Juventus - Bayern: Taktische Schwerpunkte

So gleich und doch so anders

Montag, 22.02.2016 | 23:00 Uhr
Massimiliano Allegri und Pep Guardiola duellieren sich im Achtelfinale
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Def y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Do02:45
Santos -
Flamengo
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes
CSL
So13:35
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
So14:30
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
So15:00
Lille -
Nantes
Allsvenskan
So15:00
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
So15:15
SC Freiburg -
Turin
Championship
So17:30
Bolton -
Leeds
First Division A
So18:00
Anderlecht -
Oostende
Club Friendlies
So20:30
Inter Mailand -
Villarreal

Am Dienstag (20.45 Uhr im LIVETICKER) steht für den FC Bayern München ein richtiger Härtetest an. Juventus Turin will in der Champions League wieder hoch hinaus. Ein Blick auf die entscheidenden taktischen Aspekte im Hinspiel des Achtelfinals.

Die Personalwahl und ihre Folgen

Nicht nur in München kämpft man in dieser Saison mit Verletzungssorgen in der defensiven Zentrale. Auch Juventus macht sich vor dem Duell mit dem FC Bayern einige Gedanken um die Besetzung der Innenverteidigung. Mit Martin Caceres ist der erste Backup-Spieler langfristig verletzt, mit Giorgio Chiellini ist ein entscheidender Faktor noch bis kurz vor dem Spiel auf der Kippe.

Ein Einsatz des Italieners kann alles verändern und Auswirkungen auf das gesamte Gefüge der Gastgeber haben. Setzte Max Allegri zu Beginn der Saison noch oft auf ein Grundordnungen im 4-2-3-1 oder 4-4-2, wechselte er im Laufe der Saison immer mehr zur Variante des 3-1-4-2, vertraut dafür allerdings auf drei zentrale Verteidiger.

Andrea Barzagli und Leonardo Bonucci stehen bereit, fehlt allerdings Chiellini, wird sich Juventus wohl auf eine Viererkette verständigen und damit einige Umstellungen vornehmen. Dann ist ein 4-3-3 mehr als wahrscheinlich, nutzte Allegri diese Ausrichtung doch schon im Spitzenspiel gegen den SSC Neapel ohne seinen beinharten Halbverteidiger.

Allegri bestätigt: Mandzukic und Khedira in der Startelf

Die Variante 3-1-4-2

Für mobile Nutzer: Juventus mit einer 3-1-4-2-Grundformation

Ist Chiellini fit, können die Turiner auf das Modell der 3/5er-Kette zurückgreifen. Die Halbverteidiger sichern die etwas offensiveren Flügelspieler ab, rechts ist dann durchaus Juan Cuadrado statt dem eigentlichen Rechtsverteidiger Stephan Lichtsteiner denkbar. Im Mittelfeld zieht Claudio Marchisio die Fäden, Sami Khedira kann dadurch seine vertikalen Vorstöße in geöffnete Gassen einbringen.

Links ersetzen Dybala und Paul Pogba den fehlenden Flügelstürmer im Wechsel, Patrice Evra - oder der doch fit gewordene Alex Sandro - hinterlaufen viel und suchen Möglichkeiten zum Flanken in den Strafraum. Diese Bewegungen müssen durch einen etwas aufrückenden Chiellini abgesichert werden. Die rechte Seite versucht weniger, bis zur Grundlinie durchzubrechen, sondern bleibt für Kombinationen im zweiten Drittel anspielbar.

Die Variante 4-3-3

Für mobile Nutzer: Juventus mit einer 4-3-3-Grundformation

Ist Chiellini nicht fit, wird es wohl die 4er-Kette werden. Dann verteidigt Lichtsteiner rechts hinter Cuadrado, die rechte Seite gestaltet sich mit Pärchenbildung etwas klassischer als die linke. Dort dürfte Mario Mandzukic viel ausweichen und Bälle hinter den gegnerischen Außenverteidigern festmachen, um auf Pogba abzulegen. Dybala agiert dann mehr im Zentrum, zieht von dort aus aber gerne mit Ball auf die linke Seite.

Evra hält sich dafür links etwas mehr zurück und marschiert nicht bis zur Grundlinie durch. Beispielsweise eine Möglichkeit, um Arjen Robben als Gegenspieler Paroli zu bieten und dem Niederländer nicht zu viel Platz zu geben. Khedira wird abermals von Marchisio abgesichert, kann allerdings nicht immer durchstarten, sondern muss beachten, dass seine Absicherung im Rücken zahlenmäßig abgenommen hat.

Mehr Tempo oder mehr Kontrolle?

Nicht viel anders gestaltet sich die Personalsuche beim FC Bayern. Die Innenverteidigung ist ebenfalls Problemzone Nummer eins, hat mit Serdar Tasci, David Alaba, Joshua Kimmich und auch Medhi Benatia aber sehr unterschiedliche Typen zur Verfügung. Pep Guardiola wird sich vor allem die Frage nach der Länge der Abwehrkette aufdrängen.

Für mehr Kontrolle im Mittelfeld könnte er Philipp Lahm eine Reihe nach vorne ziehen und damit auf klassische Außenverteidiger verzichten. Fraglich allerdings, ob er das gegen die linke Seite von Juventus für sinnvoll ansieht. Somit scheint ein 4-3-3 wahrscheinlicher, um den Flügelfokus der Italiener auffangen zu können und selbst im Mittelfeld zumindest nicht in Unterzahl zu geraten. Dann würde im Aufbau Xabi Alonso als abkippender Sechser gegen die Doppelspitze der Gastgeber spielen.

Offen bleibt die Mittelfeldbesetzung davor. Thomas Müller als vorstoßender Achter ist ebenso eine Möglichkeit wie Arturo Vidal. Spielt der Chilene, ist aber kein Platz für Arjen Robben oder Thiago. Gerade gegen das defensiv starke Juventus können deren Fähigkeiten im Eins-gegen-eins (Robben) oder in engen Räumen (Thiago) entscheidend sein. Vidal in der Defensive könnte angesichts seiner Kopfballstärke ebenfalls eine Option werden, sollten Tasci und Benatia passen.

Seite 1: Die Personalwahl und ihre Folgen

Seite 2: Hoch, tief oder mittel verteidigen?

Seite 3: Suche nach der italienischen Schwachstelle

Seite 4: Pogba und Dybala gegen wen?

Seite 5: Zentrale ist Trumpf - oder doch nicht?

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung