Sonntag, 23.05.2010

Die Stimmen zum Champions-League-Finale

Lahm: "Wir waren nicht mutig genug"

Der Traum der Bayern vom Champions-League-Sieg ist geplatzt. Spieler und Trainer bezeichneten Inter als verdienten Sieger, mit ihrem Auftritt in der ersten Halbzeit waren sie aber überhaupt nicht zufrieden. Die Stimmen zum Spiel.

Bastian Schweinsteiger, Mark van Bommel und Arjen Robben waren natürlich enttäuscht
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Bastian Schweinsteiger, Mark van Bommel und Arjen Robben waren natürlich enttäuscht

Louis van Gaal: "Wir waren heute nicht gut genug, um unser Spiel zu durchzuziehen. Das ist schade. Für unser Spiel nach vorne muss man gerade gegen eine Mannschaft wie Inter top drauf sein. Das waren wir heute nicht, aber wir sind auch nur Menschen. Das Spiel ist eigentlich verlaufen, wie ich geglaubt habe. Inter hat nur reagiert, wir haben angegriffen. Verteidigen ist natürlich einfacher als angreifen. Trotzdem hat Inter verdient gewonnen. Entscheidend waren die Zeitpunkte der Tore. Und die Spieler haben heute gelernt, dass es auf Kleinigkeiten ankommt. Müller kann sich nach der Halbzeit beispielsweise die Ecke aussuchen. Normalerweise ist er vor dem Tor eiskalt. Diesmal trifft er nicht. Milito dagegen schon. Das sind diese Kleinigkeiten, die entscheiden. Trotzdem haben wir eine große Saison gespielt.

Jose Mourinho: Beide Teams sind Gewinner, beide haben gut gespielt. Wichtig war das Tor in der ersten Hälfte, in der zweiten Hälfte hatten wir auch Glück.

Christian Nerlinger: "Ich glaube, dass Inter Mailand heute verdient gewonnen hat. Sie waren die reifere und ausgeglichenere Truppe und haben aus ihren Chancen gnadenlos die Tore erzielt. Deswegen gehen sie heute auch verdient als Sieger vom Platz. Wir waren etwas gehemmt, ich finde, dass wir über die gesamten 90 Minuten nicht in der besten Verfassung waren, nicht die hundert Prozent erreicht haben, die man braucht, um so ein Finale zu gewinnen. Es ist für uns ein Riesenerfolg, im Finale gestanden zu haben. Wir werden weitermachen und nächstes Jahr wieder angreifen. Die Mannschaft hat insgesamt eine hervorragende Saison gespielt."

Champions-League-Finale: Bayern - Inter
FC Bayern - Inter Mailand 0:2: Von Beginn an ein Kampf auf Augenhöhe - und zwar nicht nur das Duell zwischen Daniel van Buyten (l.) und Diego Milito
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FC Bayern - Inter Mailand 0:2: Von Beginn an ein Kampf auf Augenhöhe - und zwar nicht nur das Duell zwischen Daniel van Buyten (l.) und Diego Milito
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Lucio (l.) wie man ihn kennt: Auch gegen den Ex-Verein gab der Brasilianer alles
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Lucio (l.) wie man ihn kennt: Auch gegen den Ex-Verein gab der Brasilianer alles
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In der ausgeglichenen Anfangsphase eine Gefahr: Arjen Robben (r.) wurde immer von mehreren Inter-Spielern belagert
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In der ausgeglichenen Anfangsphase eine Gefahr: Arjen Robben (r.) wurde immer von mehreren Inter-Spielern belagert
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Fairplay? Oder würde Inter-Coach Jose Mourinho (r.) lieber mit Philipp Lahm kegeln?
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Fairplay? Oder würde Inter-Coach Jose Mourinho (r.) lieber mit Philipp Lahm kegeln?
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Die Bayern waren nur kurz auf Schiri Howard Webb sauer. Der Engländer bot insgesamt eine gute Leistung
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Die Bayern waren nur kurz auf Schiri Howard Webb sauer. Der Engländer bot insgesamt eine gute Leistung
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Dann der Schock für den FC Bayern: Diego Milito (l.) taucht frei vor Jörg Butt auf und macht das 1:0
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Aber die Bayern ließen angeführt von Kapitän Mark van Bommel nicht locker
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Aber die Bayern ließen angeführt von Kapitän Mark van Bommel nicht locker
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Streicheleinheiten unter ehemaligen Kollegen: Robben (l.) spielte beim FC Chelsea unter Trainer Mourinho
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In Führung, aber dennoch am Boden: Inters Niederländer Wesley Sneijder
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In Führung, aber dennoch am Boden: Inters Niederländer Wesley Sneijder
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Unfreiwilliger Zuschauer: Franck Ribery (r.) verfolgte die Partie wegen seiner Rot-Sperre von der Bank aus
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Bastian Schweinsteiger (r.) gab alles. Zumindest kam Samuel Eto'o kaum zu gefährlichen Szenen
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Thomas Müller im Pech: Der Youngster vergab in der zweiten Hälfte die riesige Chance zum Ausgleich
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Dann Militos zweiter Streich. Der Argentinier zog in den Strafraum und ließ Butt aus zwölf Metern keine Chance
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Die Bayern waren nach dem 0:2 am Boden zerstört - die Entscheidung
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Die Bayern waren nach dem 0:2 am Boden zerstört - die Entscheidung
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Mourinho überglücklich! Der Portugiese hat nach dem FC Porto auch Inter zum Champions-League-Sieg geführt
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Mourinho überglücklich! Der Portugiese hat nach dem FC Porto auch Inter zum Champions-League-Sieg geführt
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Beim FC Bayern herrschte dagegen Enttäuschung. Louis van Gaal (l.) mal nicht als Feier-Biest
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Verdienter Sieger: Javier Zanetti hob den Pokal in den Nachthimmel von Madrid
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Mourinho, der Vater des Inter-Erfolgs. Er führte eine Mannschaft zum Titel, die vor einiger Zeit noch als untrainierbar galt
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Uli Hoeneß: "Inter war das entscheidende Quäntchen ausgebuffter als wir. Wir konnten sie nie so zwingend unter Druck setzen, wie wir uns das gewünscht hätten. Wenn du gegen die hinten liegst, ist es sehr, sehr schwer. Aber Inter ist auch eine Klasse besser als unsere letzten Gegner. Müller hat überhaupt keinen Grund, sich nach seiner vergebenen Chance zu verkriechen. Ich habe schon vorher gesagt, wir haben eine Super-Saison gespielt. Und das lassen wir uns jetzt nicht kaputtmachen. Es gibt gar keinen Grund, die Flügel hängen zu lassen."

Mark van Bommel: "Ich kann nur eines sagen: Nicht die beste Mannschaft, aber die effektivste hat gewonnen."

Jörg Butt: "Man muss fairerweise sagen, dass Inter verdient gewonnen hat. Im Moment überwiegt die Enttäuschung. Inter hat sehr gut verteidigt. Wir haben unser Spiel nicht aufziehen können und sind nicht an Inters Abwehr vorbeigekommen. Vorne haben sie große Stürmer. Es war eine großartige Leistung, mit dieser Mannschaft ins Finale zu kommen."

Philipp Lahm: "Wir haben in der ersten Halbzeit zu ängstlich gespielt. Wir waren nicht mutig genug. Aber es war eben ein Champions-League-Finale, das hat man nicht alle Jahre. Außerdem sind viele Spieler eben auch noch sehr jung. Die zweite Halbzeit war wesentlich besser von uns. Die Hoffnung war immer da, wir hatten ja auch die Riesenchance gleich nach der Halbzeit. Aber wir haben gewusst, dass Inter konterstark ist. Da werden Fehler sofort bestraft."

Thomas Müller: "Mit der Leistung in der ersten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein. Die vergebene Chance in der 46. Minute war für mich ein bitterer Moment. Das ist auch ein Grund, warum es mir jetzt nicht so gut geht."


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