Champions League - Achtelfinale

Tottenham gewinnt Schlacht von San Siro

Von Thomas Gaber / Felix Mattis
Mittwoch, 16.02.2011 | 12:21 Uhr
Milans Robinho (l.) hatte gegen Tottenhams Sandro einen schweren Stand
© Getty
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Tottenham Hotspur hat das Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals beim AC Milan mit 1:0 (0:0) gewonnen und damit gute Chancen, beim ersten Auftritt in der Königsklasse gleich die Runde der letzten Acht zu erreichen. Das Siegtor erzielte Peter Crouch in der 80. Minute. Gennaro Gattuso droht derweil eine Sperre.

Für Milan war es bei strömendem Regen im Giuseppe-Meazza-Stadion die erste Pflichtspiel-Niederlage nach zuletzt zehn ungeschlagenen Spielen.

Gennaro Gattuso droht nach seinem Ausraster nach Spielschluss zudem eine längere Sperre. Die UEFA leitete am Mittwoch ein Disziplinarverfahren gegen den Milan-Kapitän ein.

Gattuso war nach dem Schlusspfiff auf Tottenhams Co-Trainer Joe Jordan zugerannt und hatte dem ehemaligen Milan-Profi einen Kopfstoß verpasst. Zuvor hatte er Jordan an der Seitenlinie auch am Hals gewürgt.

Gleich nach Spielschluss entschuldigte sich der 33-Jährige vor den TV-Kameras: "Ich habe den Kopf verloren und einen großen Fehler gemacht. Es gibt keine Entschuldigung für das, was ich getan habe. Obwohl mir Jordan die komplette zweite Halbzeit auf die Eier gegangen ist, hätte ich nicht so reagieren dürfen. Was wir uns gesagt haben, werde ich nicht verraten, aber wir haben uns auf Schottisch unterhalten. Ob mich jetzt eine Sperre erwartet? Ich werde jede Entscheidung akzeptieren."

Für das Rückspiel in London ist der Weltmeister von 2006 wegen seiner dritten Gelben Karte im laufenden Wettbewerb ohnehin gesperrt.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Milan ohne die in der Königsklasse nicht spielberechtigten van Bommel und Cassano im 4-3-1-2. Pirlo und Ambrosini fehlen verletzt, Pato sitzt auf der Bank. Merkel bleibt zu Beginn ebenfalls draußen.

Tottenham muss auf Bale (Rückenverletzung) verzichten. Im 4-2-3-1 gibt Winter-Neuzugang Sandro im zentralen Mittelfeld sein Champions-League-Debüt. Modric und Kranjcar zunächst auf der Bank.

18.: Milan-Keeper Abbiati muss raus. Bei einer Flugeinlage bekam er das Knie von Crouch an den Hinterkopf, benommen taumelt er auf die Trage. Amelia kommt.

42.: Van der Vaart hält aus 20 Metern drauf. Ein netter Schuss mit viel Schmackes, nur leider zu unplatziert. Amelia fährt den Arm aus und pariert mit einer Flugeinlage.

50.: Ecke für Milan von rechts und der zweite Ball landet an der Strafraumgrenze halbrechts bei Gattuso. Der setzt eine gefühlvolle Flanke vors Tor, Yepes köpft auf den linken Winkel. Gomes pariert großartig.

60.: Corluka muss nach einem brutalen Einsatz von Flamini mit gestreckten Beinen an der Außenlinie verletzt vom Platz.

61.: Ecke für Milan von rechts und Yepes kommt am langen Pfosten zum Kopfball. Doch wieder reißt Gomes die Arme hoch und pariert glänzend.

76.: Gattuso kommt gegen Pienaar zu spät und regt sich danach einmal mehr völlig übertrieben über den Foul-Pfiff auf. Gattuso sieht eine verdiente Gelbe Karte, die ihn fürs Rückspiel sperrt.

80., 0:1, Crouch: Die Spurs kontern über Lennon, der den Ball in der eigenen Hälfte bekommt und dann 40 Meter weit auf Yepes zurast. Der Milan-Verteidiger grätscht, aber Lennon zieht vorbei und schiebt von rechts in die Mitte zu Crouch, der den Ball an Amelia vorbei ins linke Eck platziert.

Fazit: In einer hitzigen Partie gewinnt der Außenseiter nicht unverdient bei in der Offensive weitgehend einfallslosen Rossoneri.

Der Star des Spiels: Aaron Lennon. In der ersten Halbzeit dribbelte der Flügelflitzer der Spurs Milans Linksverteidiger Antonini Knoten in die Beine und schlug gefährliche Flanken. Nach der Pause war nicht viel von ihm zu sehen, doch mit seinem überragenden Solo vor Crouchs Führungstor entschied Lennon das Spiel.

Der Flop des Spiels: Clarence Seedorf. Ein Abend zum Vergessen für den viermaligen CL-Sieger. Seedorf sah gegen Palacios keine Sonne und fand überhaupt keine Bindung zu den Spitzen Robinho und Ibrahimovic. Selbst seine Passsicherheit kam ihm gegen die Spurs abhanden. Seedorf wurde in der Pause ausgewechselt.

Der Schiedsrichter: Stephane Lannoy aus Frankreich fand nicht das richtige Maß bei der Bewertung der Zweikämpfe. Mal ließ er das Spiel großzügig laufen, mal pfiff er harmlose Körperberührungen ab. Flamini hätte für sein brutales Foul mit gestreckten Beinen die Rote Karte sehen müssen (55.). Dass Gattuso erst in der 75. Minute die Gelbe Karte sah, ist Lannoys übertriebener Gnädigkeit zu verdanken.

Analyse: Nicht wie erwartet Milan, sondern Tottenham bestimmte die Partie in der Anfangsviertelstunde. Die Spurs standen insgesamt sehr hoch und griffen Milan mit teilweise sechs Mann in deren Hälfte an. Allein in den ersten zehn Minuten schlugen die Gäste neun Flanken, immer auf Crouch, der meistens am langen Pfosten lauerte.

Milan bekam keinen Zugriff, auch die zweiten Bälle landeten stets bei den Spurs. Der aggressive Palacios trat Seedorf auf die Füße und Sandro bewies Zweikampfstärke und Spielübersicht. Echte Torchancen bekam Tottenham dennoch nicht, dafür war das Spiel mit Flanken auf Crouch zu eindimensional. Erst nach einer knappen halben Stunde kam Milan besser ins Spiel, gelungene Offensivaktionen zeigte aber nur Ibrahimovic und das auch nur in Ansätzen. Torschüsse der Gastgeber in Hälfte eins: null.

Zur zweiten Halbzeit brachte Allegri Pato für den indisponierten Seedorf. Das Spiel der Rossoneri wurde aber nur bedingt besser. Zwar igelten sich Milan mehr und mehr in der Hälfte der Spurs ein, gefährlich wurde es aber nur nach ruhenden Bällen.

Tottenham kam durch Milans harte Gangart nach der Pause aus dem Rhythmus. Nach Flaminis heftigem Einsatz gegen Corluka drehte Milans Kapitän Gattuso förmlich durch und griff einem Spurs-Betreuer und Crouch mit der Hand ins Gesicht.

Fußballerisch dominierte Milan die zweite Halbzeit gegen kräftemäßig abbauende Spurs, die aber einen Konter perfekt setzten und sich eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel schufen. Nach dem Spiel kam es erneut zu Handgreiflichkeiten mit Gattuso als Hauptdarsteller.

Milan - Tottenham: Daten & Fakten zum Spiel

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