Champions League - 6. Spieltag

1:3! Wolfsburg scheitert an sich selbst

Von Stefan Rommel
Dienstag, 08.12.2009 | 22:40 Uhr
Der feine Unterschied: Wolfsburgs Barzagli (r.) vergab seine Chance, Owen traf dreimal eiskalt
© Getty
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Der VfL Wolfsburg hat den Einzug ins Achtelfinale der Champions League verpasst. Der deutsche Meister verlor am 6. und letzten Spieltag der Vorrundengruppe B gegen Manchester United mit 1:3 (0:1).

Durch die Niederlage und den gleichzeitigen Sieg von ZSKA Moskau bei Besiktas Istanbul rutschte der VfL noch auf Rang drei in der Tabelle ab, der den automatischen Einzug in die Europa League bedeutet.

Die Tore vor 26.490 Zuschauern in der VW-Arena in Wolfsburg erzielten Michael Owen mit einem Dreierpack für die Gäste (44./83./91.) und Edin Dzeko für Wolfsburg (56.).

"Ich bin niedergeschlagen. Die Mannschaft hat alles gegeben und hätte es aus meiner Sicht verdient gehabt. Wir haben die ganze zweite Halbzeit dominiert, Druck gemacht und alles versucht. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen", sagte VfL-Coach Armin Veh.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Wolfsburg wie zuletzt in der Bundesliga gegen Freiburg. Barzagli in der Innenverteidigung, Hasebe im rechten Mittelfeld und Grafite neben Dzeko im Sturm.

United ohne die komplette Abwehrkette: Rio Ferdinand, Nemanja Vidic, Gary Neville, John O'Shea, Jonny Evans, Wes Brown und Torhüter Edwin van der Sar. Dazu noch Wayne Rooney, Ryan Giggs und Dimitar Berbatow. Also beginnen Carrik und Fletcher in der Innenverteidigung, Park als rechter Verteidiger. Einzige Spitze ist Owen, dahinter drei offensive Mittelfeldspieler.

12.: Hasebe stürmt in halblinker Position in den Strafraum. Carrick räumt den Japaner trotzdem klar ab - aber Schiri Kuipers Pfeife bleibt stumm. Klare Fehlentscheidung.

18.: Ecke Misimovic von rechts. Barzagli ist am Fünfer aber mal sowas von frei, köpft unbedrängt - aber einen Meter drüber.

22.: Riether hat rechts viel Zeit zum Flanken. Gutes Ding auf den zweiten Pfosten, wo Misimovic völlig blank steht. Kopfball aus sieben Metern - knapp drüber.

41.: Hasebe hat Platz und zieht aus 20 Metern satt ab. Kuszczak ist mit den Fingerspitzen im rechten Winkel und kratzt das Ding noch raus.

44., 0:1, Owen: Riether lässt Nani flanken. Im Fünfer geht Barzagli mit Welbeck mit, Schäfer rückt nicht rechtzeitig ein, Benaglio bleibt auf der Linie kleben. Owen ist da, nutzt die Fehlerkette und nickt aus drei Metern locker ein.

Halbzeit-Fazit: Wolfsburg rennt an, vergibt die Chancen - und United macht das Tor. Völlig unverdient, aber so spielen halt auch Spitzenmannschaften...

56., 1:1, Dzeko: Schäfer und Gentner mit einem Doppelpass und der linke Verteidiger gibt die Kugel direkt herein. Im Zentrum wuchtet Dzeko den Ball aus sechs Metern mit dem Kopf in den Winkel.

71.: Hasebe bedient den freistehenden Grafite auf halblinks, doch Kuszczak lenkt die Kugel zur Ecke.

83., 1:2, Owen: Obertan macht drei Wolfsburger auf der linken Seite nass, legt zwei Meter vor dem Tor quer und Owen muss nur noch einschieben.

90.: Das gibt's nicht!!! Ziani von links flach zur Mitte. Riether ist zwei Meter vor dem leeren Tor völlig frei, haut aber ein Luftloch. Ein LUFTLOCH!

91., 1:3, Owen: Der direkte Konter: Langer Ball auf Owen. Der bleibt alleine vor Benaglio ganz cool und lupft den Ball aus 14 Metern ins Netz.

Fazit: Wolfsburg versuchte alles, hatte mitunter auch Pech - scheiterte aber letztlich an seinem Unvermögen und der unglaublichen Kaltschnäuzigkeit von United.

So diskutierten die mySPOX-User während des Spiels!

Der Star des Spiels: Michael Owen hatte im gesamten Spiel gefühlte drei Ballkontakte - und netzte dabei dreimal ein. Ein besseres Synonym für die Eiseskälte der Red Devils kann es nicht geben. Owen zeigte dem VfL ein letztes Mal das auf, was ihm noch fehlt, um zu den besten 16 Mannschaften des Kontinents zu gehören: Die Cleverness und Abgebrühtheit, der es auf diesem Level bedarf.

Die Gurke des Spiels: Grafite will und will einfach nicht zu seiner Form finden. Auch gegen Manchester war der Brasilianer wieder hüftsteif, ging den Bällen nicht energisch entgegen und hatte so nur wenig Bindung zum Spiel. Grafite fehlt mehr als nur ein Erfolgserlebnis, ihm fehlen Spritzigkeit, Entschlossenheit und Willen. In der Form in einem dermaßen wichtigen Spiel ist Grafite keine Verstärkung. Musste auch deshalb nach 72 Minuten runter.

Die Pfeife des Spiels: Bjorn Kuipers führte sich gleich mal mit einer krassen Fehlentscheidung ein, als er Carricks klares Foulspiel an Hasebe übersah und dem VfL einen Elfmeter verweigerte. In der Folge hatte der Niederländer die Partie im Griff und leistete sich auch keine großen Fehler mehr. Die Fehlentscheidung aus der 12. Minute war aber leider mit spielentscheidend.

Die Lehren des Spiels: Gegen einen ultra-defensiven Gegner wie die Red Devils fand Wolfsburg immer nur phasenweise ein Rezept, zwischendurch gab es immer wieder auch Leerlauf.

Wolfsburg stand sich in den entscheidenden Aktionen dabei aber auch zu oft selbst im Weg. Dem enorm hohen kämpferischen und läuferischen Aufwand folgten immer wieder einfache Fehler, vor allem beim finalen Pass.

Wolfsburg war in keinem der sechs Spiele die schlechtere Mannschaft - umso ärgerlich und unnötiger ist das Ausscheiden. Der deutsche Meister hatte im wahrsten Sinne des Wortes alle Möglichkeiten, scheiterte aber an einer frappierend schlechten Chancenverwertung und diesem Quäntchen an fehlender Erfahrung aus diesem Niveau, das letztlich den Unterschied ausmachte. Ob gegen Besikates, in Old Trafford, in Moskau oder jetzt gegen United im Rückspiel.

Manchester spielte unterkühlt, verlor nie den Faden, schlug bei seinen zwei Torschüssen zweimal eiskalt zu und zeigte dem VfL den entscheidende Unterschied zwischen einem europäischen Spitzenteam und einer ambitionierten Mannschaft auf.

VfL Wolfsburg - Manchester United: Daten zum Spiel

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