Vielleicht sogar ein Segen

Von Stefan Rommel
Donnerstag, 25.11.2010 | 09:25 Uhr
Das 0:3 bei den Spurs war für Werder Bremen die dritte Niederlage im fünften CL-Spiel
© Getty
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Werder Bremen ist nach dem 0:3 (0:2) bei Tottenham Hotspur sowohl aus der Champions League als auch aus der Europa League ausgeschieden. Trainer Thomas Schaaf und Sportdirektor Klaus Allofs gewinnen der Niederlage auch Positives ab. Vielleicht war das Aus im Europapokal in der Tat ein Segen für die Hanseaten.

Reaktionen:

Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen): "Vom Ergebnis her war das sicherlich nicht gut, wir hatten und etwas anderes erhofft. Aber es gab auch gute Dinge, wie die Leistung von Dominik Schmidt. Wir hatten Passagen, in denen wir den Gegner gut begrenzt haben und wenig zugelassen haben. Leider ging nach vorne nichts. Es ging darum, dass wir Dinge besser machen wollen, große Schritte können wir im Moment eben nicht machen. Als Mannschaft können wir die Dinge im Moment nicht umsetzen. Die Etablierten wie die Jungen. Als ich das Amt übernommen haben hatten wir eine wesentlich schlechtere Position."

Klaus Allofs (Sportdirektor Werder Bremen): Unzufrieden kann man nicht sein. Dafür war es heute ein Spiel zweier ungleicher Mannschaften. Tottenham war heute nicht unsere Kragenweite. Unsere jungen Spielen haben das toll gemacht. Es gibt einige positive Aspekte.

Tabelle der Bremen-Gruppe

Per Mertesacker: "Es ist wichtig, dass wir das akzeptieren, dass wir heute zurecht verloren haben. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Aber insgesamt war es keine leichte Aufgabe. Man muss versuchen, positive Dinger herauszufiltern. Wir haben versucht, es so gut wie möglich runterzuspielen. Ich bin trotz allem positiv gestimmt, dass wir unseren Fans am Sonntag zeigen, dass wir mehr drauf haben als nur zu verlieren.

Nachbetrachtung:

Werder Bremen hat sich sang- und klanglos aus der Königsklasse verabschiedet. Eigentlich sollte die letzte Partie in zwei Wochen gegen Titelverteidiger Inter Mailand zum Höhepunkt und womöglich sogar zu einem kleinen Finale um den Einzug ins Achtelfinale werden.

Jetzt verkommt das große Spiel zu einem Kick ohne sportlichen Wert für die Bremer. Dann geht es lediglich noch um ein wenig Renommee und 800.000 Euro Siegprämie der UEFA.

Dass die Bremer in einer sehr starken Gruppe gelandet sind, war klar. Aber nur zwei Punkte nach fünf Spielen sind auch in der zugegeben sehr anspruchsvollen Gruppe deutlich zu wenig und nicht der Anspruch einer Mannschaft, die in den letzten Jahren quasi Dauergast in der Champions League war.

Dass es letztlich nicht mal zum Einzug in die Trostrunde Europa League reichte, ist dabei nur umso enttäuschender. Allerdings ist das komplette Aus in Europa angesichts des Saisonverlaufs und im Hinblick auf den Rest der Bundesliga-Saison vielleicht sogar ein kleiner Segen.

Jetzt können sich die Bremer komplett auf den Alltag in der Liga konzentrieren, der schwer genug werden wird. Und vor allem: Die Verantwortlichen können jetzt sehr genau hinschauen, wer in der schwierigen Phase mitzieht und wer nicht. Dass ein gewisser Umbruch nach der Saison eingeleitet werden muss, dürfte jedem klar sein.

Die Spurs dagegen hatten vor der Saison gehörigen Respekt vor der Königsklasse und ihrer Gruppe. Dass die Londoner jetzt bei ihrer ersten Champions-League-Teilnahme überhaupt durchmarschieren und am Ende sogar vor Titelverteidiger Inter als Erster abschließen, war so nicht zu erwarten.

Aber Tottenham ist definitiv eine der positiven Überraschungen der bisherigen Saison und hat mit Gareth Bale einen Spieler hervorgebracht, der sich wie kaum ein anderer ins Rampenlicht gespielt hat.

Analyse: Bremen bei den Spurs chancenlos

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