Champions League, 6. Spieltag: SPOX-Top-11

Drei Bayern und ein schwäbischer Comebacker

Von SPOX
Donnerstag, 10.12.2009 | 00:23 Uhr
Die SPOX-Elf des 6. Champions-League-Spieltags: Im 3-4-3 und mit vier Bundesligaspielern
© Getty
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Nach dem tollen Auftritt gegen Juventus Turin ist der FC Bayern in der SPOX-Champions-League-Elf natürlich prominent vertreten: Gleich drei Mann haben den Sprung geschafft. Dazu von der Redaktion auserkoren: Ein Kopfballungeheuer mit Handschuhen, ein schwäbischer Comebacker und ein Wölfeschreck.

Sinan Bolat (Standard Lüttich): Keine Frage, der Türke in Diensten von Standard Lüttich hat sich seinen Platz in der Top-Elf redlich verdient. Der glatzköpfige Goalie war am Gegentreffer schuldlos, vereitelte einige Chancen der Gäste aus Alkmaar und markierte mit einem überragenden Kopfball in der 95. Minute den Ausgleich.

Daniel van Buyten (Bayern München): Einfach stark, was der Belgier für den deutschen Rekordmeister abliefert. Gegen Juventus war er einmal mehr der Turm in der Schlacht. Leitete mit zwei Kopfbällen zwei Treffer der Bayern vor.

Bruno Alves (FC Porto): Der FC Porto war am sechsten Spieltag zu Gast in Madrid, und gegen das erschreckend schwache Atletico hatten die Portugiesen keine Mühe. Einer der Hauptgründe: Verteidiger Bruno Alves, der in der Defensive fast nichts zuließ - und schon in der 2. Minute mit seinem Treffer die Weichen auf Sieg stellte.

Leonardo Geraldo (Olympiakos Piräus): Leonardo zog auf der linken Außenbahn ein tolles Wechselspiel mit Raul Bravo auf. Wann immer der Brasilianer vorne auftauchte wurde es gefährlich - wie etwa beim Siegtreffer gegen Arsenal, den er höchstpersönlich besorgte. Und hinten verhinderte er mit einer Rettungstat auf der Linie den späten Ausgleich.

Sami Khedira (VfB Stuttgart): Der Sechser im VfB-Mittelfeld war nach einer Überlastungsreaktion im Mittelfuß sieben Wochen ausgefallen, im Endspiel gegen Urziceni feierte er sein Comeback. Und was für eins: Khedira war überall, hatte hinten das Spiel im Griff und bereitete vorne zwei Treffer vor. Mit Khedira ist Stuttgart eine andere Mannschaft.

Cristiano Ronaldo (Real Madrid): Nicht zum ersten Mal hatte man den Eindruck, dass das Spiel von Real Madrid mit der Leistung des Portugiesen steht und fällt. Mit zwei Toren - in der 5. und der 80. Minute - hatte Ronaldo maßgeblichen Anteil daran, dass die Galaktischen einen weiteren Sieg einfuhren und das schon sichere Weiterkommen erneut bestätigten.

Michel Bastos (Olympique Lyon): Viele Spieler aus der Lyon-Offensivabteilung wären hier in Frage gekommen. Gegen das schwache Debrecen spielten sich mehrere Akteure in den Vordergrund. Doch Bastos war der stärkste von allen, bereitete ein Tor vor und traf selbst noch zwischenzeitlichen 2:0. Mit seiner quirligen und beweglichen Art erinnert der Mittelfeldmann an Florent Malouda.

Bastian Schweinsteiger (Bayern München): "Bastian hat sein bestes Spiel gemacht, seit er beim FC Bayern ist", jubelte Karl-Heinz Rummenigge nach dem Sieg gegen Juve. Das sagt eigentlich schon alles. Immerhin kickt Schweinsteiger bereits seit elf Jahren in München. Als Abräumer neben Mark van Bommel war er defensiv unheimlich präsent, schaltete sich aber immer wieder nach vorne ein und gab zahlreiche Torschüsse ab.

Michael Owen (Manchester United): 3:1 gewann ManUtd. gegen Wolfsburg, alle drei Treffer markierte Michael Owen. Der von Verletzungen so oft gebeutelte Goalgetter zeigte mal wieder, dass er es auch mit bald 30 Jahren immer noch drauf hat.

Mario Balotelli (Inter Mailand): Dem Italiener mit ghanaischen Wurzeln ist es zu verdanken, dass Inter das Spiel gegen Rubin Kasan überstand. In der ersten Hälfte legte er mit einem überragenden Hackentrick das 1:0 durch Eto'o auf, in der zweiten hatte er dann selbst reihenweise Torchancen - die er sich zum Teil auch noch selbst erarbeitete. Einen Freistoß nutzte er zu einem 110-km/h-Hammer. Leider schied Balotelli in der 77. Minute angeschlagen aus.

Ivica Olic (Bayern München): Der dritte Bayer in der Top-Elf hat sich seinen Platz vor allem dank seiner Pferdelunge verdient. Olic rannte Turin förmlich in Grund und Boden, sorgte für ständige Unruhe und riss zahlreiche Löcher. Mit dem Treffer zum 2:1 krönte er "mein bestes Spiel für eine Vereinsmannschaft".

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