Was steckt hinter Paul Pogba?

Der moderne Superstar

Dienstag, 15.03.2016 | 20:30 Uhr
Alle zerren an ihm: Paul Pogba ist auf dem Weg zum Superstar des Weltfußballs
© getty
Advertisement
Bundesliga
FrJetzt
S04-M05: Jetzt die Highlights anschauen!
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe

Lob von Zidane, Verlgeiche mit der Mona Lisa und ein Preisschild über 100 Millionen Euro. Paul Pogba ist schon jetzt ein internationaler Superstar, obwohl ihm sportlich noch einiges zur Kategorie Messi oder Ronaldo fehlt. Wie hat der 23-Jährige diesen Aufstieg geschafft? Wie geht er damit um? Und sind die Elogen überhaupt berechtigt?

Für diese Woche hat sich Paul Pogba etwas Besonderes einfallen lassen. Natürlich. Denn der junge Franzose ist ein Typ, der sein Leben nach dem Motto "Normal kann jeder" bestreitet. Kleidung, Schmuck und vor allem Frisuren haben es ihm so richtig angetan.

Und nachdem Juventus sein Ligaspiel gegen Sassuolo schon am Freitagabend erfolgreich absolvierte, blieb am Wochenende genügend Zeit, um sich mal etwas länger auf den Friseurstuhl zu setzen. Am Sonntagmorgen postete Paul Pogba dann sein neuestes Kunstwerk in seinen sozialen Medien.

Weg ist der blondierte Bürstenschnitt, dafür zieren Pogbas Kopf jetzt wieder einrasierte sowie gefärbte Sterne und ein Minion.

Minions sind kleine, gelbe Zeichentrickwesen und gerade mächtig angesagt bei der jüngeren Generation. In ihrer Story existieren sie seit Anbeginn der Zeit, um den Superschurken der Weltgeschichte zu dienen. Allerdings sind sie darin so ungeschickt, dass sie jeden Plan unabsichtlich durchkreuzen.

Lob von allen Seiten

Diese Analogie hatte Pogba sicher nicht im Sinn, als er sich den Minion auf den Kopf hat machen lassen. Denn nachdem er am Dienstag seinen 23. Geburtstag feiern durfte, will er am Mittwoch mit Juventus den FC Bayern aus der Champions League werfen (Mi., 20.45 Uhr im LIVETICKER). Einen tollpatschigen Möchtegerngehilfen kann er da nicht gebrauchen.

Juventus muss am Mittwoch sein Optimum abrufen, um die Bayern in München zu gefährden und hofft dabei auch auf einen Pogba am Leistungslimit. Durch das verletzungsbedingte Fehlen von Claudio Marchisio und Paulo Dybala wird es noch mehr auf den Franzosen ankommen.

Er ist das Bindeglied des kompakten Juve zwischen Defensive und Offensive. Er kann mit seiner physischen Präsenz, seiner Qualität am Ball, seinen geschickten Bewegungen und Pässen das Spiel der Italiener lenken.

Kaum eine Fußballlegende, die in Pogba noch nicht einen künftigen Weltstar gesehen hat. Patrick Vieira, Didier Deschamps und allen voran Zinedine Zidane haben sich vor Pogba verneigt. "Wenn Paul so weitermacht, wird er einer der Größten", sagt Zidane, der in Pogba eine Mischung aus Claude Makelele und Vieira erkannt haben will.

Die Statistiken von Pogba in der Saison 2015/16 im Vergleich zu Pirlo 2014/15

Alle wollen Krake Paul

Im Jahr eins nach Andrea Pirlo ist Pogba auf dem Platz noch mehr in den Mittelpunkt gerückt. Zuvor konnte er sich noch am grandiosen Altmeister auf der Sechs und dem nach München gewechselten Arturo Vidal anlehnen. "Ich war sehr glücklich, mit einem Helden wie ihm spielen zu können", sagt Pogba über Pirlo. "Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich jetzt eine ähnliche Rolle wie er spielen will."

Pogba ist nun so etwas wie der Franchise-Player, wie man im Basketball sagen würde. Der Spieler, der stellvertretend für sein Team steht, diesem enorme Qualität verleiht, wie Lionel Messi bei Barca oder Cristiano Ronaldo in Madrid, und gleichzeitig auch als Marke funktioniert.

Pogba hat knapp 2 Millionen Follower bei Twitter, wo er seit einiger Zeit sein Dab Team promotet. Er trägt extravagante Outifts, wie die eigens für ihn designten Sneaker vor dem Champions-League-Finale 2015 mit seinem Konterfei und er hat auf dem Ausrüstermarkt wohl einen wahren Bieterwettstreit ausgelöst, der ihm in den nächsten Jahren einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag einbringen wird. Alle wollen Pogba, der aufgrund seiner langen Beine in Italien den Spitznamen Krake bekommen hat.

In einer Reihe mit Messi und Ronaldo?

Pogba hat in seiner noch jungen Karriere schon viele Titel gesammelt. Mit Juve wurde er dreimal Meister und gewann einmal den Pokal. Mit der französischen U20 holte er 2013 die Weltmeisterschaft und wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt. Im selben Jahr bekam er die Auszeichnung des Golden Boy, ein Jahr später die des besten jungen Spielers bei der WM 2014. Und im vergangenen Jahr stand er sowohl im UEFA Team des Jahres als auch in der FIFA-Weltelf.

All die Titel und Auszeichnungen haben Pogba in der modernen Fußballwelt schnell in extreme Sphären geschossen. Er ist mittlerweile in der Kategorie internationaler Superstar angekommen, obwohl er noch keinen großen internationalen Titel gewonnen hat und bei keinem Klub der ersten Kategorie spielt.

Das sieht zumindest Juve-Präsident Andrea Agnelli so: "Wir stehen weiterhin zwei Stufen unter Klubs wie Bayern, Barcelona oder Real Madrid. Die Münchner dienen uns mit ihrer langjährigen wirtschaftlichen und sportlichen Erfolgsgeschichte als Vorbild. Bis dorthin wird es aber noch ein schwieriger Weg."

Raiola trommelt für seinen Klienten

Ob Pogba diesen Weg mitgehen wird, wird so heiß diskutiert wie kaum eine andere Personalie auf dem internationalen Transfermarkt. Barcelona, Real Madrid, PSG, Manchester City, Chelsea, kaum ein finanzkräftiger Klub, der nicht an ihm interessiert sein soll. In Turin besitzt Pogba einen Vertrag bis Juni 2019, ohne Ausstiegsklausel.

Sein Berater Mino Raiola versteht sein Handwerk und trommelt gewaltig auf dem Markt. "Er ist einzigartig wie die Mona Lisa", sagt Raiola. Und: "Er wird mehr kosten als Cristiano Ronaldo." 100 Millionen Euro seien nicht genug. Raiola, der unter anderen auch Ibrahimovic durch Europa transferierte, hat für das Ende der Saison schon mal eine Entscheidung Pogbas angekündigt.

Raiola hat aber auch betont, dass Pogba eine enge Beziehung zu Juve habe und sein Herz am Klub hänge. Juventus hat ihm die Chance gegeben, im Profifußball Fuß zu fassen, als es ihn ablösefrei von Manchester United verpflichtete, wo der junge Franzose Sir Alex Ferguson einen Schuss zu selbstbewusst war und die Zornesröte ins Gesicht trieb. "Respektlos" schrie Ferguson, der es heute als "einen meiner größten Fehler" bezeichnet, "dass ich Pogbas Potenzial nicht erkannt habe".

Pogba bleibt erstaunlich cool

Das steht heute außer Frage. Fast jeder ist von Pogba begeistert, alle zerren an ihm und im Sommer erwartet Frankreich, dass er die Nationalmannschaft zum EM-Titel in der Heimat führt, wie das Platini 1984 und Zidane bei der WM 1998 gemacht haben. Viel Vertrauen, aber auch hohe Erwartungen und ganz schön viel Druck für einen gerade 23-Jährigen.

Es ist erstaunlich, wie gelassen Pogba bisher mit all diesen Lobhudeleien von Experten, Mitspielern, Trainern und Medien umgeht und sportlich überzeugt. Nebengeräusche gibt es so gut wie nicht. Außer der Geschichte aus Manchester ist nichts über unangemessenes Verhalten Pogbas bekannt. Die Extravaganz hebt er sich für die Mode und seine Frisuren auf.

Paul Pogba im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung