Özil seit Comeback wie verwandelt

SID
Dienstag, 24.02.2015 | 18:23 Uhr
Mesut Özil (r.) soll Arsenal zum Sieg gegen Monaco führen
© getty
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Erst als Königstransfer gefeiert, dann als größter Flop stigmatisiert und jetzt wieder Hoffnungsträger des FC Arsenal: Mesut Özil hat seit dem Wechsel nach London einige Stempel bekommen. Der aktuelle dürfte dem Nationalspieler schon wieder besser gefallen, denn rund um die Gunners ist die Überzeugung groß, dass Özil am Mittwoch im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den AS Monaco (20.45 Uhr im LIVE-TICKER) für die entscheidenden Momente sorgen kann.

Özil sei noch mehr als Torjäger Alexis Sanchez der Schlüsselspieler, er sei "on-fire", es könne eine großer Abend für ihn werden, verkünden englische Medien im Vorfeld. Endlich sei der Weltmeister auf dem Weg, die ihm zugedachte Rolle als "Hirn des Spiels" auch wirklich auszufüllen.

Auch Özil ist optimistisch. "Wenn wir das bestätigen, was wir in den vergangenen Wochen gezeigt haben, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir uns eine gute Ausgangslage für das Rückspiel schaffen können", sagte er am Dienstag.

Vergleiche mit Bergkamp

Derzeit wird sein Wert für das Team von Arsene Wenger von manchen mit dem von Ikone Dennis Bergkamp verglichen, der für Arsenal zwischen 1995 und 2006 an zahlreichen Titelgewinnen beteiligt gewesen war. Seit den Zeiten des niederländischen Edeltechnikers haben die Gunners noch einmal den FA-Cup (2014) geholt, vor allem die Sehnsucht nach einer weiteren Meisterschaft wurde bis heute nicht befriedigt.

Wenger hat nicht nur diese Tatsache herbe Kritik eingebracht, auch dass der Franzose, der seit über 18 Jahren bei den Engländern an der Seitenlinie steht, Özil in dessen lang anhaltender Schwächeperiode schützte, wurde ihm mehrfach vorgehalten.

Denn vor Özils Knieverletzung, die ihn bis Mitte Januar drei Monate zur Tatenlosigkeit verurteilte, war dieser nicht zuletzt angesichts der Arsenal-Rekordablöse von etwa 50 Millionen Euro und einhergehender Vorschusslorbeeren häufig genug die Zielscheibe öffentlicher Häme. Seine Körpersprache wurde bemängelt, das tat sogar Bundestrainer Joachim Löw.

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Vorbei: Özil werde endlich zu dem Spieler, den Wenger sich erhoffte, als er ihn 2013 von Real Madrid verpflichtete, heißt es jetzt. Mit drei Toren und zwei Vorlagen seit dem Comeback verlieh Özil diesem Urteil auch einen zählbaren Eindruck. Er befinde sich seit der Rückkehr in außergewöhnlicher Form - sei wie verwandelt, fand kürzlich auch die "Daily Mail". Gerade gegen die defensiv sehr stabilen Monegassen, meinen Experten, sei Arsenal auf ihn angewiesen. Özil könne mit dem wenigen Raum etwas anfangen.

Gunners passen Spielweise an

Gründe für den Wandel liegen offenbar auch in der den Stärken Özils angepassten Spielweise der Gunners. Arbeitsbienen wie der Ex-Freiburger Francis Coquelin halten dem 26-Jährigen den Rücken frei, entlasten ihn von Defensivaufgaben, so dass Özil seine Stärken besser einbringen kann. Der Chilene Sanchez nimmt zudem derzeit gemeinsam mit dem Franzosen Olivier Giroud Druck in der Offensive ab.

Und nicht zuletzt hat Özil unverkennbare physische Fortschritte gemacht. "Er hat sehr hart gearbeitet und ist fast wieder der Alte", sagte Wenger kürzlich über ihn. Giroud findet, wenn Özil "Selbstvertrauen hat, macht er den Unterschied aus". Derzeit mangelt es ihm anscheinend nicht daran. "Ich freue mich auf die beiden Duelle", sagte Özil: "Dieser Wettbewerb ist einfach etwas ganz Besonderes".

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