Machtdemonstration in London

FC Barcelona: Mehr als ein Sieg

Von Jochen Tittmar
Sonntag, 29.05.2011 | 15:36 Uhr
Für den FC Barcelona und Trainer Pep Guardiola war es der zweite CL-Sieg in drei Jahren
© Getty
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
Rom -
Bologne
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Club Brugge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

Der Champions-League-Sieg des FC Barcelona gegen Manchester United war nicht nur eine Anschauung spielerischer Perfektion, sondern auch eine weitere Bestätigung für das Selbstverständnis des Vereins. Und dies ganz unabhängig von Lionel Messis außerirdischer Leistung.

Als die Feierlichkeiten nach der Übergabe der Trophäe auf dem Wembley-Rasen ihre Fortführung fanden, schwenkte eine Fernsehkamera weg von den jubelnden Barcelona-Spielern.

Sie fing Pep Guardiola ein.

Der Trainer hielt wie so oft bei Titelfeiern einen gebührenden Abstand zu seinen ekstatischen Spielern und trabte hinterher. Als er sah, dass ihn die Kamera einfing, ballte er jubelnd die Faust und setzte ein breites Lächeln auf.

Sieg des Selbstverständnisses

An sich eine Normalität. Im Falle Guardiola war dies aber ein seltener emotionaler Ausbruch. Auch wenn er sich schnell wieder "im Griff" hatte, - so sieht man den 40-Jährigen nicht oft.

Natürlich ist der Gewinn der Champions League für einen Trainer die größtmögliche Genugtuung. Da dürfte es sogar einige geben, denen es am Ende ganz egal ist, wie das Ziel erreicht wurde.

Guardiola gehört ganz sicher nicht dazu. Für ihn hat am Samstag nicht einfach nur der FC Barcelona die Königklasse gewonnen. Es hat die gesamte Identität, die Seele und das Selbstverständnis des Klubs gesiegt. Kombiniert mit einer von der Vereinsphilosophie vorgegebenen Spielidee, die Guardiola mit seinen eigenen Vorstellungen vom Barca-Fußball verfeinert hat.

So einseitig wie selten

"Der Triumph bedeutet mir sehr viel. Es ist wahnsinnig wichtig für uns. Ich bin wahnsinnig stolz, wie wir gespielt haben. Wir haben das Spiel perfekt kontrolliert", war eines seiner ersten Statements nach der Partie.

Javier Mascherano drückte es noch genauer aus: "Wir sind erfreut, dass wir so gespielt haben, wie wir gerne spielen. Das ist wirklich toll für uns. Wir versuchen, jederzeit in Ballbesitz zu sein und den Großteil des Spiels in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Das ist uns gelungen."

Selten sah man ein solch einseitiges Finale wie jenes in London. Darüber kann auch nicht hinwegtäuschen, dass Manchester United die ersten zehn Minuten gehörten und der englische Rekordmeister schnell auf den Rückstand antwortete.

"Eine tolle Philosophie"

Es hat sich gezeigt, dass die Art von Fußball, wie Barcelona ihn spielt, im Grunde nicht zu verteidigen, geschweige denn zu besiegen ist. Erst recht nicht, wenn man die Katalanen in wirklich entscheidenden Partien zu bespielen hat - das Pokalendspiel gegen Real Madrid bildet da eine rare Ausnahme. Wie United in der zweiten Halbzeit abgewatscht und eine halbe Stunde vor dem Ende bereits zur Kapitulation gezwungen wurde, ist beinahe eine Frechheit.

"Wenn man sich unsere Vergangenheit anschaut, dann haben wir niemals gegen ein solches Team gespielt", sagte ein ratloser Nemanja Vidic.

Auch United-Trainer Sir Alex Ferguson wirkte seltsam apathisch, als er nach Spielende bei der Pressekonferenz hockte und sein Fazit zog: "Im Moment sind sie in großer Form und die Besten in Europa. Sie haben eine tolle Philosophie", so der Schotte. "Es war unmöglich, Messi zu kontrollieren."

Audi Cup 2011: Hier kannst du Bayern, Barca und Milan live erleben!

Messi der beste Fußballer der Welt

Ein Eingeständnis, dass Ferguson am meisten wurmen dürfte. Man darf getrost davon ausgehen, dass sich Ferguson seit Wochen den Kopf darüber zerbrochen hat, wie man die Zuspiele auf Messi unterbinden und dessen Wirkungskreis einengen könne. Da geht es ihm nicht anders als jedem anderen Übungsleiter. Aber Ferguson ist eben kein x-beliebiger Coach, sondern einer, von dem man eine erfolgsversprechende Lösung dieses Problems erwarten kann.

Doch Fergusons Maßnahmen gingen kolossal daneben. Messi lieferte eine abermals grandiose Leistung ab. Die letzten Zweifel - sollte es denn welche gegeben hatte -, wer derzeit der beste Fußballspieler der Welt ist, dürften beseitigt sein.

BlogEndspiel-Analyse von Taktikecke

Es ist eine wahre Freude zu sehen, mit welcher Unaufgeregtheit, Ruhe und unglaublichen Genialität der Argentinier ein solches Match herunterspielt.

Guardiola will Vertrag erfüllen

"Lionel ist vielleicht der beste Spieler aller Zeiten. Er machte den Unterschied, er ist einzigartig", schwärmte Guardiola, dessen Zukunft auch nach Spielschluss weiter ein Thema war.

Ob er jetzt seiner Wege gehe, wurde er gefragt. "Ich sage es noch einmal: Ich habe ein weiteres Jahr Vertrag und beabsichtige, ihn zu erfüllen. Ich bin glücklich, der Trainer dieser Jungs zu sein, aber das ist auch kein einfacher Job", verriet Guardiola.

Eigentlich kann man sich Guardiola kaum bei einem anderen Verein vorstellen. Warum auch sollte er oder sonst jemand in diesem Klub daran interessiert sein, dieses phänomenale Team zu verlassen?

Zumal er Charaktere in seiner Truppe hat, die nach einem solchen Match Statements zum Besten geben wie David Villa: "Wenn Sie uns kennen, dann wissen Sie, dass wir uns niemals ausruhen. Wir haben Ehrgeiz, Potenzial und sind hungrig auf Titel. Wir dürfen diese Zeit nicht verschwenden."

FC Barcelona - Manchester United: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung