PSG vs. FC Bayern: Peter Zeidler erklärt das Team um Neymar

"Das Mittelfeld ist die Pariser Schwachstelle"

Mittwoch, 27.09.2017 | 09:22 Uhr
Nasser Al-Khelaifi stellt Neymar vor
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Paris St.-Germain ist das Maß der Dinge in Frankreich und trotzdem nicht aktueller französischer Meister. Frankreich-Experte und Sochaux-Trainer Peter Zeidler erklärt das Team um Superstar Neymar vor dem Duell mit dem FC Bayern (20.45 Uhr im LIVETICKER). Außerdem spricht er über die Wahrnehmung des Klubs seit dem wahnwitzigen Transfersommer, einen möglichen Abschied der katarischen Investoren und die Schwachstellen im Mittelfeld.

SPOX: Herr Zeidler, Sie leben in Frankreich und bekommen die Stimmungen mit. Wie wird PSG in Frankreich aktuell wahrgenommen?

Peter Zeidler: Die Aufmerksamkeit ist enorm. Der Sender beInSports, der in Frankreich hauptsächlich über Fußball berichtet, ist wie der Verein ebenfalls in katarischem Besitz. Da wurde beispielsweise auch die Ankunft Neymars am Flughafen live übertragen. Es gibt in Frankreich aktuell PSG, dann Olympique Marseille und dann lange nichts.

SPOX: Hat sich die Wahrnehmung in diesem Sommer durch die Transfers von Neymar und Kylian Mbappe noch einmal verändert?

Zeidler: Ja. Neymar hat die Dimensionen verändert. Bei Mbappe waren viele Leute froh, dass er im Land geblieben und nicht zu Real Madrid gewechselt ist. Er ist für mich der Spieler der nächsten Jahre in Frankreich. Dazu kommt der Stolz, dass PSG durch die Verpflichtung Neymars und Mbappes im Konzert der Großen endgültig mitspielt. Bei allen Investitionen in den Jahren zuvor hat es nie für mehr als das Viertelfinale in der Champions League gereicht. Da waren Real Madrid, der FC Barcelona und der FC Bayern immer einen Schritt voraus. Das soll sich jetzt ändern.

SPOX: Frankreich ist im Allgemeinen ein Land, in dem soziale Gerechtigkeit eine große Rolle spielt, wie haben die Menschen, die nicht PSG-Fans sind, die obszönen Ablösen aufgenommen?

Zeidler: Der Fußball hat abseits der Fans seit der WM 2010 einen schweren Stand in Frankreich. Es gibt bei einigen Leuten ein Bild vom dummen Fußballer, der zu viel Geld verdient, sich für nichts interessiert und keinen geraden Satz sagen kann.

SPOX: Bei der WM 2010 in Südafrika probten die Spieler gegen Trainer Raymond Domenech den Aufstand. Der Ortsnahme Knysna ist seitdem ein Synonym für eine der schwärzesten Stunden im französischen Fußball.

Zeidler: Viele Leute, die nicht mit dem Fußball zu tun haben, fragen sich schon: Sind die alle verrückt? 222 Millionen Euro: So viel Geld für einen Fußballer? Aber im Fußballerumfeld, in dem ich mich hauptsächlich bewege, überwiegen der Stolz und die Begeisterung. Es ist im Moment nicht so, als würde sich hier der Fußball durch diese Transfersummen noch weiter von der Basis entfernen. Im Fußballgeschäft fühlen sich alle eher aufgewertet, das spüren auch wir in der zweiten Liga.

SPOX: Dabei ist es fraglich, ob PSG diese Aufwertung überhaupt transportiert. Die katarischen Eigentümer dürften sich nicht über eine weitere Meisterschaft definieren, sondern über den Gewinn der Champions League.

Zeidler: Die Meisterschaft hat schon einen großen Stellenwert, gerade weil PSG vergangene Saison nur Zweiter hinter Monaco wurde, aber sie ist tatsächlich sekundär. Für einen Erfolg in der Champions League würde PSG auch einen vierten oder fünften Platz in der Ligue 1 in Kauf nehmen. Die Kataris denken globaler und legen den Fokus auf den internationalen Markt. Das ist ein Unterschied zu Deutschland und dem FC Bayern, wo es immer heißt: Die Meisterschaft ist der wichtigste Titel.

SPOX: Kann dieser Fokus zur Gefahr für PSG werden, weil man immer einem Titel hinterherläuft, der anders als die Liga von einzelnen K.o.-Spielen abhängt und weniger planbar ist? Wie schnell es vorbei sein kann, hat Paris letzte Saison beim 1:6 in Barcelona gesehen.

Zeidler: Das ist ein Risiko, weil die Bewertung einer ganzen Saison von ein, zwei Spielen abhängt. Aber die Faszination Champions League ist so groß, dass sich die katarischen Besitzer den Erfolg mit Geld kaufen wollen.

SPOX: Gibt es Tendenzen, dass Präsident Nasser Al-Khelaifi irgendwann mal die Lust an PSG verlieren könnte, wenn es mit dem Gewinn der Champions League nicht bald klappt, so wie Bayern-Präsident Uli Hoeneß das erwartet?

Zeidler: Das ist für mich schwierig zu beurteilen, aber ich denke nicht. Paris ist als Weltstadt die ideale Plattform für Katar, weil die Stadt in der arabischen Welt eine enorme Anziehungskraft besitzt. Und für Katar geht dieses Investment über die sportliche Dimension deutlich hinaus und hat auch ökonomische und gesellschaftspolitische Bedeutung.

SPOX: Bei den Bayern hieß es immer, dass sie große Niederlagen angestachelt hätten und auf dem Weg zu den späteren Champions-League-Siegen 2001 und 2013 entscheidend gewesen seien. Ist PSG nach dem Aus in Barcelona auch an solch einem Punkt angelangt?

Zeidler: Das 1:6 hat PSG in der Ehre gekränkt. Das gibt der Mannschaft sicher einen Schuss Extramotivation, allerdings haben andere Mannschaften auch bittere Niederlagen erlitten, wie die Bayern in Madrid und in den Jahren zuvor im Halbfinale. Aber PSG muss schauen, dass es die Champions League bald gewinnt, weil die Mannschaft trotz der Millionen-Transfers gewachsen ist und zentrale Spieler wie Thiago Silva und Thiago Motta nicht mehr die Jüngsten sind.

SPOX: Dass die Integration der neuen Superstars nicht leicht wird, lassen die letzten Wochen vermuten. Im Zentrum stand der Streit zwischen Neymar und Stürmer Edinson Cavani. Was sagt dieser Zwist über das Team aus?

Zeidler: Das Thema sehe ich nicht so schlimm und halte es für medial aufgebauscht. Aber es zeigt natürlich, dass in dieser Mannschaft große Egos aufeinanderprallen und viele Ich-AGs am Start sind. Bei der medialen Aufmerksamkeit rund um PSG ist das dann natürlich ein abendfüllendes Thema, über das in jeder Kneipe herrlich diskutiert werden kann. Das ist seichte Unterhaltung, die man als Trainer eigentlich nicht will.

SPOX: Trainer Unai Emery hat sich öffentlich verhalten geäußert. Wie sollte ein Trainer darauf intern reagieren?

Zeidler: Der Trainer muss festlegen, wer schießt. Das ist seine Aufgabe und das hat er mittlerweile auch getan.

SPOX: Können die großen Egos im Team zu einem Problem werden im Laufe der Saison?

Zeidler: Egal auf welchem Niveau wird es für uns Trainer immer schwieriger, erfolgreich den Gedanken zu vermitteln, dass nichts wichtiger ist als die Mannschaft. Das ist mittlerweile eine der Hauptaufgaben eines jeden Trainers. Wenn das nicht gelingt und die Egos über dem mannschaftlichen Erfolg stehen, wird es schwierig.

SPOX: Sportlich gesehen: Welche Aspekte haben Neymar und Mbappe der Mannschaft gebracht?

Zeidler: Qualität hatte PSG mit Angel Di Maria, Julian Draxler oder Lucas Moura auch vorher schon, aber mit Neymar und Mbappe ist sie nochmal höher geworden. Im 4-3-3, das PSG in der Regel spielt, sind beide auf dem Papier zwar auf dem Flügel aufgestellt, aber sie kleben natürlich nicht an der Außenlinie. Sie kommen nach innen, haben dort ihre Aktionen und agieren als eine Art doppelte Zehn. Beide können jeden Gegner ausdribbeln, sind schnell, gehen in die Tiefe und sorgen für Überraschungsmomente. Das wird nicht leicht zu verteidigen für Bayern.

SPOX: Das dürfte im Umkehrschluss auch für Paris' Defensive gelten, die es mit Robert Lewandowski, Arjen Robben und Co. zu tun bekommt. Wo sehen Sie PSGs größte Schwachstelle?

Zeidler: Im Mittelfeld. Thiago Motta macht aktuell immer mal wieder Fehler und hier kann Bayern Bälle klauen. Auch Marco Verratti ist nach dem Wechseltheater im Sommer noch außer Form, geht im Spielaufbau oft zu großes Risiko und macht viele Fouls. Die Innenverteidigung mit den beiden Brasilianern Thiago Silva und Marquinhos könnte auf Top-Niveau auch immer wieder Probleme bekommen.

SPOX: Was erwarten Sie für ein Spiel? Wird es ein Offensivspektakel?

Zeidler: Beide Teams haben in der Liga mit ähnlichen Gegnern zu kämpfen, die vor allem defensiv ausgerichtet sind. Sie sind es gewohnt, viel Ballbesitz zu haben und nach vorne zu spielen. Jede Mannschaft wird versuchen, ihr Spiel durchzukriegen. Es ist nicht zu erwarten, dass sich PSG oder Bayern groß anpasst.

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