Fussball

Per-Mertesacker-Kolumne: "Die Länderspielpause war für Bayern ein Segen"

Von SPOX
© getty

Als Spieler war Per Mertesacker schon häufiger in Istanbul, nun freut er sich auf seine erste Reise als DAZN-Experte in die türkische Metropole. Dort ist er am Mittwoch beim Champions-League-Topspiel zwischen Galatasaray und Schalke 04 (ab 21 Uhr live auf DAZN und im LIVETICKER) im Einsatz. Für SPOX nennt der ehemalige Nationalspieler seine drei Thesen zum dritten Spieltag der Gruppenphase.

Schalke fehlt Stabilität und Variabilität

Die Schalker haben zuletzt kleine Schritte in die richtige Richtung gemacht, aber sie sind noch immer nicht stabil. Das hat das Spiel gegen Werder gezeigt. Mir ist da auch zu wenig Variabilität im Spiel. Wenn sie sich da nicht weiterentwickeln, wird es schwierig, das Achtelfinale zu erreichen.

Der Sieg in Moskau war unglaublich wichtig, aber jetzt muss Schalke auch in Istanbul auf Sieg spielen, um eine Chance aufs Weiterkommen zu haben.

Das wird aber ganz schwer werden, denn Galatasaray wird in der hitzigen Atmosphäre von Anfang an den Weg nach vorne suchen. Da muss Schalke defensiv solide stehen und schnell nach vorne umschalten.

Der Schlüssel wird sein, möglichst lange die Null zu halten, denn damit kann man für einen echten Stimmungskiller sorgen. Bei einem frühen Gegentor allerdings entsteht eine Energie, die kaum aufzuhalten ist.

Länderspielpause war ein Segen für Bayern

Man kann Niko Kovac nicht für alle Probleme bei Bayern verantwortlich machen. Die gleiche Mannschaft, die letztes Jahr überzeugt hat, war vor der Länderspielpause total ungefährlich und hat sich von nominell klar schwächeren Teams aus dem Konzept bringen lassen.

Vielleicht fehlen da Spielertypen wie Arturo Vidal, die in dem Moment die Ärmel hochkrempeln würden. Trotzdem gibt es die Möglichkeit für andere Spieler, jetzt die Lücken zu füllen. Wie zum Beispiel Serge Gnabry.

Ich glaube, die Länderspielpause war ein Segen für die Bayern. Ein anderes Umfeld für die Spieler, durchschnaufen, andere Gesichter sehen. Das hilft manchmal, um dann auch wirklich wieder an einem Strang zu ziehen. Wolfsburg war da ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Atletico ist der erste echte Härtetest für den BVB

Dortmunds Siegeszug hat mich in dieser Dominanz überrascht, aber da läuft es gerade einfach in allen Bereichen rund.

Die zwei schweren Spiele jetzt gegen Atletico sind der erste echte Gradmesser, wie gut das Team auch international schon wieder ist. Aber in Dortmund mit der Stimmung, den Fans und dem aktuellen Rückenwind bin ich optimistisch.

Das liegt natürlich auch an Paco Alcacer, der wirklich voll eingeschlagen hat. Er ist extrem wichtig für den BVB mit seinen Toren, gerade in den letzten Minuten. Das gibt dem gesamten Team das Gefühl, dass man jederzeit treffen kann. Deswegen muss man den Verantwortlichen ein großes Lob für diesen Transfer zollen.

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