Champions League: Achtelfinale, Rückspiel

"Wir sind noch nicht da"

Von Für SPOX in der Allianz-Arena: Fatih Demireli
Mittwoch, 14.03.2012 | 09:12 Uhr
Das Münchner Triumvirat: Robben (l., 2 Tore, 1 Vorlage), Ribery (M., 3 Vorlagen), Gomez (4 Tore)
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels: FCB-B04
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Dem 7:1 gegen 1899 Hoffenheim ließ der FC Bayern das 7:0 gegen den FC Basel im Champions-League-Achtelfinale folgen. Während Trainer Jupp Heynckes und Präsident Uli Hoeneß nur lobende Worte finden, tritt die Mannschaft noch auf die Bremse. Große Ziele werden nicht formuliert. Gewonnen ist noch nichts, heißt die Devise. Im Fall von Mario Gomez ist das so nicht ganz richtig.

Uli Hoeneß schlich gemütlich zum breiten Kameraaufgebot in den Katakomben der Allianz Arena, um das 7:0 (3:0) des FC Bayern München gegen den FC Basel zu erklären. Nur einen Zwischenstopp musste Hoeneß noch einlegen.

Xherdan Shaqiri erklärte gerade dem Schweizer Fernsehen das 0:7, bis ihn Hoeneß unterbrach. "Junger Mann", sagte der Bayern-Präsident seinem baldigen Angestellten, schüttelte ihm die Hand und nickte freundlich. Hoeneß - und das zeigte nicht nur die Begegnung mit Shaqiri - war gut drauf.

Wie sollte es dem Bayern-Präsidenten auch anders ergehen? Seine Mannschaft erzielte binnen vier Tagen 14 Tore in der Allianz Arena und erreichte mit dem höchsten Champions-League-Sieg der bajuwarischen Geschichte das Viertelfinale, das nach dem 0:1 im Hinspiel zumindest ein wenig in Gefahr schien.

Hoeneß kritisiert Medien

"Who the f*** is Barcelona", ließen die Bayern-Fans in der ausverkauften Allianz Arena wie schon beim 7:1 gegen Hoffenheim lautstark verlauten. Ja, wer ist denn schon Barcelona, wenn man selbst mehr als ein Dutzend Tore in 180 Minuten aufs Feld zaubert?

Ganz so euphorisch fielen die Urteile der Bayern nicht aus, auch wenn die pure Erleichterung in allen Gesichtern zu erkennen war.

"Jetzt haben wir zweimal gezeigt, was wirklich in der Mannschaft steckt und es hat wirklich Spaß gemacht zuzuschauen", sagt Hoeneß, der fast jedes Tor auf der Tribüne ausgiebig feierte.

In der Stunde des Triumphes knöpfte sich der Bayern-Boss die Medien vor: "Ich habe mich unheimlich geärgert über die eine oder andere Zeitung, die gesagt hat, Jupp Heynckes sei zu alt, er würde die Mannschaft nicht mehr weiterbringen, hätte kein Konzept. Was schreiben dieselben Leute morgen? Damit kann ich nicht leben. In so einem Auf und Ab möchte ich nicht leben und das kotzt mich an."

"Perfektes Spiel"

Während Hoeneß grantelte, war bei Jupp Heynckes keine Spur von Entrüstung, ob der Berichterstattung vor dem Spiel gegen Hoffenheim, die besonders seine Person betraf. Vielmehr begeisterte den Bayern-Trainer der Auftritt seiner Mannschaft: "Das war ein perfektes Spiel."

Und vor allem waren es zwei perfekte Ergebnisse, die die Bayern-Sorgen der letzten Wochen beinahe weggefegt haben. "Immer wenn's drauf ankam, waren die Bayern in der Lage, besondere Leistungen zu zeigen", sagte Bundestrainer Joachim Löw vor dem Spiel. Doch 7:1 und das 7:0 waren mehr als die klassische Bayern-Antwort auf eine Krisensituation.

Die SPOX-Analyse zur Bayern-Gala

Der FC Bayern hätte auf das 0:2 bei Bayer Leverkusen und der heftigen Kritikwelle, die folgte, auf normale bayerische Art antworten können, in dem es zwei Mal humorlos gewinnt. Doch es kam deutlich mehr heraus: Die Münchener legten zwei Gala-Vorstellungen hin, die mehr bedeuten, als drei Punkte in der Bundesliga oder ein Weiterkommen in der Champions League.

"In solchen Spielen muss man da sein. Unter Druck müssen wir unsere Qualität zeigen. Wir haben gezeigt, welches Potenzial wir haben", sagte Arjen Robben. Sowohl der Niederländer, als auch sein Bruder im Geiste, Franck Ribery, sind die Initiatoren des torreichen Aufschwungs. Acht der 14 Toren legten Robben oder Ribery auf und schossen gemeinsam fünf Tore.

"Das Selbstvertrauen ist wieder da"

Gut möglich, dass der krankheitsbedingte Ausfall von Rafinha und die Umstellung, dass Philipp Lahm nach rechts ausweichen musste und David Alaba den linken Part übernahm, dem Bayern-Spiel gut getan haben. Lahm wirkte in beiden Spielen offensiv um einiges präsenter als zuvor, das Zusammenspiel mit Robben klappte genauso gut wie auf der anderen Seite, wo Alaba und Ribery ein gutes Paar abgaben. Denkbar, dass dies ein dauerhaftes Modell bis zum Ende der Saison bleibt.

Den größten Profit der neuen Angriffslust des FC Bayern schlägt Mario Gomez heraus, der drei Mal gegen Hoffenheim und nun vier Mal gegen Basel traf. "Es sieht immer so einfach aus, wenn ich in der Mitte stehe und die Bälle reinmache. Aber die beiden Spieler außen sind beides Weltklassespieler und diese Dribblings muss irgendjemand abschließen und dafür bin ich da", so Gomez.

"Das Selbstvertrauen ist wieder da", so Bayerns Nummer 33, der den Spielball als Präsent mit nach Hause nehmen durfte. "Ich hoffe, meine Kinder werden irgendwann damit spielen", sagte der noch kinderlose Gomez mit einem Augenzwinkern.

Auswärtssiege müssen her

Ein Sonderlob gab es von Robben, der kurioser Weise keines der sieben Gomez-Tore in den letzten beiden Spiele auflegte. "Das ist unglaublich und überragend. Ich freue mich für ihn. Das hat er verdient. Er hatte eine schwierige Zeit, weil er das Tor nicht getroffen hat. Wir haben ihn in der Mannschaft unterstützt und die Qualität zeigt sich immer. Wir brauchen ihn", so Robben zu SPOX.

Robben, Ribery, Gomez in Galaform, das Viertelfinale erreicht, den Rückstand zu Borussia Dortmund - wenn auch minimal - verkürzt. Die Bayern scheinen binnen vier Tagen wieder auf Kurs gekommen, nachdem man nach den Pleiten in Basel und Leverkusen abgedriftet zu sein schien. Jetzt die Trendwende, doch ohne den lang ersehnten Auswärtserfolg bleiben die Heimsiege Stückwerk.

Letztlich haben die Münchener mit zwei Kantersiegen ihre ohnehin überragende Heimbilanz noch weiter verbessert. So sieht es auch Robben: "14 Tore in zwei Spielen sind klasse, aber jetzt kommt ein Auswärtsspiel und ich hoffe, wir können so weitermachen. Wir sind noch nicht da."Auch Vierfach-Torschütze Gomez hält den Ball flach: "Wir haben noch nichts gewonnen, außer ich heute den Ball."

Barca oder Real? Noch nicht

Auffällig zurückhaltend geben sich die Münchener in der Formulierung der Ziele. Das Champions-League-Finale im eigenen Stadion? Robben macht das Spiel nicht mit: "Soweit will ich nicht gehen. Da sind noch gute Mannschaften dabei. Jetzt wird ein noch schwierigerer Gegner kommen."

Wer soll es werden? Ein Wunschlos formulierte keiner, auch wenn die Tendenzen, wer es denn nicht werden soll, sehr deutlich sind. "Die zweiten Favoriten sind Madrid und Barcelona. Mailand ist auch richtig gut", sagt Robben. Lahm klingt nicht anders: "Die Topfavoriten sind immer noch Barcelona und Real Madrid. Es wäre schön, wenn wir diesen Mannschaften aus dem Weg gehen könnten."

Bayern - Basel: Fakten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung