Der FC Bayern in der Champions League

Dahoam is dahoam

Mittwoch, 16.03.2016 | 13:15 Uhr
Mit den Fans im Rücken ist der FC Bayern in der Allianz Arena eine Macht
© getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Man City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Man United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Watford -
Brighton (Delayed)
Premier League
Crystal Palace -
Swansea (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Superliga
Nordsjälland -
Kopenhagen
Primera División
Espanyol -
Leganes
Primera División
Eibar -
Bilbao
Premier League
Zenit -
Rostow
Super Liga
Roter Stern -
Partizan
Premier League
Tottenham -
Burnley (Delayed)
Primera División
Getafe -
Sevilla
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Serie A
Palmeiras -
Sao Paulo
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
Premier League
West Brom -
Stoke (Delayed)
WC Qualification South America
Venezuela -
Kolumbien
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Spanien -
Italien
Serie B
Empoli -
Bari
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Lettland -
Schweiz
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien
WC Qualification South America
Bolivien -
Chile
WC Qualification South America
Kolumbien -
Brasilien
WC Qualification South America
Ecuador -
Peru
WC Qualification South America
Paraguay -
Uruguay
WC Qualification South America
Argentina -
Venezuela

Der FC Bayern hat unter Pep Guardiola zweimal das Halbfinale der Champions League erreicht. Dabei spielten die Münchner ihre K.o-Runden immer in der Auswärts-Heimspiel-Konstellation. Die Ergebnisse in der Fremde und in der heimischen Arena weisen eine extreme Diskrepanz auf. Eine Spurensuche.

Pressekonferenzen sind in der Regel dazu da, um Antworten von Trainer oder Spielern zu bekommen. Die sind nicht immer zufriedenstellend und sehr oft auch austauschbar, aber die Rollen sind eigentlich klar verteilt: die Reporter fragen, die Protagonisten antworten.

Am Dienstag hat Robert Lewandowski den Spieß umgedreht eine kluge Frage gestellt. "Was bedeutet Dominanz, wenn es am Ende 2:2 steht?"

Der FC Bayern hat in Turin, auch das hat Lewandowski gesagt, 60, 70 Minuten herausragenden Fußball gespielt, vielleicht war es die beste Leistung unter Guardiola. Aber ein paar Minuten später herrschte plötzlich Gleichstand. Aus einer fantastischen Ausgangslage wurde eine gute Ausgangslage für das Rückspiel.

Guardiolas schwache Auswärtsbilanz

Aber das Remis bleibt die nächste Auswärtspartie in der K.o.-Phase der Königsklasse, die der FC Bayern nicht für sich entscheiden konnte. Unter Guardiola haben die Münchner überhaupt erst ein Spiel ab dem Achtelfinale in der Fremde gewonnen, gleich das erste in London bei Arsenal (2:0).

Es folgten drei Remis (ManUnited, Donezk, Juventus) und drei Niederlagen (Real Madrid, Porto, Barcelona). Dazu gesellen sich noch zwei Pleiten in der Gruppenphase gegen Manchester City (2014/15) und Arsenal (2015/16).

Die Auswärtsbilanz des FCB gegen internationale Schwer- und Mittelgewichte liest sich also nicht sonderlich gut. Die Ausnahme von der Regel war die Vorrunden-Gala beim 7:1 in Rom.

Dampfwalze in der Arena

Ganz anders zuhause: Abgesehen vom 0:4-Debakel gegen Real Madrid gab es neben einem Remis gegen Arsenal, das im Achtelfinal-Rückspiel zum Weiterkommen reichte, und einer Niederlage in der Gruppenphase gegen ManCity ausnahmslos Siege. Vor allem in der letztjährigen und aktuellen Spielzeit haben die Bayern zuhause eine furchteinflößende Bilanz: 9 Spiele, 9 Siege, Torverhältnis 36:4.

Unvergessen vor allem das 6:1 gegen den FC Porto, als der FC Bayern in der ersten Halbzeit wie aus einem Guss spielte und das 1:3 aus dem Hinspiel schnell mit einem 5:0 konterte. Davor gab es schon das 7:0 gegen Donezk und danach noch das begeisternde 3:2 gegen Barca, als Bayern noch viel mehr Tore hätte erzielen können.

Wobei man sich vor allem bei diesem Spiel nie ganz sicher sein konnte, ob Bayern wirklich Chancen auf eine sensationelle Wende hatte, oder Barca es im Gefühl des sicheren Erfolgs nur knapp hat aussehen lassen.

An der erneut bärenstarken Offensivleistung der Bayern lässt sich aber nicht rütteln und auch nicht daran, dass ein Gefühl herrschte wie in den 70er und 80er Jahren, als ein 0:3 im Hinspiel noch keine erdrückende Bürde war und ein 5:0 im Rückspiel keine Seltenheit.

Schwierige Suche nach den Gründen

Die Suche nach den Gründen für diese Diskrepanz zwischen Auswärts- und Heimbilanz ist schwierig, auch Spieler und Trainer haben dafür nur die klassischen Antworten parat, dass man sich mit den Fans im Rücken zuhause im gewohnten Umfeld wohler fühle und der Gegner im heimischen Stadion eben auch stark sei.

Natürlich spielt die Konstellation immer eine Rolle. Die Bayern haben in der K.o.- Phase bisher immer zuerst auswärts und dann zuhause gespielt. Das resultierte in drei der sieben Fälle aus dem Gruppensieg. Guardiola ist kein Trainer, der Leistungen an Ergebnissen misst, aber Ergebnisse haben Einfluss auf die zu erbringenden Leistungen.

Wenig Ballbesitz, viele Tore?

Ein Blick in die Opta-Daten verrät, dass die Bayern vor allem in der vergangenen Saison ihre Auswärtsspiele sehr vorsichtig angelegt haben. In Lwiw gegen Schachtjor, in Porto und in Barcelona hat Bayern zwar jeweils deutlich mehr Ballbesitz und hohe Passquoten, aber kaum Torabschlüsse (Donezk: 8 Schüsse/1 aufs Tor, Porto: 5/3, Barcelona: 8/0).

Und das lag nicht nur an den fehlenden Flügelspielern Arjen Robben und Franck Ribery, die gegen Schachtjor beide auf dem Platz standen. Das Spiel war insgesamt mehr auf Kontrolle des Gegners angelegt, was in Donezk (1 Torschuss/1 aufs Tor) sehr gut, in Porto (6/4) bis auf die individuellen Fehler vor den Gegentoren gut und in Barcelona (15/8) aufgrund der Klasse des Gegners nur phasenweise gelang.

In den Heimspielen war Bayern dagegen viel zielstrebiger im Spiel Richtung Tor, hat deutlich mehr Torabschlüsse (Donezk: 25/13, Porto: 21/10, Barcelona: 19/8) und, das ist erstaunlich, jeweils weniger Ballbesitz als im Hinspiel. Nur gegen ein nach drei Minuten in Unterzahl agierendes Donezk knackte Bayern die 60 Prozent.

Passt die Juve-Schablone erneut?

Den auswärts etwas verhaltenen Eindruck der letzten Saison haben die Münchner in dieser Spielzeit wieder zerstreut. Sowohl bei Arsenal als auch in Turin kam Bayern mit viel Ballbesitz zu vielen Torschüssen (Arsenal: 20/6, Juventus: 13/5), ließ aber auch 13 bzw. 11 gegnerische Abschlüsse zu.

Die Leistung in Turin war sicherlich eine der besten in der Ära Guardiola. Juves Abwehrroutinier Andrea Barzagli gab im Kicker zu, dass er "so eine ultra-offensive Haltung nicht erwartet" hatte. "Es war beeindruckend, wie sehr uns die Münchner fast eine Stunde lang mit ihrer herausragenden Qualität zerquetscht haben."

Philipp Lahm sprach hinterher von einer "Schablone", die der Trainer für Juventus vorbereitet und die perfekt gepasst habe. Ob das auch im Rückspiel gelte, wollte er am Montag nicht abschließend beurteilen. "Aber man hat dort gesehen, dass unser Spiel funktioniert und deswegen werden wir uns nicht großartig ändern."

Leichte Anpassungen werden dennoch nötig sein, denn Juventus hat angekündigt, mutiger zu beginnen als im Hinspiel. Ein stürmisches Juventus ist deshalb nicht gleich zu erwarten, aber die Italiener wissen, dass ein 0:2 nicht immer aufzuholen ist. Vor allem nicht gegen den FC Bayern, vor allem nicht in München.

Die Bilanz des FC Bayern gegen Juventus

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung