Champions League - Playoffs

Arsenal: Wenig Zauber, viel Ertrag

Von Thomas Gaber/Martin Grupp
Dienstag, 16.08.2011 | 22:37 Uhr
Theo Walcott erzielte das Siegtor für den FC Arsenal gegen Udinese Calcio
© Getty
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Der FC Arsenal hat sich eine gute Ausgangsposition auf das Erreichen der Gruppenphase der Champions League geschaffen. Im Qualifikations-Hinspiel bezwangen die Gunners Udinese Clacio mit 1:0 (1:0). Das Tor für Arsenal schoss Theo Walcott in der 4. Minute.

Arsenal war die glücklichere Mannschaft. Udinese war in der Offensive gefährlich, nutzte aber seine Chancen nicht. Das Rückspiel findet am 24. August in Udine statt.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Arsenal im Spiel 1 nach Fabregas erneut ohne Nasri im Kader. Van Persie sitzt seine Sperre aus dem Achtelfinale der letzten Saison gegen Barcelona ab und Wilshere ist noch verletzt. Wenger sitzt auf der Tribüne - ebenfalls wegen Sperre aus dem Barca-Spiel.

Udinese im Spiel 1 nach Alexis Sanchez und Inler im 4-1-4-1 mit Di Natale als einziger Spitze und Agyemang-Badu zentral vor der Abwehr.

4., 1:0, Walcott: Erste Chance, erstes Tor. Ramsey schnuppert am Abseits, Sagna spielt den Chip dennoch auf die rechte Seite. Ramsey ist durch und flankt aus dem Lauf an den Fünfer. Walcott lädt direkt ab, kurzes Eck, drin!

9.: Ecke Walcott von rechts. Vermaelen verlängert auf den langen Pfosten, wo Gervinho abdrücken will, aber von Chamakh behindert wird.

12.: Freistoß Di Natale aus knapp 25 Metern von halblinks. Halb Vollspann, halb Heber über die Mauer mit viel Spin - an die Latte!

26.: Armero überrennt drei Arsenal-Verteidiger und steht auf einmal ganz alleine vor Szczesny. Dann haut er ideenlos mit links drauf - genau auf den Gunners-Keeper.

66.: Armero fällt am linken Strafraumeck der Ball vor die Füße. Der Kolumbianer zieht sofort mit links ab - knapp übers rechte Dreieck.

73.: Freistoß Di Natale aus 22 Metern mit rechts über die Mauer, Szczesny ist im bedrohten rechten Eck.

81.: Pinzi marschiert durchs Mittelfeld, wird nicht angegriffen und zieht aus 20 Metern ab. Kanpp rechts am Tor vorbei.

90.: Gervinho steckt am Strafraum durch zu Walcott, der aus sieben Metern halblinks frei zum Schuss kommt. Handanovic fischt den Ball aus der langen Ecke.

Fazit: Glücklicher Sieg für fahrige Gunners gegen gefährliche Italiener, die aber im Abschluss nicht abgeklärt genug waren.

Der Star des Spiels: Aaron Ramsey. Der 20-jährige Waliser übernahm Verantwortung, war an fast allen vielversprechenden Offensivszenen der Gunners beteiligt und bereitete das entscheidende Tor vor. Ramsey spulte elf Kilometer ab und stopfte im Zentrum einige Löcher. Der Beste bei Udinese war Armero.

Der Flop des Spiels: Tomas Rosicky. Gemeinsam mit Song sollte der Tscheche die Führungsrolle von Fabregas übernehmen. Doch Rosicky fiel komplett durch. Er kam nie in die Defensivzweikämpfe und setzte im Spiel nach vorne null Impulse. Rosicky musste in der 74. Minute dem 18-jährigen Frimpong Platz machen.

Der Schiedsrichter: Kevin Blom. Der Niederländer ließ kein schwerers Foul ohne Gelbe Karte durchgehen und zeigte auch Ekstrand zu Recht Gelb, weil der eine Verwarnung für Walcott gefordert hatte. Blom hatte das Spiel jederzeit gut im Griff.

Analyse: Udinese langte gleich mal ordentlich hin. Nach 45 Sekunden holte sich Ekstrand mit einer Grätsche von hinten die Gelbe Karte ab. So aggressiv blieben die Gäste in der Defensive nicht. Arsenal hatte in den ersten Minuten leichtes Spiel, über ihre schnellen Außen Walcott und Gervinho bis zur Grundlinie durchzukommen.

Weil Udinese auch den Korridor zentral vor dem eigenen Strafraum vernachlässigte und Agyemang-Badu als einziger Sechser überfordert war, war anfangs praktisch jeder Arsenal-Angriff gefährlich.

Deutlich mehr zu bieten hatten die Gäste im Spiel nach vorne. Isla (rechts), Pinzi (halblinks) und Armero (links) schwärmten immer wieder aus und nutzten dabei die schlechte Rückwärtsbewegung der Gunners. Bisweilen war die hochstehende Arsenal-Viererkette vier Gäste-Angreifern ausgeliefert oder wurde von Armero einfach überlaufen.

In der ersten Halbzeit spielten beide Teams mit offenem Visier, nach der Pause standen beide Defensivreihen deutlich stabiler. Die Gäste zeigten, dass sie nicht nur schnell kontern, sondern auch geduldig auf ihre Chance warten können.

Udinese zog das Spiel in die Breite, Di Natale wich aus dem Sturmzentrum immer wieder nach rechts aus. Der Torschützenkönig der letzten beiden Jahre in der Serie A war aber nur bei seinen direkten Freistößen gefährlich.

Arsenals Offensive war nach der Pause kaum noch existent, zudem bauten die Gunners physisch ab. Der 1:0-Vorsprung ist das Maximum, was Arsenal aus diesem Spiel holen konnte.

FC Arsenal - Udinese Calcio: Daten zum Spiel

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