Milan - Barca: Genial ist nicht genial genug

Von SPOX
Donnerstag, 24.11.2011 | 00:32 Uhr
Zlatan Ibrahimovic traf für Milan gegen Barca, konnte die Niederlage aber nicht verhindern
© Getty
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Zlatan Ibrahimovic traf gegen Intim-Feind Pep Guardiola, Kevin Prince Boateng erzielte ein Traumtor, doch Xavi und Lionel Messi waren noch genialer. Dass man nicht unbedingt aufs gegnerische Tor schießen muss, um ins Achtelfinale einzuziehen, bewiesen die Fußball-Götter von APOEL Nikosia. Dazu ein Beinahe-Spielabbruch in Russland und ein Valencia ohne Gnade.

Gruppe E

Bayer Leverkusen - FC Chelsea 2:1 (0:0)

Tore: 0:1 Drogba (49.), 1:1 Derdiyok (73.), 2:1 Friedrich (90.)

Ballbesitz: 51:49 Torschüsse: 8:12 Ecken: 10:0

1:33 Minuten. 93 Sekunden. Oder die Zeit, die Eren Derdiyok für den Ausgleichstreffer gegen Chelsea brauchte. Es war die erste Ballberührung des Schweizers nach seiner Einwechslung in der zweiten Hälfte. So was nennt man dann wohl: Ein goldenes Händchen des Trainers.

Der Treffer markierte für Bayer den Wendepunkt in der Partie. Waren die Blues in den Minuten zuvor der Entscheidung näher, schöpfte Leverkusen durch den Ausgleich neue Hoffnung. Auch wenn die Offensivbemühungen danach nicht gerade durchdacht waren, zählt am Ende das Ergebnis.

Und das stimmte. Dank Manuel Friedrich. Ausgerechnet dank Manuel Friedrich, der sich vor dem Chelsea-Treffer von Didier Drogba zum Narren hat machen lassen. Dass eben dieser Friedrich in der 90. Minute dann eben doch noch zum Helden des Abends wurde - das nennt man dann wohl: Eine dieser Geschichten. Durch den Erfolg über die Londoner ist Bayer schon vorzeitig ins Achtelfinale eingezogen, dem gewonnenem Dreiervergleich mit Chelsea und Valencia sei Dank.

Zur Analyse: Bayer Leverkusen - FC Chelsea

Spieler des Spiels: Michael Ballack (Bayer Leverkusen)

FC Valencia - KRC Genk 7:0 (4:0)

Tore: 1:0 Jonas (10.), 2:0 Soldado (13.), 3:0 Soldado (36.), 4:0 Soldado (39.), 5:0 Pablo Hernandez (68.), 6:0 Aduriz (70.), 7:0 Tino Costa (81.)

Ballbesitz: 58:42 Torschüsse: 24:12 Ecken: 9:8

Knapp schrammte der FC Valencia gegen den KRC Genk am höchsten Sieg der Champions-League-Historie vorbei. Ein Tor fehlte den Spaniern letztlich, um mit dem 8:0 des FC Liverpool gegen Besiktas vor vier Jahren gleichzuziehen.

Schon in der ersten Halbzeit sorgte Roberto Soldado mit einem lupenreinen Hattrick gegen völlig überforderte Belgier für die Entscheidung. Der Lokalmatador traf erstmals in der Champions League dreifach und ist damit in der Torjägerliste mit fünf Toren hinter Mario Gomez und Lionel Messi auf Rang drei.

Der KRC Genk hatte dem spanischen Offensivfeuerwerk um den exzellent aufgelegten Jonas, der ein Tor selbst erzielte und mit Uwe-Bein-Gedächtnispässen in die Gasse immer wieder für Torchancen sorgte, nichts entgegenzusetzen. Lediglich den starken Paraden ihres bemitleidenswerten Torwarts Laszlo Köteles hatten die Belgier es zu verdanken, Besiktas nicht königliche Rekord-Schießbude abzulösen.

Spieler des Spiels: Roberto Soldado (FC Valencia)

Gruppe F

FC Arsenal - Borussia Dortmund 2:1 (0:0)

Tore: 1:0, 2:0 van Persie (49./86.), 2:1 Kagawa (90.+2)

Ballbesitz: 58:42 Torschüsse: 5:9 Ecken: 4:4

Der BVB ist so gut wie draußen. Warum? Weil die Dortmunder nur in der Anfangsphase an die Leistung aus dem Bayern-Spiel anknüpfen und die Ausfälle von Sven Bender (Kieferbruch) und Mario Götze (Knieverletzung) nicht kompensieren konnten. Außerdem hat Arsenal einen gewissen Holländer.

Zur Analyse: FC Arsenal - Borussia Dortmund

Spieler des Spiels: Robin van Persie (FC Arsenal)

Olympique Marseille - Olympiakos Piräus 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Fetfatzidis (82.)

Ballbesitz: 56:44 Torschüsse: 16:9 Ecken: 9:3

Ernesto Valverde und Nicola Rizzoli sind die Protagonisten der Partie zwischen Olympique und Olympiakos: Piräus-Coach Valverde wegen seines goldenen Händchens bei den Einwechslungen, der italienische Schiedsrichter Rizzoli mit einer fatalen Fehlentscheidung in der Schlussphase zu Ungunsten von Marseille.

Valverdes Einwechslungen von Francisco Yeste und Ioannis Fetfatzidis in der zweiten Halbzeit sorgten für das einzige Tor des Spiels. Yestes gab in der 82. Minute mit einem wunderschönen Außenristpass die Vorlage für Fetfatzidis, der mit einem fulminanten Volleyschuss das Tor des Tages markierte.

In der 86. Minute folgte dann der für Marseille tragische Auftritt des italienischen Schiedsrichters: Als Kevin Mirallas einen Konter der Griechen einleiten wollte, nahm er den Ball auf der eigenen Strafraumlinie mit dem Oberarm mit. Rizzoli pfiff zu Recht ab, doch er verlegte den Tatort außerhalb des Strafraums und verwehrte Marseille den fälligen Elfmeter.

Für Olympique eine folgenschwere Fehlentscheidung, denn nach der Niederlage gegen Piräus muss nun im letzten Spiel in Dortmund ein Sieg her, um den zweiten Platz aus eigener Kraft zu sichern. Die Griechen hingegen sind vor dem letzten Spiel nun wieder im Rennen. Gewinnt Dortmund gegen Marseille, würde ihnen bereits ein Unentschieden zu Hause gegen Arsenal zum Weiterkommen reichen.

Spieler des Spiels: Iioannis Fetfatzidis (Olympiakos Piräus)

Gruppe G

Zenit St. Petersburg - APOEL Nikosia 0:0

Besondere Vorkommnisse: Schiedsrichter Dr. Brych musste die Partie zweimal unterbrechen, weil Fans von Zenit das Stadion mit Pyrotechnik vernebelt hatten.

Ballbesitz: 63:37 Torschüsse: 7:0 Ecken: 9:1

Russische Kälte, aber eine hitzige Atmosphäre. Mehrere Chaoten im Zenit-Block steckten kurz vor und kurz nach der Halbzeit alle möglichen brennbaren Gegenstände in Brand. Schiedsrichter Dr. Felix Brych unterbrach das Spiel vor dem Wechsel für drei und später noch einmal für sieben Minuten, weil alles voller Rauch war.

Die Partie stand kurz vor dem Abbruch, doch die Zenit-Fans rissen sich schließlich zusammen.

Sportlich ist das Spiel schnell erzählt. St. Petersburg rannte 90 Minuten vergeblich an, Nikosia verteidigte mit Mann, Maus und Glück und schaffte den einen Punkt, um sich vorzeitig für das Achtelfinale zu qualifizieren. Ein Riesenerfolg für die Zyprer!

Spieler des Spiels: Danny (Zenit St. Petersburg)

Schachtjor Donezk - FC Porto 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Hulk (79.), 0:2 Rat (90./Eigentor)

Ballbesitz: 60:40 Torschüsse: 6:8 Ecken: 9:5

Bei -7 Grad gingen die Gastgeber in der ersten Halbzeit volles Risiko. Logisch - nur ein Sieg hätte Schachtjors Chancen aufs Achtelfinale aufrechterhalten. Doch die Ukrainer hatten Pech: Adriano traf mit Schmackes nur den rechten Pfosten, Fernandinho köpfte kurz vor der Pause haarscharf links am Tor vorbei.

Von Porto war lange Zeit nichts zu sehen, die Gäste spielten schön statt zielstrebig. Doch es gibt ja noch einen Hulk. Aus dem Nichts erzielte Portos Stürmer den Führungstreffer, weil sich Donezk-Keeper Ribka und Verteidiger Hübschmann nicht einig waren. In der Schlussminute hielt Rat den Fuß in einen scharfe Flanke von rechts - das 0:2.

Porto steht bei einem Sieg im letzten Spiel gegen Zenit sicher im CL-Achtelfinale, für das hoch eingeschätzte Donezk ist bereits alles vorbei - inklusive Europa League. Eine miese Bilanz und das auch noch in der leichtesten Gruppe.

Spieler des Spiels: Hulk (FC Porto)

Gruppe H

BATE Borissow - Viktoria Pilsen 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Bakos (42.)

Ballbesitz: 60:40 Torschüsse: 18:15 Ecken: 7:11

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar: ein Endspiel um Platz drei. Doch nur die Gäste aus Pilsen schienen das begriffen zu haben. Die Tschechen spielten Borissow an die Wand und hatten gleich mehrere gute Gelegenheiten.

Borissow spielte auf Konter, hatte aber außer ein paar harmlosen Distanzschüssen in der Offensive nichts zu bieten. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Bordatschew, doch er traf nur die Latte.

Pilsen war in einem weitgehend unansehnlichen Spiel die cleverere Mannschaft und hat beste Aussichten, in die Europa League einzuziehen. Borissow benötigt für dieses Kunststück eine Pleite von Plisen gegen Milan (wahrscheinlich) und einen Sieg im Camp Nou. In der Geschichte der Champions League gab es selten ein aussichtsloseres Unterfangen.

Spieler des Spiels: Milan Petrzela (Viktoria Pilsen)

AC Milan - FC Barcelona 2:3 (1:2)

Tore: 0:1 van Bommel (14./Eigentor), 1:1 Ibrahimovic (20.), 1:2 Messi (31./Elfm.), 2:2 Boateng (54.), 2:3 Xavi (63.)

Ballbesitz: 40:60 Torschüsse: 3:6 Ecken: 4:3

Knapp 79.000 Zuschauer im Stadion und 150 Millionen Menschen vor dem Fernseher waren dabei. Zu Recht! Es wurde großer Sport geboten in San Siro. Ibrahimovic hielt die hüftsteife Defensive von Barca auf Trab und erzielte sein Tor gegen Intim-Feind Pep Guardiola.

Doch Barca kommt bekanntermaßen in Schwung, je klangvoller der Name des Gegners ist. Das Tor von Boateng? Genial. Xavi? Genial. Messi? Genial, mit einem Schönheitsfehler. Beim Elfmetertor verzögerte er derart übertrieben, dass Schiedsrichter Wolfgang Stark den Strafstoß wiederholen ließ und Messi zusätzlich die Gelbe Karte zeigte.

Milan hielt dagegen und schlug alleine in Hälfte eins 14 Flanken. Die Rossoneri betrieben allerdings extrem viel Aufwand, der gegen Ende seinen Tribut forderte. Barcelona hat nun mehr seit fünf Jahren oder 16 Gruppen-Spielen in der Königsklasse auswärts in der Gruppenphase nicht mehr verloren. Noch Fragen?

Spieler des Spiels: Xavi (FC Barcelona)

Wer kommt weiter, wer scheidet aus? Jetzt im Tabellenrechner tippen!

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