Champions League - 3. Spieltag

Schmelzer: Galaktischer Matchwinner gegen Real

SID
Donnerstag, 25.10.2012 | 12:34 Uhr
Marcel Schmelzer machte seine Seite dicht und erzielte das entscheidende 2:1 gegen Real
© Getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
Copa do Brasil
Flamengo -
Botafogo
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Gremio
Copa Sudamericana
Nacional -
Estudiantes
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Watford -
Brighton
Premier League
Crystal Palace -
Swansea (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Superliga
Nordsjälland -
Kopenhagen
Primera División
Espanyol -
Leganes
Primera División
Eibar -
Bilbao
Premier League
Zenit -
Rostow
Super Liga
Roter Stern -
Partizan
Premier League
Tottenham -
Burnley
Primera División
Getafe -
Sevilla
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Serie A
Palmeiras -
Sao Paulo
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
Premier League
West Brom -
Stoke
WC Qualification South America
Venezuela -
Kolumbien
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
Serie B
Empoli -
Bari
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Lettland -
Schweiz
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile
WC Qualification South America
Kolumbien -
Brasilien
WC Qualification South America
Ecuador -
Peru
WC Qualification South America
Paraguay -
Uruguay
WC Qualification South America
Argentina -
Venezuela

Marcel Schmelzer muss sich wie im siebten Himmel gefühlt haben. Zusammen mit seinen Kollegen von Borussia Dortmund tanzte er am späten Mittwochabend Pogo vor der Südtribüne und feierte mit den BVB-Fans einen historischen Erfolg.

2:1 gegen Real Madrid gewann der deutsche Meister und Pokalsieger - und er, Marcel Schmelzer, war mit dem Siegtor in der 64. Minute für den ersten Dortmunder Sieg gegen die Königlichen im fünften Anlauf maßgeblich verantwortlich.

"Es ist ein wahnsinnig schöner Tag. Es ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen, wenn man zu Hause mit Borussia Dortmund Real Madrid schlägt. Dann auch noch das Siegtor zu machen - ich denke, ich werde heute nicht schlafen können", sagte der 24 Jahre alte Linksverteidiger.

Die Dimension, in der sich Schmelzers Auftritt bewegte, ging weit über die Rolle des Matchwinners gegen Cristiano Ronaldo, Mesut Özil und Co., gegen den exzentrischen Startrainer Jose Mourinho oder gegen den neunmaligen Gewinner der wichtigsten europäischen Vereins-Trophäe hinaus.

Ein Glückwunsch an Deutschland

Bundestrainer Joachim Löw, noch angeschlagen durch eine Grippe, saß an dem kühlen Herbstabend auf der Tribüne unter den 65.829 Zuschauern im Stadion. Der DFB-Chefcoach hatte mit seinen missverständlichen Äußerungen vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Irland den gebürtigen Magdeburger wie eine Übergangs-Lösung auf der linken Verteidigerseite aussehen lassen. Löw korrigierte sich noch am selben Tag und entschuldigte sich.

"Ich war, glaube ich, der Einzige, der den Bundestrainer direkt richtig verstanden hat", sagte BVB-Coach Jürgen Klopp. Der 45-Jährige ließ es sich an diesem denkwürdigen Abend dennoch nicht nehmen, Schmelzers Qualitäten hervorzuheben: "Was Marcel Schmelzer gespielt hat, ist von einem anderen Stern. Glückwunsch an Deutschland, so einen Linksverteidiger zu haben."

Marcel Schmelzer also ein Galaktischer. Schmelzer spielte eine Klassepartie. Wer auch vor ihm auftauchte, er blieb stets der Sieger. Ronaldo wechselte zu Beginn nicht selten mit dem Argentinier Angel di Maria die Seiten, zog sich dann aber lieber wieder auf die linke Außenbahn zurück.

Über links erzielte der teuerste Transfer der Fußball-Geschichte dann auch nach einem Traumpass von Özil das 1:1 (38.) und glich damit die Dortmunder Führung durch Robert Lewandowski (36.) aus. Dann machte Schmelzer mit links aus 14 Metern das Siegtor. Als er jubelnd abdrehte, ging der Gruß zunächst zu Freundin Jenny.

Eine Botschaft an die Euro-Kritiker

Schmelzer konnte Fragen zu Löw nicht mehr hören, er beantwortete sie eigentlich auch nicht: "Ich bin sehr glücklich, dass wir als Mannschaft gegen Real Madrid drei Punkte geholt haben und auch sehr glücklich darüber, dass ich das Siegtor geschossen habe."

Der Defensivspezialist blickte auf die Team-Leistung, auf die Reaktion nach dem schlechten Spiel gegen Schalke 04 und den Reifeprozess auf internationaler Ebene, auf der man im vergangenen Jahr noch so kläglich gescheitert war.

"Mit dem Sieg haben wir den Kritikern zeigen können, dass wir auf europäischer Ebene nicht nur mithalten, sondern auch Mannschaften wie Real schlagen können. Das ist für uns eine kleine Genugtuung", erklärte er.

Nach der Glanzleistung bei Manchester City, die nur ein 1:1 brachte, belohnte man sich diesmal und steht an der Tabellenspitze der Gruppe D mit sieben Punkten. "Das Wichtigste war, mutig zu sein in allen Bereichen. Alle haben gekämpft wie die Stiere", sagte Jürgen Klopp, der Real trotzdem nach wie vor als "Favorit" sieht.

Mourinho: "Kein Drama"

Jose Mourinho gab sich gewohnt mürrisch. Er verlor Sami Khedira in der 20. Minute, weil beim deutschen Nationalspieler eine Muskelverhärtung im linken Oberschenkel wieder Probleme machte. Der Portugiese sah kein hochklassiges Spiel, der Zustand des Platzes sei für das Real-Spiel nicht optimal gewesen.

So ist er eben. "Wir wissen, dass es Gruppen gibt, die ein Witz sind. Hier wird ein großartiges Team in die Europa League müssen, ein gutes scheidet aus", sagte er zur Konstellation. Dritter ist Ajax Amsterdam, Vierter Manchester.

"Es ist kein Drama, wir sind Zweiter und haben nun zwei Heimspiele", sagte Mourinho. Gegner im ersten ist am 6. November Dortmund. Marcel Schmelzer sieht dem nach seiner Leistung aus einer anderen Welt optimistisch entgegen: "Der Druck wird für Real zu Hause größer sein."

Dortmund - Madrid: Daten und Fakten

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung