"Derbi madrileno" beim Finale in Mailand

Mehr Abneigung geht nicht

SID
Dienstag, 24.05.2016 | 13:51 Uhr
2014 setzten sich im Finale Sergio Ramos und Real Madrid durch
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Die Highlights vom Samstag mit BVB-BMG, S04 & SVW
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
St. Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Brügge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
WC Qualification Europe
Georgien -
Wales
WC Qualification Europe
Italien -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Liechtenstein -
Israel
WC Qualification Europe
Spanien -
Albanien
WC Qualification Europe
Kroatien -
Finnland
WC Qualification Europe
Kosovo -
Ukraine
WC Qualification Europe
Färöer -
Lettland

Das Madrider Derby zwischen Real und Atletico im Champions-League-Finale am Samstag ist vor allem von einem geprägt: großer gegenseitiger Abneigung der beiden Finalteilnehmer.

Das Establishment gegen die Arbeiterklasse, die Privilegierten gegen die, die fast nichts haben: Das "Derbi madrileno" zwischen Real und Atletico Madrid, das am Samstag (20.45 Uhr im LIVETICKER) in Mailand beim Champions-League-Finale steigt, elektrisiert die spanischen Fußball-Fans seit über einem Jahrhundert - und lässt andere Derbys auf der europäischen Landkarte fast wie einen Kindergeburtstag erscheinen. Für die treuesten Anhängern geht es um mehr, viel mehr, als nur ein Spiel.

"La vergüenza del país" - die "Schande des Landes" schallt es in der spanischen La Liga meist in ohrenbetäubender Lautstärke von den Rängen des Estadio Vicente Calderon. Dass Diktator Franco aus Real sein Aushängeschild machte und sich in der dunklen Epoche mit den Titeln der Königlichen rühmte, haben die Stadtrivalen nicht vergessen. Der Hass ist tief verwurzelt.

Allein geographisch liegt das Atletico-Stadion Vincente Calerdon im ärmeren Süden der Stadt, direkt am Manzanares-Fluss. Die Fans zelebrieren den "Aufstand" gegen die Reichen aus dem Norden - auch, wenn Atletico natürlich längst selbst zu den vermögenden Klubs in Europa zählt und dreistellige Millionenbeträge umsetzt.

Robin Hood des spanischen Fußballs

Im Gegenzug haben "die Weißen" meist nur ein müdes Lächeln für den kleinen Nachbarn übrig, für viele Fans im Estadio Santiago Bernabeu hat die Rivalität zum ebenso erfolgreichen FC Barcelona die größere Bedeutung. In all den Jahren, in denen Real Titel um Titel sammelte, darunter zehn Trophäen im Europapokal der Landesmeister bzw. der Champions League, konnte Atletico den Rivalen nur ab und zu ärgern. Zuletzt mit der Meisterschaft 2014. Den wettbewerbsübergreifenden direkten Vergleich gewinnt Real mit 94 Siegen (zu 46 Niederlagen bei 37 Unentschieden) mühelos.

Die nur vom Ergebnis her klare Niederlage im Königsklassen-Finale 2014 (1:4 nach Verlängerung in Lissabon) brennt den Colchoneros (Matratzenmachern), die sich gerne als "Robin Hood des spanischen Fußballs" sehen, auf der Seele.

Die Bilder der feiernden Real-Spieler, des mit nacktem Oberkörper provozierenden Superstars Cristiano Ronaldo sollen sich nach der Partie am Samstag in Mailand nicht wiederholen. Dafür steht auch Trainer Diego Simeone.

Der 46-jährige Argentinier, der als Spieler selbst im Atletico-Mittelfeld aufräumte und gerne über die "großen Eier" seiner Spieler spricht, setzt auf aggressiven, beißenden Fußball, der nicht immer was mit Eleganz und Schönheit zu tun haben muss - die Tugenden der Arbeiterklasse. Auf der anderen Seite steht Reals Ex-Profi Zinedine Zidane, der frühere Weltfußballer, wie kein Zweiter für das "weiße Ballett", das dem Operetten-Publikum im Bernabeu die große Show liefert.

Alles zur Champions League

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung