa ist aber zur Stelle und klärt in letzter Konsequenz.

33.: Alaba tritt einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld hoch in die Mitte. Dort verpasst Benatia die Hereingabe knapp. Der Ball zischt links am Kasten von Skorupski vorbei ins Toraus.

38., 1:0, Ribery: Ribery setzt auf der linken Seite Alaba in Szene. Während der Österreicher mit dem Ball Richtung Grundlinie stürmt, zieht der Franzose in den Strafraum. Genau dort wird er dann von Alaba perfekt bedient. Ribery schiebt präzise aus etwa zehn Metern rechts unten ein.

52.: Rafinha macht auf rechts Tempo und flankt dann ganz stark in die Mitte. Alaba ist in den Strafraum eingelaufen und kommt völlig unbedrängt zum Kopfball. Dieser geht aber knapp über den Kasten von Skorupski.

59.: Skorupski segelt unter einer Flanke von der linken Seite hindurch. An der zweiten Stange kommt Benatia an den Ball, verpasst das Tor aus kurzer Distanz aber denkbar knapp.

64., 2:0, Götze: Lewandowski tankt sich auf der linken Seite ganz stark durch und bringt den Ball dann in die Mitte. Dort war Götze super eingelaufen und befördert die Kugel dann mit dem rechten Fuß über Skorupski hinweg in die Maschen.

66.: Lahm schließt von rechts im Strafraum ab. Der Ball zischt ganz, ganz knapp am rechten Kreuzeck vorbei.

77.: Starker Freistoß von Alaba aus halbrechter Position, gute 25 Meter. Skorupski macht sich lang, der Ball segelt aber auch knapp am Tor vorbei.

83.: Gervinho schließt aus kurzer Distanz ab, scheitert aber an Neuer. Wenige Sekunden später testet Nainggolan mit einem Fernschuss den Bayern-Keeper. Auch diesen gefährlichen Schuss pariert Neuer aber glänzend.

Fazit: Verdienter Sieg der Bayern, die keinen Hochglanz-Fußball ablieferten, aber immer konzentriert agierten.

Der Star des Spiels: David Alaba. Ganz starke Vorstellung der Österreichers, der wieder viel unterwegs war und taktisch ein sehr ansprechendes Spiel präsentierte. Stark seine Vorarbeit vor dem 1:0, hatte später per überragendem Freistoß das 2:0 auf dem Fuß.

Der Flop des Spiels: Radja Nainggolan. Der Belgier fiel nur mit einer üblen Schwalbe (25.) auf und war ansonsten lange auf verlorenem Posten im Mittelfeld, wo er extrem viele Zweikämpfe (nur 30 Prozent gewonnen) verlor und auch im Passspiel (nur 64 Prozent angekommen) sehr unzuverlässig war. Etwas verwunderlich, dass er so lange auf dem Platz stehen durfte.

Der Schiedsrichter: Bärenstarke Vorstellung von Cüneyt Cakir aus der Türkei. Er gab Naingolan (25.) zu Recht keinen Elfmeter, als dieser vermeintlich von Neuer zu Fall gebracht wurde. Allerdings hätte man da auch über eine Gelbe Karte wegen Schwalbe reden müssen. Richtig auch, Bernat nach dem Zweikampf mit Torosidis (57.) keinen Strafstoß zu geben. Ansonsten gute Linie in der Zweikampfbewertung und bei den Disziplinarstrafen.

Das fiel auf:

  • Interessantes Vorgehen der Roma, die insbesondere im Vergleich zum Hinspiel taktisch ansprechender agierte: Die neuformierte Dreierreihe in der Offensive rochierte viel, um immer wieder Räume aufzureißen und Kontersituation zu kreieren. Allerdings auch nur eine Halbzeit.
  • Ob fehlendem Druck auf den ballführenden Innenverteidiger, rückte David Alaba immer wieder ins Mittelfeld und spielte teils höher als Lahm und Alonso im Zentrum. Letzterer sicherte wie so oft als Quasi-Libero ab, schob sich zwischen Boateng und Benatia, wenn Alaba nach vorne ging.
  • Bayerns Problem in der Offensive: Der finale Pass, um in Abschlusssituationen zu kommen, fehlte oder wurde gerade im ersten Durchgang mitunter zu schlampig ausgeführt.
  • Nach der Pause der FC Bayern mit mehr Zug im Offensivspiel, vor allem über die Außenpositionen, auf denen die Römer anfällig waren, weil auch das Mittelfeld nicht mehr so konsequent arbeitete.
  • Bezeichnend für die Römer Offensivschwäche: Torschuss Nummer zwei war in der 4., Torschuss Nummer drei in der 83. Minute.

Bayern München - AS Rom: Die Statistik zum Spiel

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