Zülch: "Das ist eine Gefahr für Bayern "

Von SPOX
Donnerstag, 21.09.2017 | 14:53 Uhr
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Das Aufeinandertreffen von Paris St.-Germain und dem FC Bayern München am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr im LIVETICKER) könnte nicht nur sportliche Folgen haben. Dem Business Insider gegenüber erklärte Wirtschaftsexperte Henning Zülch die wirtschaftliche Relevanz dieser Partie und warnt vor einem zukünftigen Konkurrenzverlust der Bundesliga im internationalen Vergleich.

Laut Zülch sei der FC Bayern einer der am besten geführten Vereine der Welt, dennoch müsse man an der Säbener Straße Lösungen finden, um der neuen Konkurrenz etwas entgegenzusetzen. "Was geschieht, wenn Bayern in Paris 0:3 verlieren sollte? Dann ist PSG auf einmal vorne, was die Internationale Wahrnehmung angeht. Das ist eine Gefahr für Bayern", so der 44-Jährige, laut dem sich der Wettbewerb stark verändert hat: "Das Problem ist, dass Bayern aktuell der Markt davonläuft. Früher wurden keine existenzbedrohenden Summen für neue Spieler gezahlt. Da war es zu verschmerzen, wenn ein Transfer mal nicht eingeschlagen hat." Dadurch seien die Top-Klubs auf eine gewisse Risikobereitschaft angewiesen, vor der viele Bundesligisten noch zurückschrecken.

Es stellt sich die Frage, wie die Vereine der neu entstandenen Konkurrenz entgegnen wollen, so Zülch. RB Leipzig und Borussia Dortmund scheinen auf junge Talente zu setzen, doch der renommierte Wissenschaftler warnt vor den Konsequenzen, die diese Strategie mit sich bringen könnte: "Das kann keine Dauerlösung sein, solange es die Vereine nicht schaffen, die Spieler zu halten. Momentan müssen sie zulassen, dass sie später nach Spanien oder England wechseln. Die Bundesliga ist auf dem Weg zur Ausbildungsliga zu verkommen."

Im Gegenzug zeigt der Dortmunder Wirtschaftswissenschaftler einen anderen Weg auf: "Es braucht strategische Partnerschaften beziehungsweise Allianzen, wie sie Bayern und Dortmund ja schon eingegangen sind. Die Geldgeber müssen Unternehmen sein, deren Markenbekanntheit sich mit dem steigenden Erfolg des Vereins erhöht - und auch umgekehrt."

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