Barca rettet sich ins Halbfinale

Von Andreas Lehner / Benjamin Wahlen
Mittwoch, 10.04.2013 | 22:42 Uhr
Pedro erzielte das wichtige 1:1 für den FC Barcelona
© getty
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Der FC Barcelona steht im Halbfinale der Champions League. Den Katalanen reichte im Heimspiel gegen Paris St.-Germain ein 1:1 (0:0). Das Hinspiel in Paris war 2:2 ausgegangen.

Vor 96.022 Zuschauern im Camp Nou brachte Javier Pastore die Franzosen in Führung (50.). Pedro Rodriguez machte den für Barca so wichtigen Ausgleich (71.). Aufgrund der mehr geschossenen Auswärtstore ist Barcelona weiter.

Die Katalanen stehen damit zum sechsen Mal in Folge im Halbfinale der Königsklasse. Dieses wird am Freitag ausgelost (Fr., 12 Uhr im LIVE-TICKER).

Die Reaktionen:

Andoni Zubizarreta (Sportdirektor FC Barcelona): "Wir mussten leiden, aber wir haben uns gesammelt, die Räume gefunden und nach dem 0:1 den Ausgleich erzielt. Es ist jetzt ein Duell zwischen der deutschen und der spanischen Liga, aber ich habe keinen Wunsch für die Auslosung. Es ist mir auch egal, ob wir zuerst zuhause oder auswärts spielen."

Carlo Ancelotti (Trainer PSG): "Wir haben ein großes Spiel gemacht, auch bei Ballbesitz, wir haben nicht nur verteidigt. Wir haben Barca leiden lassen. Durch Messi haben sie wieder mehr Selbstvertrauen bekommen, das war normal. Er ist ein fantastischer Spieler, auch wenn er nicht bei 100 Prozent ist.

Alle Stimmen zu den Viertelfinalspielen

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Messi ist nicht rechtzeitig fit geworden und sitzt auf der Bank, Fabregas beginnt für ihn. In der Innenverteidigung läuft Adriano auf. Bei PSG kommen Verratti und Motta in die Mannschaft für Beckham und Matuidi.

2.: Xavi zirkelt einen Freistoß aus 19 Metern über die Mauer, trifft aber nur das Außennetz. Das war knapp!

25.: Ibrahimovic hat viel Platz im Mittelfeld und steckt auf den startenden Lavezzi durch. Im Fallen schießt der Argentinier den Ball mit der Pike, scheitert aber am herausstürmenden Valdes.

28.: Ibrahimovic setzt sich über die linke Seite durch und flankt in den Rücken der Abwehr, wo Verratti Alba überspringt. Valdes wehrt den Kopfball ab.

42., Gelb für Adriano (Barca): Der Brasilianer räumt seinen Landsmann Lucas ab und sieht dafür Gelb. Seine dritte in dieser Saison. Er fehlt im Halbfinale.

50., 0:1, Pastore: Wunderbarer Konter der Pariser. Pastore spielt Ibrahimovic an der Mittellinie an und geht dann tief. Der Schwede steckt gut durch und Pastore geht allein auf Valdes zu. Der Argentinier bringt den Ball aus sieben Metern mit links im Tor unter.

61.: Alba mit einer Flanke von der linken Grundlinie in den Rücken der Abwehr. Alves nimmt den Ball kurz an und jagt das Ding aus zwölf Metern weit übers Tor.

71., 1:1, Pedro: Messi lässt im Mittelfeld zwei Mann stehen und spielt Villa im Strafraum an. Der schafft es gegen drei Gegenspieler, den Ball auf Pedro abzulegen, der aus 15 Metern mit links rechts unten einschweißt.

87.: Schöne Bewegung von Iniesta im Strafraum, der sich um Jallet dreht und den Ball mit der Außenseite mitnimmt. Aus spitzem Winkel trifft er von links nur das Außennetz.

Fazit: Paris hatte seine Chancen, nutzte diese aber nicht konsequent genug. Barca reichte eine zielstrebige Aktion, um den Ausgleich zu erzielen.

Der Star des Spiels: Thiago Silva. Organisierte die Abwehr hervorragend. Hatte mit seinem Nebenmann Alex das Zentrum im Griff. War sowohl in der Luft als auch am Boden eine Instanz.

Der Flop des Spiels: Cesc Fabregas. Erzielte am Wochenende in der Liga noch einen Hattrick, war gegen Paris aber fast unsichtbar. In seiner Rolle hinter der Spitze Villa ohne Impulse im Offensivspiel und mit schlechten Abschlüssen aus der Distanz.

Der Schiedsrichter: Björn Kuipers (Niederlande). Ganz starke Vorstellung. Erlaubte sich so gut wie keinen Fehler, hatte eine ordentliche Linie und zog diese über das komplette Spiel durch.

Die Trainer:

Tito Vilanova reagierte zehn Minuten nach dem Rückstand mit der Hereinnahme von Messi. Musste gleichzeitig den angeschlagenen Adriano rausnehmen und Bartra bringen. Reagierte auf die Einwechslung Beckhams mit Song.

Carlo Ancelotti wählte eine mutige Aufstellung und ließ Barca früh attackieren. Brachte für die Schlussoffensive Gameiro, Beckham und van der Wiel.

Das fiel auf:

  • Barca hatte wie gewohnt deutlich mehr Ballbesitz, konnte ohne Messi aber nicht diesen Zug zum Tor entwickeln. Ohne den Argentinier fehlte Barca die letzte Zündstufe in seinem Spiel. Dem starken Iniesta fehlte oft der Spielpartner im letzten Angriffsdrittel. Die Abschlüsse waren zudem sehr schwach.
  • PSG konnte die Katalanen ziemlich gut verteidigen. Die Franzosen standen nicht tief hinten drin, sondern schoben mit der eigenen Viererkette auch 40 Meter vor das eigene Tor.
  • Nach Ballgewinnen spielte Paris schnell durch die Mitte nach vorne, das Konterspiel funktionierte gut. Die Barca-Abwehrspieler mussten so aus der Ordnung mit dem Gesicht zum eigenen Tor verteidigen. Vor allem Lucas, Pastore und Lavezzi machten Barca Probleme. Insgesamt hatte PSG auch die besseren Chancen.
  • Ein Ruck ging auch mit der Einwechslung von Messi nicht durch Barcas Team. Die individuelle Klasse des Argentiniers brachte aber die eine benötigte Torchance, die Pedro verwandelte. Anschließend spielte Barca das Spiel mit viel Ballbesitz nach Hause.

FC Barcelona - Paris Saint-Germain: Daten zum Spiel

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