Taktische Kernpunkte: Borussia Dortmund - Sporting CP

Der Jungspund als Schlüssel

Von SPOX
Mittwoch, 02.11.2016 | 13:00 Uhr
Advertisement
Copa Sudamericana
MiLive
Chapecoense -
Def y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Javor
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Super Liga
So19:00
Rad -
Crvena zvezda
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Mo20:45
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Do02:45
Santos -
Flamengo
Ligue 2
Fr20:00
Lens -
Nimes
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
Sa16:45
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes
CSL
So13:35
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
So14:30
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
So15:00
Lille -
Nantes
Allsvenskan
So15:00
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
So15:15
SC Freiburg -
Turin
Championship
So17:30
Bolton -
Leeds
First Division A
So18:00
Anderlecht -
Oostende
Club Friendlies
So20:30
Inter Mailand -
Villarreal

Borussia Dortmund konnte sich in der Champions League bisher ordentlich präsentieren. Vor dem Rückspiel gegen Sporting (Mi., 20.45 Uhr im LIVETICKER) offenbaren sich aber spielerische Probleme, schon das Hinspiel entschied der BVB nur knapp für sich. SPOX wirft gemeinsam mit dem Institut für Fußballmanagement einen Blick auf taktische Kernpunkte.

Durchaus glücklich zeigte sich Thomas Tuchel nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel bei Sporting. Als "jung und unerfahren" betitelte er seine Mannschaft, die drei Punkte nahm der BVB aber doch mit nach Dortmund. Am Mittwoch (Mi., 20.45 Uhr im LIVETICKER) wird Sporting alles daran setzen, zurückzuholen, was ihnen gehört. Schon im Hinspiel offenbarten die Portugiesen gute Ansätze.

Mit einem Sieg könnte das Weiterkommen für die Borussia schon fast sicher sein, Sporting wird seinerseits aber auf einen gewonnenen direkten Vergleich aus sein, um noch eine Chance auf das Achtelfinale aufrecht zuhalten. Dementsprechend sollten Tuchel und seine jungen Wilden gewarnt sein.

Kernpunkt in der Defensive: Lange Zuspiele auf Bas Dost

Schon im Hinspiel setzten die Portugiesen auf viele lange Bälle Richtung Bas Dost. Torhüter Rui Patricio sowie Innenverteidiger Sebastian Coates suchten den großen Niederländer tief in der Hälfte des BVB. Dort sollte Dost die Anspiele sichern und weitergeben. Den Ball behält er selbst nur selten.

"Der Holländer hat die Aufgabe, die Bälle in die Tiefe zu verlängern, in die oftmals Zentrumsspieler Lazar Markovic und Außenbahnmann Gelson Martins mit Tempo starten", erklärt Dr. Alexander Schmalhofer, Leiter des Fachbereichs Spiel- und Taktikanalyse des Instituts für Fußballmanagement.

Gerne fungiert Dost auch mit einfachen Ablagen auf die nachrückenden Mittelfeldspieler und zieht Sporting somit alleine in die gegnerische Hälfte. Hier muss der BVB nicht nur konzentriert verteidigen, sondern vor allem den zweiten Ball gewinnen. Gegen Dost in der Luft zu bestehen, dürfte für die Defensive kaum möglich werden.

Die kopfballstärksten Akteure des BVB agieren in der defensiven Zentrale. Rücken sie heraus, legen sie Lücken in ihrem Rücken frei, in die wiederum Spieler von Sporting starten könnten. Presst der BVB hoch, um die langen Bälle ungenau zu machen, ergibt sich direkt das nächste Problem.

"Je höher der BVB presst, desto mehr lange Bälle wird Sporting spielen", erklärt Schmalhofer. Rückt der BVB auf, spielt Dost eben doch gegen die letzte Linie des BVB. Es sei zudem gewarnt: "Die Portugiesen sollten nicht nur auf ihr Spiel auf den zweiten Ball reduziert werden. In der Liga zeigen sie auch im Ballbesitzspiel große Stärken."

Dabei geht es vor allem über die rechte Seite nach vorne. Der offensiv ausgerichtete Ezequiel Schelotto und Martins verkörpern dort hohes Tempo. "Der linke äußere Mittelfeldspieler der Dortmunder, wahrscheinlich Dembele, muss konsequent und unter Ausnutzung seiner Geschwindigkeit mit nach hinten arbeiten, um die starke rechte Seite der Portugiesen zu verteidigen", so Schmalhofer.

Kernpunkt in der Offensive: Spielaufbau von und mit Weigl

Im Hinspiel verteilten sich die Ballbesitzanteile beinahe gleich auf BVB und Sporting. Das lag auch am guten Pressing der Portugiesen, die sich gegen den Ball oft in einem 4-4-2 formierten und das Zentrum schlossen. Dortmund zeigte hierbei ungewohnte Probleme bei der Ballzirkulation, es folgte die so ungern gesehene U-Form.

Auch im Revierderby gegen Schalke sah Tuchel hier Schwächen. Gerade Julian Weigl ist entscheidend für das Spiel in den ersten zwei Ebenen und erwischte gegen S04 keinen guten Tag. Auch deshalb muss es im Rückspiel gegen Sporting Ziel sein, den 21-Jährigen zu nutzen.

Sollte Weigl nach hinten fallen, kann er eine Überzahl in erster Linie gegen Sportings Stürmer herstellen und damit den kurzen Aufbau begünstigen. Dann wird es für den BVB allerdings schwieriger, sich hinter die erste Pressinglinie zu spielen. Hier offenbarte schon das Revierderby Schwierigkeiten.

"Bleibt Weigl in der Spieleröffnung im Zentrum, so ist es entscheidend, dass die Dortmunder Innenverteidiger sehr breit stehen, um über die Außenspur den Raum auf den Außen zu nutzen", liefert Schmalhofer eine Idee. Er führt aber weiter aus: "Alternativ kann sich Julian Weigl auch nach hinten fallen lassen, um mit den Innenverteidigern eine 3:2-Überzahl gegen Sportings Stürmer zu erzielen."

Dabei bieten sich die üblichen zwei Optionen: Zwischen oder neben die Innenverteidiger? Weigl könnte sicher beide Varianten ausführen, Schmalhofer sieht einen Vorteil im Raum zwischen Innen- und Außenverteidiger: "Um entweder selbst die Möglichkeit zu haben, am Flügel anzudribbeln oder die gegnerischen Stürmer auseinanderzuziehen und die 3:2-Situation dann auszuspielen."

Somit kann Tuchel eigentlich genau auf die Spielweise zurückgreifen, die er seit Beginn dieser Saison immer öfter heranzieht: Überzahlsituationen am Flügel herstellen. Fällt Weigl zurück, können die Innenverteidiger die Außenverteidiger höher schieben und diese sich im 4-1-4-1 über die Außenspuren nach vorne kombinieren.

Für mobile Nutzer: Aufbauszenario über links gegen Sportings 4-4-2

Entscheidend wird dabei die Rolle der beiden Zehner des BVB. "Da die Portugiesen zuletzt durchaus Probleme im Defensivverhalten zeigten, wird es wichtig sein, dass sich die Halbspieler Götze und Kagawa aktiv in den Raum zwischen gegnerischer Abwehr und Mittelfeld bewegen", so Schmalhofer.

Sollten diese nach außen mitgehen, wird aber das Ausbalancieren schwer. Gegen Schalke wichen Götze und Kagawa oft seitlich aus, den daraus entstandenen Raum konnte aber das eigene Team nicht nutzen. Hier werden bessere Verbindungen gefordert sein, um sich den Ballbesitz nicht unnötig schwer zu machen.

Borussia Dortmund im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung