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Champions League, 3. Spieltag

BVB überrollt Galatasaray

Mittwoch, 22.10.2014 | 22:35 Uhr
Pierre-Emerick Aubameyang traf gegen Galatasaray doppelt
© getty
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Borussia Dortmund hat am 3. Spieltag der Champions League den dritten Sieg gefeiert und ist weiter ohne Gegentor. Bei Galatasaray setzte sich der BVB mit 4:0 (3:0) durch und liegt weiter auf Platz eins der Gruppe D.

Vor 46.000 Zuschauern in der Türk Telekom Arena legte der in der Bundesliga kriselnde BVB bereits in der ersten Halbzeit den Grundstein zum Sieg.

Pierre-Emerick Aubameyang brachte die Dortmunder mit einem frühen Doppelpack (6., 18.) auf die Siegerstraße, Marco Reus legte noch kurz vor dem Pausenpfiff nach (41.). Der eingewechselte Adrian Ramos sorgte für den Endstand (83.).

Sven Bender musste hingegen verletzt ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden. "Manni hat gesagt, dass der Ellbogen kurz draußen gewesen wäre", sagte Jürgen Klopp nach dem Spiel.

Während der BVB als Erster mit neun Punkten schon fürs Achtelfinale planen kann, steht Galatasaray mit nur einem Zähler und dem Auswärtsspiel in Dortmund vor der Brust vor dem Aus.

Die Reaktionen:

Jürgen Klopp (Trainer Dortmund): "Wir durften heute so spielen, wie wir wollen. Das frühe Tor kam uns natürlich zupass. Aubameyang war die erste Wahl für das Spiel heute. Wir haben heute super konzentriert verteidigt. Wir haben in der Gruppe jetzt eine ganz gute Situation."

Mats Hummels (Borussia Dortmund): "In der Champions League ist es ein anderes Spiel, wir haben hier mehr Räume für unsere Konter. Wir waren zudem effektiver als zuletzt und sind in der Champions League in der Spur geblieben. Jetzt gilt es, nach fünf missratenen Spielen in der Bundesliga zurückzufinden."

Hamit Altintop (Galatasaray): "Wir haben es den Dortmundern in der ersten Halbzeit sehr leicht gemacht. Mit unserer Unterstützung hat Dortmund wie in den ersten beiden Gruppenspielen weitergemacht."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Galatasaray mit drei Änderungen im Vergleich zum Derby-Sieg über Fenerbahce. Telles, Altintop und Pandev kommen für Dzemaili, Adin und Sari in die erste Elf.

Klopp baut seine Abwehr um und stellt Sokratis auf die Linksverteidigerposition, Großkreutz sitzt auf der Bank. Im Mittelfeld kommt Bender für Gündogan ins Team und Aubameyang ersetzt Immobile.

6., 0:1, Aubameyang: Pandev mit dem Fehlpass in der Vorwärtsbewegung. Platz für einen BVB-Konter. Mkhitaryan schickt Reus auf links in die Tiefe, der spielt flach zur Mitte und Aubameyang schiebt aus sechs Metern rechts unten ein.

18., 0:2, Aubameyang: Piszeck spielt auf rechts Doppelpass mit Mikhitaryan und kommt bis zur Grundlinie. Flanke in die Mitte, Chedjou verliert die Orientierung und Aubameyang schließt aus fünf Metern ohne Probleme mit rechts ab.

31.: Fast der Hattrick für Aubameyang. Sokratis hebt den Ball auf halblinks 25 Meter vor dem Tor über die Abwehr in den Lauf von Mkhitaryan. Dessen Querpass hämmert Aubameyang als eingesprungenen Volley aus vier Metern an den rechten Pfosten.

41., 0:3, Reus: Galatasaray ohne Druck auf den BVB. Reus legt sich den Ball auf halbrechts 25 Meter vor dem Tor zurecht und nagelt das Ding ins obere linke Eck. Muslera sieht dabei nicht allzu gut aus.

59.: Mkhitaryan flankt vom rechten Strafraumeck, Reus kommt auf links angerauscht und setzt den Ball mit viel Risiko als Dropkick über die Latte.

72.: Auflösungserscheinungen bei Galatasaray. Reus spaziert ohne Gegenwehr durchs Mittelfeld und bedient Mkhitaryan. Der zieht aus 14 Metern mit links ab, aber Muslera ist schnell unten und hat den Ball.

83., 0:4, Ramos: Gündogan lässt Dzemaili im Mittelfeld locker ins Leere laufen, treibt den Ball Richtung Strafraum und bedient Ramos. Der lässt Muslera aus zwölf Metern keine Chance, rechts oben schlägt's ein.

Fazit: Der BVB mit seinem Champions-League-Gesicht und schönen Toren aus der Umschaltbewegung. Ein nie gefährdeter Sieg gegen ein schwaches Galatasaray.

Der Star des Spiels: Henrikh Mikhitaryan. Zeigte einmal mehr seine enorme Bedeutung für den BVB als Umschaltspieler. Verwandelte die Ballgewinne in gefährliche Aktionen, in dem er entweder die Bälle in die Tiefe spielte wie vor den ersten beiden Toren, oder selbst in die Räume ging.

Der Flop des Spiels: Goran Pandev. Wirkte in seiner Rolle als hängende Spitze völlig deplatziert. Hatte kein Tempo in seinem Spiel, lief sich nicht frei und fand so auch keine Bindung. Kam bis zu seiner Auswechslung in der 78. Minute nur auf 18 Ballaktionen. Wurde ausgepfiffen, als er vom Platz musste.

Der Schiedsrichter: Antonio Mateu Lahoz (Spanien). Ab und zu mit einer etwas gewöhnungsbedürftigen Körpersprache, aber insgesamt mit einer sehr ordentlichen Leistung. Richtig, bei Piszczeks Handspiel nicht auf Elfmeter zu entscheiden. Gelb gegen Sneijder wegen Reklamierens war aber überzogen.

Das fiel auf:

  • Dortmund lief die beiden Innenverteidiger Galatasarays im Spielaufbau nicht an, dafür verdichteten die Borussen das Mittelfeld und stellten die Passwege auf Melo und Snejder zu. Das Spiel der Türken war somit blockiert und die nötigen Ballgewinne programmiert.
  • Galatasaray bot dem BVB große Räume hinter seiner letzten Linie, in die die Dortmunder immer wieder mit viel Tempo starten konnten und so für Gefahr sorgten.
  • Während beim BVB alle Mann gegen den Ball arbeiteten, nahmen bei Gala meist nur sieben Mann an der Rückwärtsbewegung teil. Die Offensiven Snejder, Pandev und Burak Yilmaz schauten zu. Der BVB war so nie wirklich in Unterzahl in der Offensive und hatte kaum Druck auf den Ballführenden. Ein Defensivverhalten der Türken, das auf internationalem Top-Niveau nicht tragbar ist.
  • Klopps Schachzug, den zweikampfstarken Sokartis auf die zuletzt anfällige linke Seite zu stellen, ging auf. Der Grieche verrichtete seine Aufgabe gewohnt solide und machte seine Seite dicht.
  • Galatasaray versuchte nach der Pause, das Ergebnis erträglicher zu gestalten, wusste aber aus dem vielen Ballbesitz kein Kapital zu schlagen. Den Türken fehlte der Plan im Spiel nach vorne, um die Dortmunder Defensive zu knacken. Der BVB ließ nichts zu, schaukelte die Partie locker nach Hause und hätte gegen ein sich auflösendes Galatasaray noch mehr Tore erzielen können.

Galatasaray - Borussia Dortmund: Die Statistik zum Spiel

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