Wikipedia, ich komme!

Von Andreas Inama
Donnerstag, 04.06.2015 | 11:44 Uhr
Gianluigi Buffon bestreitet am Samstag sein zweites Champions-League-Finale
© getty
Advertisement
League Cup
Di23.01.
Die Entscheidung: Bristol-ManCity & Chelsea-Arsenal
Copa del Rey
Do25.01.
Derby mit Druck: Dreht Barca den Rückstand?
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Premier League
Man United -
Huddersfield
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Brom -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)
Primera División
Getafe -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Florenz
Serie A
Juventus -
Sassuolo
Premier League
Crystal Palace -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Barcelona
Premier League
Liverpool -
Tottenham
Primera División
Girona -
Bilbao
Primera División
Atletico Madrid -
Valencia
Serie A
Benevento -
Neapel
Ligue 1
Monaco -
Lyon

Am Samstag (20.45 Uhr im LIVE-TICKER) hat Gianluigi Buffon gegen den FC Barcelona die Chance, sich seinen letzten großen Traum zu erfüllen: den Champions-League-Titel mit Juventus Turin. Der Henkelpott wäre die Krönung der großen Karriere eines fantastischen Torwarts und begnadeten Motivators. Seine Laufbahn war und ist eine mit Höhen und Tiefen, gezeichnet durch große Erfolge - aber auch von Skandalen und Kontroversen.

9. Juli 2006. Im Berliner Olympiastadion läuft die 13. Minute der Verlängerung. Die Azzurri straucheln, die Franzosen präsentieren sich in den letzten Minuten des Finales der Weltmeisterschaft frischer, fitter und vor allem eins: überzeugter. Willy Sagnol kommt an der rechten Seitenlinie an den Ball, blickt kurz auf und flankt in die Mitte. Zinedine Zidane schleicht Gennaro Gattuso davon und kann den Ball unbedrängt wuchtig Richtung Tor köpfen.

Wer gewinnt die Champions League? - Jetzt bei Tipico wetten!

Nur einer verliert in diesem Moment nichts von seiner Konzentration und Reaktion. Er ist zur Stelle, wenn ein krisengebeuteltes Fußballland ihn am meisten braucht: Gianluigi Buffon lenkt den Ball mit einem Klasse-Reflex über die Querlatte.

"Ich glaube, ich habe in meinem Leben viele sehr wichtige Paraden gemacht. Aber jene gegen Zidane im Finale in Berlin war wohl die entscheidendste." Knapp eine Stunde später wird Italien zum Weltmeister gekürt.

Ein Teil italienischer Kultur

Mittlerweile zieren die Vitrinen des Torhüters aus Carrara unter anderem sechs Meisterschaften, ein UEFA-Cup-Titel, vier Auszeichnungen zum Welttorhüter und eben dieser Weltmeistertitel. Erlangt hat er diese Erfolge in insgesamt über 600 Partien für Parma und Juve und der Rekordanzahl von 147 Auftritten für die italienische Nationalmannschaft.

Buffon ist nicht erst jetzt schon eine Legende. Er hat sich diesen Status bereits vor Jahren gesichert, spätestens mit dem Titel in Deutschland. Der Ausdruck "Grande Gigi!" (Gut gemacht, Gigi!) ist in Italien mittlerweile zu einem geflügelten Wort geworden. Macht man in einer Drucksituation etwas gut, auch fern von jedwedem fußballerischen Zusammenhang, dann macht man es wie Gigi.

Eingang in den italienischen Volksmund hat dieser Satz erstmals 1995 gefunden. Nachdem Buffon erst in der Jugend des AC Parma vom defensiven Mittelfeldspieler zum Torhüter umfunktioniert wurde, feierte er mit zarten 17 Jahren gegen den AC Milan (0:0) sein Debüt in der Serie A.

Der Positionswechsel war damals zwar der Tatsache geschuldet, dass beide Torhüter der Jugendmannschaft verletzt waren. Aber Gigi hat seinen Werdegang einem ungewöhnlichen Spieler zu verdanken: "Es war Kameruns Thomas N'Kono, der mich während der WM 1990 mit seinen spektakulären Paraden dazu inspiriert hat, ins Tor zu gehen. Er wurde mein Vorbild und ihm zu Ehren habe ich meinen Sohn Louis Thomas genannt."

Aufstieg und Skandale

Buffon verdrängte in Parma schnell Luca Bucci und war mit 18 Jahren die Nummer eins zwischen den Pfosten. Mit Spielern wie Fabio Cannavaro, Lilian Thuram oder Hernan Crespo läutete er die goldenen Jahre der Mannschaft aus der Stadt des Parmesans ein und holte 1999 die Coppa Italia und den UEFA Cup in die Emilia-Romagna.

Doch Gigis erste Jahre im Olymp des italienischen Fußballs wurden nicht nur durch Erfolge geprägt. Der junge Keeper musste sich gleich zu Beginn seiner Karriere mit dem Vorwurf des Rechtsextremismus auseinandersetzen.

Nach einem Meisterschaftssieg streifte sich Buffon ein T-Shirt mit der Aufschrift "Boia chi molla" (Wer aufgibt, ist ein Henker) über. Der Ausruf war ein Motto in neofaschistischen Kreisen der Nachkriegszeit und sollte die Menschen wieder dazu bewegen, dem italienischen Faschismus zu folgen.

Buffon wurde vor die Disziplinarkommission des italienischen Verbandes zitiert. Er rechtfertigte sich später in seiner Biographie Numero 1 damit, dass er den Satz noch aus der Zeit in der Schule kannte und der Hintergrund ihm nicht bekannt war.

Im Jahr 2000 pochte der zukünftige Welttorhüter darauf, mit der Rückennummer 88 aufzulaufen. Auch dieses Mal stellte sich heraus, dass Buffon keine rechtsextremen Hintergedanken hatte und antwortete auf seine manchmal juvenil anmutende Art: "Ich wollte die 88, da diese Zahl vier Eier hat. Und im Fußball braucht man Eier."

Der Rekordmann

Allen Widrigkeiten zum Trotz stieg Buffon die Karriereleiter unaufhaltsam weiter nach oben und schloss sich der damals wohl besten Mannschaft Europas an: Im Sommer 2001 wechselte er für ein nach wie vor unerreichte Rekordsumme für Torhüter von rund 54 Millionen Euro zu Juventus Turin.

Dort profilierte er sich nach und nach zu einem der besten Torhüter aller Zeiten. Auch eine Anklage wegen illegaler Wetten und einem gefälschten Abi sowie Depressionen konnten seinem Aufstieg nichts anhaben.

Aus sportlicher Sicht hat das auch seine Gründe: Buffon galt und gilt gemeinhin als ein kompletter Torhüter. Dank seiner Vergangenheit als Mittelfeldspieler glänzt er durch eine ausgeprägte Ballkontrolle. Auf der Linie und beim Herauslaufen hatte er seine größten Stärken. Was ihn von seinem damals größten Konkurrenten Iker Casillas um den Torhüter-Thron aber abhob, war die starke Strafraumbeherrschung.

Seite 1: Aufstieg, Rekorde und Skandale

Seite 2: Loyalität, Träume und das Elfer-Paradoxon

Gianluigi Buffon im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung