Champions League: Achtelfinale, Rückspiel

Die atemlose Nacht von London

SID
Donnerstag, 15.03.2012 | 10:53 Uhr
Nach dem Schlusspfiff kannte Chelsea-Coach Roberto Di Matteo kein Halten mehr
© Getty
Advertisement
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Coppa Italia
Udinese -
Perugia
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Championship
Millwall -
Sheff Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
Torino -
Atalanta
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua

Ezequiel Lavezzi spannte seinen Körper, er ging ins Hohlkreuz, reckte und streckte seinen Kopf so weit wie möglich nach oben. Dennoch sauste die scharfe Flanke ein paar Zentimeter über seine Haarwurzel hinweg und ins Aus. Der SSC Neapel und nicht der FC Chelsea hätte im Viertelfinale der Champions League gestanden, hätte, ja hätte nur der Argentinier in dieser 87. Minute das 2:3 aus Sicht seines Teams geköpft. Allein, einen Vorwurf konnte man ihm wirklich nicht machen. Ezequiel Lavezzi misst nur 1,73 Meter.

Der SSC Neapel wollte wie Lavezzi über sich hinaus wachsen bei dieser 1:4-Niederlage nach Verlängerung an der Stamford Bridge. Das Problem war nur, das taten die Gastgeber auch. Dabei heraus kam ein unvergesslicher Europapokalabend, mit allem, was diesen Wettbewerb und diesen Sport ausmacht.

Trainer des Verlierers ist "stolz" auf seine Spieler

Es war ein Spiel, das den Zuschauern zunehmend den Atem nahm, weil es einer Dramaturgie folgte, die sich immer rasanter beschleunigte. "Einige der Spieler konnten am Ende nicht mal mehr rennen, weil sie Krämpfe hatten", sagte Chelseas Interimstrainer Roberto Di Matteo, der seine Bilanz auf drei Siege aus drei Spielen erhöhte.

"Aber sie haben einfach weitergekämpft. Alle waren unglaublich." Auch sein Kollege Walter Mazzarri war "stolz" auf seine Spieler. Wer kann das nach einer 1:4-Niederlage schon sagen?

Aber der Endstand gab nur unzureichend wider, was da auf dem Platz abgelaufen war.

Zunächst einmal machten die Gäste genau da weiter, wo sie beim fulminanten 3:1-Heimsieg vor drei Wochen aufgehört hatten. Als die Anfangsviertelstunde beendet war, hatte Chelseas Torhüter Petr Cech bereits dreimal retten müssen, und Edinson Cavani hatte wütend die Bande malträtiert, nachdem er aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf. "Wir hatten wahrscheinlich heute mehr Chancen als im Hinspiel", sagte Mazzarri, "wir haben nur nicht so oft getroffen".

Drogba mit Wucht ins Netz

Nach überstandenem Schrecken der Anfangsphase erinnerte sich der FC Chelsea daran, was er ist: ein englischer Fußballklub. Schließlich ging es darum, als letzter Landesvertreter im Wettbewerb zu bleiben. Chelsea kämpfte sich also zurück ins Spiel. Didier Drogba wuchtete in der 28. Minute eine Ramires-Flanke aus dem Halbfeld zum 1:0 ins Netz und entblößte erstmals Neapels fatale Schwäche bei hohen Bällen. Chelsea machte nun das Spiel, Neapel konterte.

Die Anfangsviertelstunde der zweiten Hälfte war wie die der ersten, nur noch atemloser. Diesmal war es Terry, der einen hohen Ball mit dem Kopf zum 2:0 für die Gastgeber ins Tor hämmerte. Damit wäre Chelsea im Viertelfinale gewesen. Bis acht Minuten später Gökhan Inler seinerseits alle Kraft zusammennahm und ein wunderschönes Dropkick-Tor aus 17 Metern erzielte und Neapel wieder ins Rennen brachte.

Chelsea brauchte nun plötzlich ein Tor, Neapels zu Tausenden angereiste Fans sangen und hüpften schon mal. Bis Frank Lampard, der dritte der alten Londoner Garde, vom Elfmeterpunkt das 3:1 gelang. Mit einem hammerharten Schuss, natürlich. Damit war das Hinspiel-Ergebnis egalisiert.

Erlösung durch Ivanovic

Beide Mannschaften warfen nun alles hinein. Das nächste Tor würde entscheiden, und jeder wollte der sein, der es erzielt. Jede Taktik wurde aufgegeben. Neapels Mittelstürmer Cavani lief Chelseas Mittelstürmer Fernando Torres am eigenen Sechzehner ab.

Abwehrspieler David Luiz schnappte sich den Ball vor dem eigenen Tor mit tollkühner Grätsche, lief und lief bis vors gegnerische Tor, wo ihm ein Neapolitaner mit einer tollkühnen Grätsche wieder den Ball wegnahm. Es spielten nun also diese 20 Feldspieler etwas, das dem Konzept des "totalen Fußballs" ziemlich nahe kam. Jeder machte alles.

Und der deutsche Schiedsrichter Felix Brych machte genau das richtige: Er vergaß seine Herkunft und ließ diese Fußballschlacht einfach laufen. Böses oder grob Unfaires war ohnehin kaum dabei.

Der entscheidende Treffer in der Verlängerung gelang dann dem FC Chelsea - durch Branislav Ivanovic, einem Verteidiger. Wenn ihn zuvor der kleine Lavezzi mit dem Kopf erzielt hätte, mal ehrlich, wen hätte das an diesem Abend eigentlich noch verwundert?

FC Chelsea - SSC Napoli: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung