Ordner-Gewalt gegen Bayern-Fans

Brief an Angela Merkel

Von SPOX
Donnerstag, 25.02.2016 | 16:19 Uhr
Fans des FC Bayern München in Turin
© getty
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Neben dem ärgerlichen Remis bei Juventus Turin sind den Fans des FC Bayern vor allem die Einlasskontrollen im Juventus Stadium bitter aufgestoßen. Statt routinemäßiger Kontrollen wurden die mitgereisten Münchner penibel überprüft und sogar Opfer körperlicher Gewalt der italienischen Polizei.

Nachdem sich der FC Bayern bereits kritisch über die Maßnahmen der Ordnungskräfte in Italien geäußert hat und die Vorkommnisse "ausdrücklich bedauert", soll jetzt sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeschaltet werden.

In einem offenen Brief an die Kanzlerin hat der Präsident des Bayrischen Landkreistags Christian Bernreiter auf die Missstände in Turin hingewiesen und die Politik zum Handeln aufgefordert. Darin schreibt der Anhänger des FC Bayern, dass deutsche Staatsbürger der Willkür und "leider auch der körperlichen Gewalt" der italienischen Polizei ausgeliefert gewesen seien. Das berichtet die Abendzeitung.

Demnach sollen die Sicherheitskräfte sehr ruppig mit den Münchnern umgegangen sein. Unter anderen habe ein Polizist einen Fan an der Kehle gepackt und gegen den Zaun gedrückt haben. Als mitgereiste Ordner des FC Bayern die Situation schlichten wollten, seien sie laut Bernreiter aus dem Stadion verwiesen worden. Der Politiker geht sogar noch weiter und beschreibt, dass laut Aussagen von Anwesenden "Gefahr für Leib und Leben" bestand habe.

"Unverhältnismäßige Kontrollen"

Augenzeugenberichten zufolge haben es viele Fans erst Minuten nach Anpfiff auf die Tribünen geschafft, da flächendeckend penible Ausweiskontrollen und Durchsuchungen stattgefunden haben. Eine Sprecherin des italienischen Spitzenklubs erklärte jedoch, dass es sich bei den Maßnahmen um die üblichen, für eine Champions-League-Partie vorgesehenen, Kontrollen handelte.

Auch die Ultra-Gruppierung des FC Bayern "Schickeria München" bezog auf ihrer Homepage Stellung zu den Vorkommnissen in Turin. In einer Erklärung sprach die Gruppe von "unverhältnismäßigen Kontrollen" und beschrieb, dass ihnen trotz Absprache sämtliche Fanmaterialien wie Trommeln und Megaphone abgenommen wurden. Darüber hinaus befinden sich aktuell noch fünf Mitglieder der Gruppe in Haft und werden am Donnerstag dem Richter vorgeführt.

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