Champions League: Gruppe F, 3. Spieltag

Dortmund zu schlecht für Europa

Von Florian Bogner
Mittwoch, 19.10.2011 | 22:39 Uhr
Konsternierte Dortmunder - mittlerweile ein gewohntes Bild in der Champions League
© Getty
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Für Borussia Dortmund ist die K.o.-Runde der Champions League in weite Ferne gerückt. Am 3. Spieltag der Gruppe F verlor der deutsche Meister nach indiskutabler Leistung mit 1:3 (1:2) beim griechischen Meister Olympiakos Piräus und muss damit ernsthaft ums Überwintern im internationalen Geschäft bangen.

Im Georgios-Karaiskakis-Stadion brachte der Deutsch-Grieche Jose Holebas, ehemals 1860 München, die Gastgeber früh in Führung (8.). Dortmund antwortete durch Robert Lewandowski (26.), fing sich aber noch vor der Pause das 1:2 durch Rafik Djebbour (40.).

Das 3:1 von Francois Modesto (78.) machte dann alle Dortmunder Hoffnungen auf den ersten Sieg zunichte. Der BVB belegt damit nach der Hinrunde der Gruppe F mit nur einem Zähler den letzten Platz.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Olympiakos im 4-2-3-1 mit dem Ex-Löwen Holebas in der Startelf und zwei Änderungen im Vergleich zum 1:1 bei AEK Athen zuletzt: Die erfahrenen Mellberg und Makoun spielen für David Fuster (Rippenbruch) und Abdoun (Bank). Draußen sitzt auch der ehemaliger Berliner Pantelic. Fejsa, Torosidis und Yeste fehlen verletzt.

Der BVB wieder mit Piszczek, Schmelzer und Kagawa in der Startelf. Löwe und Großkreutz sitzen dafür draußen. Owomoyela fehlt ebenso verletzt wie Barrios.

5.: Langer Ball von Hummels an den Sechzehner. Lewandowski legt per Kopf auf Kagawa. Der holt den Ball mit der Brust runter, lupft dann aber freistehend drüber.

8., 1:0, Holebas: Bender klärt genau auf Marcano, der flankt von links aus vollem Lauf. Hummels verschätzt sich, Schmelzer verliert das Kopfballduell gegen Holebas. Erstes Europacup-Tor für den Ex-Löwen.

26., 1:1, Lewandowski: Götze geht auf rechts ab, legt dann an den Sechzehner. Lewandowski nimmt den Ball in aller Ruhe an und versenkt links unten. 1. CL-Tor.

36.: Lewandowski bedient Perisic links im Strafraum, Costanzo pariert dessen Schuss aus spitzem Winkel.

40., 2:1, Djebbour: Mirallas passt von rechts flach vors Tor. Djebbour nimmt den Ball an, dreht sich und schießt. Subotic schaut nur zu, Weidenfeller sieht unglücklich aus. 1. CL-Tor.

44.: Wieder Mirallas über rechts, wieder Djebbour in der Mitte frei - sein Volley-Aufsetzer trudelt knapp rechts vorbei.

62.: Freistoßflanke Ibagaza aus dem rechten Halbfeld, direkt auf den Schädel von Modesto. Der köpft Weidenfeller die Kugel in die Arme.

65.: Konter Olympiakos. Djebbour flankt von rechts, Schmelzer lässt durch, Mirallas schlägt frei vor dem Tor ein Luftloch.

66.: Kuba taucht frisch eingewechselt frei vor Costanzo auf, schießt aber zu überhastet aus 17 Metern links vorbei.

78., 3:1, Modesto: Freistoß Ibagaza von links, Modesto springt höher als Schmelzer - drin. Auch sein erstes Tor in der Königsklasse.

Fazit: Dortmund defensiv mit viel zu vielen Fehlern, um Zählbares zu holen. Olympiakos reichte eine durchschnittliche Leistung zu einem ungefährdeten Sieg - das sagt alles.

Der Star des Spiels: Kevin Mirallas. Der Belgier war an nahezu jeder gefährlichen Szene der Hausherren beteiligt, gewann nach Mellberg die meisten Zweikämpfe und machte beide Dortmunder Außenverteidiger gleichermaßen nass. War am 1:0 beteiligt, dazu mit der Vorlage zum 2:1.

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Der Flop des Spiels: Marcel Schmelzer. Dem Linksverteidiger merkte man die fehlende Spielpraxis an. Schmelzer spielte vollkommen verunsichert, hatte eine miserable Zweikampfquote gegen Mirallas und sah zudem bei allen drei Gegentoren schlecht aus.

Der Schiedsrichter: Bas Nijhuis (Niederlande). Hatte sein erstes Champions-League-Spiel jederzeit im Griff. Nijhuis sah ein Abseitstor von Lewandowski richtig (15.), hätte Götze allerdings nach einem Foul von Mellberg einen Elfmeter zusprechen müssen (24.). Ansonsten tadellos.

Analyse: Dortmund mit einer Doublette des Marseille-Spiels - vorne anständig, hinten in den entscheidenden Momenten nicht champions-league-reif. Der BVB hatte im ersten Durchgang ein Mehr an Chancen (8:5 Torschüsse) und Ballbesitz (53 Prozent), lag aber trotzdem zum dritten Mal in dieser Königsklassen-Saison zur Pause hinten.

Erneut waren dafür krasse individuelle Fehler ausschlaggebend: Beim ersten Gegentor klärte Bender nicht konsequent genug, Hummels sprang unter dem Ball durch und Schmelzer ließ sich von Holebas wegdrücken. Beim zweiten Gegentor verschlief der BVB einen Einwurf und Djebbour durfte trotz Dortmunder Überzahl im Strafraum abschließen.

Subotic bewies dabei eindrucksvoll, dass er nicht zu den wendigsten Verteidigern gehört, Weidenfeller hätte den Schuss parieren müssen.

Zudem rutschten die BVB-Abwehrspieler mehrfach aus - ein Umstand, der sich schon durch die gesamte Saison zieht und sich nicht nur durch rutschiges Geläuf erklären lässt.

Mit dem 2:1 im Rücken zog sich Olympiakos im zweiten Durchgang tief in die eigene Hälfte zurück und ließ Dortmund kommen. Dem BVB mangelte es jedoch erneut an Kreativität und Inspiration.

Klopp brachte zunächst Leitner für den irrlichternden Gündogan, später brachte er Kuba für die rechte Seite. Götze wechselte nach links, Perisic rückte in den Angriff auf. Keine der Maßnahmen fruchtete jedoch - stattdessen fing sich der BVB mit dem dritten vermeidbaren Treffer den K.o.-Schlag ein.

Olympiakos Piräus - Borussia Dortmund: Daten zum Spiel

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