Mourinho: Meine epischen, blutigen Helden

Von Thomas Gaber
Donnerstag, 29.04.2010 | 11:27 Uhr
Jose Mourinho hat gut lachen. Der Portugiese steht nach 2004 zum zweiten Mal im CL-Finale
© Imago
Advertisement
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Pachuca
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
FIFA Club World Cup
Real Madrid -
Gremio
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Man City
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai
Indian Super League
Mumbai -
Delhi
Serie A
Crotone -
Neapel
Championship
Cardiff -
Preston

Inter-Coach Jose Mourinho machte mit seiner Defensiv-Taktik Barcas Künstler mürbe. Seine Kommentare nach dem Spiel sind schon jetzt legendär. Barcelona beklagt die Grausamkeit des Fußballs.

Als die 94 elend langen Minuten endlich vorbei waren, ging es den Spielern von Inter Mailand so richtig nass rein. Kapitän Javier Zanetti und Esteban Cambiasso weinten Krokodilstränen der Freude. Der Rest der Nerazzurri tanzte inmitten dicker Fontänen.

Die Sprenkleranlage des Camp Nou sprang unmittelbar nach Spielende an, aber nur dort, wo die Inter-Spieler den ersten Einzug ins Europacup-Finale der Meister seit 1972 feierten. "Schon seltsam. Ich glaube nicht, dass das geplant war. Die wollten uns da wohl weghaben", sagte Wesley Sneijder.

Der Gewinner hat Recht

Dem FC Barcelona ein schlechtes Verlierer-Image anzuheften, wäre verkehrt. Pep Guardiola gratulierte höflich. "Jeder Trainer und jede Mannschaft hat das Recht, so zu spielen, wie sie es für richtig halten. Inters Defensiv-Stil zu kritisieren, steht mir nicht zu. Im Sport hat der Gewinner immer Recht."

Inter kehrte im Camp Nou zu den Wurzeln des jahrzehntelang erfolgreichen Calcio zurück: Catenaccio in seiner reinsten Form. Schon vor Thiago Mottas Platzverweis (28.) verbarrikadierten sich die Nerazzurri in der eigenen Hälfte. In der Schlussphase bildete Inter eine Sechser-Abwehrkette mit Samuel Eto'o als äußerstem Außenverteidiger.

"Unser Trainer findet immer die richtige Taktik, um den Gegner zu zerstören", sagte Sneijder. Jose Mourinho hat mit Inter nicht nur die "nach wie vor beste Mannschaft der Welt" (Mourinho) rausgenommen, sondern zuvor bereits den FC Chelsea mürbe gemacht.

Keine Provokation der Barca-Fans

Mourinho war nach der Abwehr- und Nervenschlacht überschwenglich stolz.

"Das war die schönste Niederlage meines Lebens. Meine Mannschaft hätte ein 0:0 verdient gehabt, weil sie phantastisch verteidigt hat. Wir waren Helden. Wir haben Blut geschwitzt. Es ist eine unglaubliche Freude. Ich habe schon einmal die Champions League gewonnen. Aber das hier ist viel besser. Es ist schade, dass ich im Finale nicht spielen kann, weil ich das gleiche Blut habe wie meine Spieler."

Sneijder erlebte nach dem Schlusspfiff eine neue Facette seines Trainers: "Er hat geschrien wie am Spieß. Das war wild." Mit ausgestreckten Zeigefingern und erhobenen Hauptes rannte der Portugiese über den Platz. Barca-Torhüter Victor Valdes stellte sich Mourinho in den Weg und packte ihn an der Schulter.

"Valdes hat geglaubt, dass ich die Barca-Fans provozieren wollte. Das ist nicht wahr. Ich wollte mit den Inter-Fans jubeln und mit meinen Spielern. Jetzt werden wir ein Festival feiern. Ich will, dass der Flughafen in Mailand brennt, wenn die Spieler nach Hause kommen. Sie waren episch und perfekt. In 40 Jahren werden unsere Enkelkinder noch von diesem Spiel sprechen."

Laporta: Grausamkeit des Fußballs

Wahrscheinlich werden seine Ururenkel Mourinho noch als Coach erleben. The Special One hat noch lange nicht genug. "Ich bin heute 47, das heißt, dass ich noch 23 Jahre Trainer sein werde. Ich hoffe, dass Gott mir hilft, dass ich gesund bleibe. Dann werde ich noch viel gewinnen und verlieren, noch viel weinen und viel jubeln."

Beim FC Barcelona war das Scheitern in der Königsklasse schnell abgehakt. "Wir mussten diesmal die ganze Grausamkeit des Fußballs erfahren. Aber unsere Mannschaft hat Applaus verdient. Sie hat alles gegeben. Jetzt zählt für uns nur noch die Liga. Wir wollen mit aller Macht Meister werden", sagte Präsident Joan Laporta.

Mourinho von Bayern begeistert

Ein technisch perfektes Tor von Abwehrspieler Pique war zu wenig, um erneut ins Champions-League-Finale einzuziehen. "Madrid wäre schön gewesen. Wir haben dort zuletzt gute Erfahrungen gemacht. Aber es sollte nicht sein. Jetzt stehen eben Inter und Bayern im Finale", sagte Mittelfeldstratege Xavi.

Der nächste Gegner hat es Mourinho besonders angetan.

"Der FC Bayern ist ein Vorbild für viele Vereine. Die Bayern haben in dieser Saison nicht gut begonnen und sich in einer schweren Situation befunden, aber sie haben die Ruhe bewahrt. Und nun stehen sie im Champions-League-Finale, im Pokalendspiel und sind Erster in der Liga. Dank Louis van Gaal. Bayern hat eine großartige Mannschaft und die Kultur eines Champions."

FC Barcelona - Inter Mailand

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung