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Liverpool-PK mit Jürgen Klopp vor dem Champions-League-Finale im LIVE-TICKER zum Nachlesen

Von SPOX
Jürgen Klopp steht nach dem verlorenen Finale im Vorjahr wieder im CL-Endspiel.

Vor dem Champions-League-Finale am Samstag zwischen dem FC Liverpool und Tottenham Hotspur (ab 21 Uhr live auf DAZN) fand heute die abschließende Pressekonferenz mit Liverpool-Trainer Jürgen Klopp statt. Hier im LIVE-TICKER gibt es alle Informationen von der PK aus Madrid zum Nachlesen.

Klopp wurde natürlich zu seiner mageren Bilanz in Endspielen befragt, zum Favoritenstatus der Reds und zur großen Unterstützung aus Deutschland. Außerdem sprach er über den Gesundheitszustand von Roberto Firmino - und erteilte der diskutierten Champions-League-Reform eine Absage.

Vor Jürgen Klopp kamen auch die beiden Liverpooler Außenverteidiger Trent Alexander-Arnold und Andrew Robertson zu Wort. Sie sprachen unter anderem über die Hitze in Madrid, die vielen englischen Fans vor Ort und die gefährlichen Tottenham-Angreifer um Lucas Moura.

Die PK mit Jürgen Klopp im LIVE-TICKER zum Nachlesen

Und damit ist Jürgen Klopp auch durch. Wir sehen ihn dann morgen Abend wieder. Um 18.45 Uhr hält Mauricio Pochttino von den Tottenham Hotspur seine abschließende PK. Die begleiten wir bei Rund um den Ball.

Jürgen Klopp über ...

... die diskutierte Champions-League-Reform: "Macht das Halbfinale zum Finale und ich bin glücklich, mit Hin- und Rückspiel. Ich bin mit dem Wettbewerb sehr zufrieden, ich weiß nicht, was die Leute verändern wollen. Wenn man nichts zu tun hat, denkt man sich halt Sachen aus. Als Kind habe ich es immer geliebt, den Pokal der Landesmeister. Die Gruppenphase, die Quali ... die richtigen Teams spielen mit, die richtigen Teams kommen weiter. Natürlich könnte man etwas finden, aber diesen Wettbewerb liebe ich so, wie er ist. Aber ich habe das nicht zu entscheiden."

... sein erstes Spiel in der Premier League, ein Remis gegen Tottenham. Gibt es deshalb ein Elfmeterschießen: "Das macht nicht wirklich Sinn. Wir hatten ja auch noch zehn andere Spiele. Es ist möglich, klar. Wir sind nicht weit voneinander weg als Teams, also kann es natürlich auch remis ausgehen."

... Liverpool: "Es ist ein großer Klub, wir haben uns ineinander verliebt und wollen noch einige Jahre zusammenarbeiten. Das Champions League Finale ist das größte Spiel für Klubs. Deshalb bin ich natürlich in guter Stimmung. Wir werden versuchen, ein positives Spiel zu spielen."

... ein Finale für Träumer: "Zwei gute Teams im Finale, die Stück für Stück aufgebaut werden. Ich haben großen Respekt vor der Arbeit von Poch. Er hatte ein gutes Team, als er kam, wie sie sich verbessert haben, ist eindrucksvoll. Wir haben einen etwas anderen Weg beschritten. Wenn Ajax im Finale wäre, wäre es auch verdient. Barca ist an Finals gewohnt. Es wird ein intensives Spiel. Viele Engländer im Stadion."

... Unterstützung aus Deutschland: "Wenn in Deutschland mehr Leute für Tottenham als für Liverpool wären, wäre das schon hart. Sie haben keinen einzigen deutschen Spieler, nur Son spricht gut deutsch. Ich hab viele Freunde und Familie dort, die sind immer für meine Teams, diese Kraft spüre ich. Liverpool hat zwei Deutsche im Finale mit Joel Matip und mir, klar, dass Deutschland dann eher für Liverpool ist. Wir kriegen das mit, aber nur aus Erzählungen."

... Glück als Trainer: "Denken sie, dass ich eine unglückliche Karriere hatte? Bisher war die ganz sicher nicht vom Pech verfolgt. Meine Frau fragt mich immer: Was wird das letzte Saisonspiel sein? Seit 2012 war ich mit einer Ausnahme immer in einem Finale. Manchmal glücklich, manchmal weil wir besser waren. Ich bin wahrscheinlich Weltrekordhalter, was gewonnene Halbfinals angeht. Aber ich bin ein normaler Mensch: Wenn ich denken würde, dass es nur an mir liegt, dass ich ein Loser bin, hätten wir ein Problem. Aber so sehe ich das nicht. Mir geht es um den Titel. Die Dinge in der Vergangenheit, daraus kann ich trotzdem Selbstvertrauen ziehen. Vor den Finals habe ich ja auch viel gewonnen, der Aufstieg mit Mainz, Spiele für die Champions League. Es gibt Momente mit Glück und Pech, und wir hatten auch mal Pech, das stimmt. Aber das muss man sich erarbeiten. Aber es ist keine unglückliche Karriere, ich hab ja auch noch ein paar Jahre. Hätte besser sein können, aber auch schlechter. Mir geht es gut."

... welches Team hat den Vorteil, wer hat mehr zu verlieren? "Darüber müssen Poch und ich nicht nachdenken. Wir können beide nicht sagen, dass wir den Vorteil haben, das wäre verrückt. Es geht darum, morgen auf dem Feld besser zu sein. Wir sind der Favorit, weil wir in der Liga mehr Punkte geholt haben, aber in der Liga war es zweimal sehr knapp. Man muss sich Chancen, Freiräume, Möglichkeiten erarbeiten, im Spiel. Vorher ist das nicht möglich."

... den Lernprozess dieses Jahr: "Wir sind viel reifer. Wir sind älter geworden, sind ein anderes Teams. Älter werden ist gut. Wir sind ein Jahr älter, Trent etwa hat 50 Spiele mehr auf dem Buckel. Die Jungs waren im Finale letztes Jahr gut, gegen einen klaren Favoriten. Das hat uns auch geholfen. Letztes Jahr war es überraschend, dass wir im Finale standen. Wir waren im Rückspiel immer unter großem Druck, wir waren nicht konstant genug. Das mussten wir verbessern. Das geht auch über Taktik, über die Herangehensweise. Andererseits will man seine Stärken nicht vernachlässigen. Unsere Geschwindigkeit, unsere taktischen Stärken. Wir spielen nicht mehr immer gleich, aber wir holen die Punkte, daran mussten sich die Medien erst gewöhnen. Die Jungs waren dieses Jahr sehr konstant. Morgen sollten wir ebenfalls sehr konstant sein."

... Firmino: "Er ist bereit. Ob er in der Startelf steht? Wenn Poch sein Team verrät, sage ich es auch. Ansonsten lasse ich lieber ein paar Fragezeichen offen. Aber er ist fit, hat trainiert. Es geht ihm gut."

... die früheren Finals: "Was ich aus dem letzten Jahr gelernt habe? Ein Fallrückzieher aus 18 Metern kann auch reingehen. Von den anderen? Nichts eigentlich. Alle Endspiele sind anders, die Gegner sind andere ... Ich wusste, dass diese Frage kommt. Wenn ich der Grund dafür bin, dass ich sechs Finals in Folge verloren habe, wäre das Grund zur Sorge. Aber so sehen wir das nicht. Letztes Jahren waren es drei Tore. Ein Weltklassetor und zwei komische Tore, die man sonst nicht bekommt. Das akzeptieren wir. Aber wir haben viel gelernt seit dieser Zeit. Manche Spieler sind drei Jahre da, manche ein Jahr. Das Finale letztes Jahr war wie ein Startpunkt für unsere nächsten Schritte. Aus dem Spiel an sich konnten wir nicht viel lernen."

Die beiden Außenverteidiger sind durch - und jetzt ist Jürgen Klopp da!

Das Spiel als Außenverteidiger:

TAA: "Wir beide haben ein gutes Verhältnis. Wir sprechen nicht oft über die Position als Kunstform, wir kennen uns und pushen uns jeden Tag. Auch die anderen Spieler, wir wollen uns ans Limit bringen. Wir wissen, was der andere kann. Wir sind ein gutes Duo, wir haben dieses Jahr viele Tore vorbereitet. Aber wir würden sie alle für eine Trophäe eintauschen. Morgen geht es nur um das Team und darum, die Trophäe nach Hause zu bringen."

Robertson: "Wir sind ehrgeizig und pushen uns gegenseitig. Wir freuen uns, wenn der andere ein Tor vorbereitet, oder ein Gegentor verhindert. Wir wollen, dass der andere so gut spielt wie möglich. Aber über die Kunst des Spiels sprechen wir nicht. Wenn einer von uns etwas sieht, was der andere ausnutzen kann, sprechen wir das natürlich an."

Was halten sie von Lucas Moura?

TAA: "Er hatte es in Paris schwer. In der Premier League hat er gezeigt was für eine Klasse er hat. Er ist einer ihrer gefährlichsten Spieler. Wir haben zweimal gegen ihn gespielt, dieses Jahr, wir wissen, wie sie spielen, kennen ihre Schwächen. Es geht aber nicht um einzelne Spieler, sie haben überall Klasse. Sie haben viele gute Teams geschlagen. Wir respektieren sie als Team.

Robertson: "Er ist nah an der Weltklasse dran, hat sich stark verbessert die letzten Jahre. Wir erwarten das bei Tottenham und Pochettino, alle Spieler verbessern sich dort. Gegen Ajax war er der Held. Ein fantastischer Spieler, wir wissen, was uns erwartet. Aber wir kennen ihn gut. Er kann ein Spiel in einer Sekunde kippen lassen, das wollen wir verhindern."

Robertson über Jürgen Klopp: "Wir spielen nicht nur für uns und unsere Familie, sondern auch für den Manager und den ganzen Klub. Der Manager hat den Klub verändert, seit er hier ist. Wir wollen ihm das mit einer Trophäe zurückzahlen, wir waren schon nah dran. Aber es ist nicht nur für ihn, sondern für alle, die hinter ihm stehen."

Liverpool hat die letzten zwei Finals verloren - Druck?

TAA: "Nein, die liegen hinter uns. Wir waren in Basel nicht dabei. Die Erfahrung aus dem letzten Jahr hat uns geholfen, daraus haben wir gelernt. Wir haben das im Laufe der Saison angewendet, was wir gegen Real gelernt haben. Wir sind als Team gereift und wissen, wie wir Spiele gewinnen, Führungen verteidigen können. Wir haben bewiesen, warum wir ein gutes Team sind, auch aufgrund unserer Erfahrung. Das gibt uns Motivation. So wie in Kiew möchte ich mich nicht wieder fühlen, das kitzelt noch ein oder zwei Prozent raus.

Robertson: "Die letzten Finals sind irrelevant, weil wir das nicht ändern können. Wir haben viele neue Spieler, insofern ist es unser erstes Finale und unser erster Titel. Wir nutzen die Erfahrung der Spieler, die letztes Jahr dabei waren. Wir können uns nicht auf die letzten Finals konzentrieren. Daran denken wir nicht, wir wollen neue Erfahrungen schaffen. Letztes Jahr war es danach schlimm, diesmal soll es besser werden."

Die gefährlichen Flügelspieler Tottenhams:

Robertson: "Wir haben unsere Spielweise, in jedem Spiel haben wir Respekt vor dem Gegner. Aber den haben sie vor uns auch, dass Flügelspieler uns verteidigen. Wir sind zuallererst Defensivspieler. Wenn wir ihre Flügelspieler niederhalten, ist das die halbe Miete. Aber wir wollen auch vorn unseren Teil beitragen."

TAA: "Wir haben Respekt vor dem Gegner, aber wir haben unseren Stil und wollen den nicht ändern. Wenn wir nur hinten bleiben und sie uns überrennen, ist das gut für sie. Wir wollen hoch stehen, da sind wir am besten. Wir werden versuchen so zu spielen wie immer."

Die vielen Fans in Madrid:

TAA: "Das ist kein besonderer Druck. Unglaublich, wie viele da sind, sie passen nicht ins Stadion. Auch ohne Videos oder Bilder gesehen zu haben, wo auch immer wir sind, wir werden immer Unterstützung haben. Das ist bei einem großen Klub wie Liverpool so. Das haben wir schon letztes Jahr erlebt, dieses Jahr auch. Alle Spieler wollen alles für die Fans geben, für die hier, daheim und auf der ganzen Welt."

