Fussball

Stimmen zu den Viertelfinal-Rückspielen - Eriksen: "Der glücklichste Mann auf dem Planeten"

Von SPOX
Christian Eriksen sah sich schon als Sündenbock - doch dann nahm der VAR das 5:3 für City zurück.

Nach dem dramatischen 3:4 bei Manchester City, das Tottenham Hotspur zum Einzug ins Champions-League-Halbfinale reicht, ist besonders Spurs-Stratege Christian Eriksen erleichtert. Pep Guardiola will bei Fernando Llorente ein Handspiel gesehen haben, Benjamin Mendy kann sich die Fehlschläge in der Königsklasse nicht erklären. Jürgen Klopp will derweil noch nicht über einen gewissen Lionel Messi nachdenken.

SPOX hat die Stimmen und Reaktionen zu den zwei torreichen Spielen gesammelt.

Manchester City - Tottenham Hotspur 4:3

Pep Guardiola (Trainer City): "Ja, es ist hart. Grausam sogar, aber wir müssen es akzeptieren. Es war ein tolles Spiel für die Zuschauer. 3:2 nach 20 Minuten, das ist nicht normal. In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht und eigentlich genügend Tore erzielt, aber so müssen wir Tottenham gratulieren und ihnen alles Gute fürs Halbfinale wünschen. Ich bin stolz, besonders auf die Fans. So wie heute habe ich das Stadion noch nie erlebt. Es tut uns leid für sie, aber Fußball ist unberechenbar und leider sind wir nicht weiter."

... über Llorentes Treffer: "Ich bin ein Befürworter des VAR, aber aus einer anderen Perspektive ist das Tor von Fernando Llorente ein Handspiel. Aus der Sicht des Referees war es das vielleicht nicht."

... über das Meisterrennen der Premier League: "Wir müssen am Samstag die richtige Reaktion zeigen. Aber jetzt dürfen wir nicht zu viel nachdenken. Wir müssen so viel wie möglich schlafen und uns dann auf das Spiel vorbereiten. Wir haben fast zehn Monate hart für die Liga gekämpft. Es liegt in unserer Hand. Es wird schwer, aber wir müssen es schaffen."

Benjamin Mendy (Manchester City): "So auszuscheiden ist schrecklich. Jetzt müssen wir uns auf die Meisterschaft konzentrieren. Was uns fehlt? Wir haben das richtige Rezept noch nicht gefunden. Heute Abend wird es schwer, aber in ein paar Tagen werden wir uns wieder aufgerafft haben."

Mauricio Pochettino (Trainer Tottenham Hotspur): "Unglaublich, wie das Spiel zu Ende ging. Ich bin so glücklich, so stolz. Wir stehen zum ersten Mal überhaupt im Halbfinale. Meine Spieler sind Helden. Heute haben wir Charakter gezeigt. Sind wir ein großes Team in Europa? Es ist schwer, sich mit den anderen Großen zu vergleichen. Dafür müssen wir Titel gewinnen. Ajax wird eine große Herausforderung."

Hugo Lloris (Torwart Tottenham): "Ich weiß nicht, ob wir (gegen Ajax) Favorit sind, so weit würde ich nicht gehen. Juve schlägt man nicht einfach so."

Heung-Min Son (Doppeltorschütze Tottenham): "Es war total verrückt, so etwas habe ich noch nie erlebt. Wir haben sie wieder ins Spiel kommen lassen, dann aber großartig gekämpft. Ich bin stolz auf meine Mitspieler. Manchmal ärgert man sich über VAR, aber heute müssen wir uns bedanken."

... über seine Gelbsperre: "Ich wusste gar nicht (dass mir eine Gelbsperre droht.) Es ist sehr, sehr schade, dass ich im ersten Spiel nicht dabei sein werde."

Christian Eriksen (Tottenham Hotspur) über seinen Ballverlust vor dem vermeintlichen 5:3: "Heute bin ich der glücklichste Mensch auf dem Planeten. Ich dachte es wäre vorbei. Es war eine Achterbahnfahrt. Wir müssen erst einmal tief durchatmen."

FC Porto - FC Liverpool 1:4

Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Unglaublich, dass wir wieder im Halbfinale sind. Das ist verrückt und ein großes Statement. Ich bin stolz auf die Jungs. Jetzt geht es gegen Barcelona, aber wir freuen uns darauf. Uns wird schon etwas gegen sie einfallen. Wobei mir das jetzt egal ist, jetzt sind wir im Halbfinale und am Sonntag wartet Cardiff. Gott sei Dank muss ich heute Abend nicht darüber nachdenken, wie man Messi stoppen kann. Das hat bisher noch niemand geschafft."

Jordan Henderson (Kapitän FC Liverpool): "Das Ergebnis ist ein bisschen schmeichelhaft. Porto war sehr stark."

Sergio Conceicao (Trainer FC Porto): "Die Unterstützung von den Rängen war unglaublich. Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen. Meine Spieler waren fantastisch, aber im Abschluss hat es gefehlt. Das erste Gegentor kam aus dem Nichts. Wenn wir ein Tor geschossen hätten, hätte es für uns wirklich gut laufen können. Wir haben in Europa unseren Teil geleistet: Letztes Jahr waren wir im Achtelfinale, diesmal gehörten wir zu den besten acht Teams in Europa.

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