Robertson: "Wenn man die Videos der Fans sieht, ist das nicht schlimm. Sie haben Spaß, das bleibt hoffentlich so. Wir fühlen den Druck jeden Tag, für diesen Klub zu spielen. Tausende Fans sind ohne Ticket hier, die im Stadion sind nur ein kleiner Teil. Das macht keinen Unterschied, weil wir diesen Druck immer spüren. Aber wir freuen uns über die Unterstützung."

Alexander-Arnold über die Spurs: "Sie sind der Underdog, weil wir letztes Jahr im Finale waren und sie noch nie. Aber was ihre Qualität angeht, ist es ausgeglichen. Wir haben beide Weltklassespieler. Es geht darum, wer es mehr will. Beide Teams werden ihre Taktik haben. Wer auch immer gewinnt, wird es verdient haben."

Robertson: Für mich sind sie keine Underdogs. Gegen sie sind die Spiele in der Premier League immer am härtesten. Sie können uns Probleme machen, aber wir ihnen auch. Zwei sehr gute Teams, es kommt auf die Tagesform an. Wenn beide 100 Prozent spielen, wird ein spezieller Moment entscheiden. Sie hatten eine tolle Saison und werden selbstbewusst sein, genau wie wir."

Alexander-Arnold über die Hitze: "Wir haben uns gut auf die Hitze vorbereitet, das gehört bei einem guten Team dazu. Die Hitze wird beiden Teams Probleme bereiten, darauf müssen wir uns mental vorbereiten und 100 Prozent geben."

Robertson: "Es ist für beide Teams gleich schlimm. In England sind wir kühlere Temperaturen gewohnt, aber wir haben uns darauf vorbereitet. Wir haben schon früher im Ausland gespielt. Es wird heiß sein, aber das können wir nicht ändern."

Zuerst sprechen die Außenverteidiger Trent Alexander-Arnold und Andrew Robertson.

vor Beginn: Es dürfte jetzt jede Sekunde losgehen. Wir sind gespannt: Sind alle fit? Verrät Kloppo seine Taktik? Was erwartet uns morgen?

vor Beginn: Wir haben Jürgen Klopp vor ein paar Tagen übrigens auch im Interview gehabt. Hier gibt es seine Aussagen zur Vorbereitung, zum Finale im letzten Jahr und zum Thema Druck. Es lohnt sich.

vor Beginn: Klopp will sich in seinem zweiten Champions-League-Finale in Folge endlich den Titel holen. Seit seiner Ankunft an der Merseyside stand der Ex-BVB-Coach in drei Endspielen. Die ernüchternde Bilanz: Null Siege, drei Niederlagen.

vor Beginn: Bereits zuvor gab der englische Vizemeister seinen Kader für das Endspiel gegen die Spurs bekannt: Demnach fehlt Mittelfeldspieler Naby Keita wie erwartet verletzungsbedingt im Aufgebot der Reds.

vor Beginn: Kurz nach ihrer Ankunft in der spanischen Hauptstadt stellen sich neben Cheftrainer Jürgen Klopp auch Trent Alexander-Arnold und Andrew Robertson den Fragen der Medienvertreter.

vor Beginn: Die Pressekonferenz aus dem Wanda Metropolitano in Madrid beginnt um 16.45 Uhr.

FC Liverpool: Der Weg ins Champions-League-Finale

Nachdem sich die Reds in Achtel- und Viertelfinale souverän gegen Bayern und Porto durchgesetzt hatten, gelang in der Vorschlussrunde das Wunder gegen den FC Barcelona: Nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel schaffte Liverpool an der Anfield Road das Comeback.

SpielHeimmannschaftGastmannschaftErgebnis
Achtelfinal-HinspielFC LiverpoolFC Bayern0:0
Achtelfinal-RückspielFC BayernFC Liverpool1:3
Viertelfinal-HinspielFC LiverpoolFC Porto2:0
Viertelfinal-RückspielFC PortoFC Liverpool1;4
Halbfinal-HinspielFC BarcelonaFC Liverpool3:0
Halbfinal-RückspielFC LiverpoolFC Barcelona4:0
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