Schalke-Manager Horst Heldt im Interview

"Der Schalker Weg ist alternativlos"

Mittwoch, 10.12.2014 | 10:56 Uhr
Horst Heldt ist seit Juli 2010 beim FC Schalke 04 als Manager im Amt
© imago
Advertisement
Bundesliga
Fr23:00
Schalke-Mainz: Die Highlights vom Freitag
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

Der FC Schalke 04 braucht am 6. Spieltag der Champions-League-Gruppenphase bei NK Maribor (20.45 Uhr im LIVE-TICKER) einen Sieg, um die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale zu wahren. Manager Horst Heldt spricht im Interview vor der Partie in Slowenien über die Dominanz des FC Bayern München, seinen Lösungsansatz zur hohen Spielerbelastung, künftig aufgeblähte Kader und erklärt, weshalb Schalkes Philosophie auch als permanenter Drahtseilakt zu verstehen ist.

SPOX: Herr Heldt, nach der besten Rückrunde der Vereinsgeschichte herrschte während der Sommervorbereitung eine ziemliche Ruhe für Schalker Verhältnisse. Wie wird es in der Winterpause zugehen?

Horst Heldt: Anders, vermute ich. Wenn wir es schaffen, in der Champions League zu überwintern, dann wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung getan. Vorhersehen kann ich nichts, wissen tue ich aber folgendes: Die Stimmung wird wie immer auch von den Ergebnissen abhängig sein.

SPOX: Sollte sich bis dahin nichts Weltbewegendes tun, wird der FC Bayern München souveräner Herbstmeister. Im Sommer sagten Sie, man müsse es als Schalke 04 für möglich halten, die Bayern von ganz oben wegholen zu können - das dies möglich ist, habe ja schließlich die Vergangenheit gezeigt. Und nun?

Heldt: Ich wurde damals nach den Zielen von Schalke 04 gefragt. Nach einer WM ist es eigentlich traditionell so, dass die Vereine, die viele Spieler abgestellt haben, anfangs auch Probleme haben. Aufgrund dieser Erfahrungen der Vergangenheit dachte ich, dass dies eventuell auch für die Bayern gelte. Anfangs hatte sich das ja auch angedeutet, mittlerweile muss man jedoch konstatieren, dass es sich nicht bewahrheitet hat.

SPOX: Heißt für Schalke?

Heldt: Es ist für jeden Verein nichtsdestotrotz ein lohnendes Ziel, sich zu überlegen, was man tun könnte, um mittelfristig-perspektivisch am Status der Bayern zu kratzen. Wenn man wie wir drei Mal in Serie in die Champions League einzieht, muss man die Freiheit haben, darüber nachzudenken, welchen Reiz man sich für die kommenden Jahre setzen kann - auch wenn es ohne Frage ein hohes Ziel ist.

SPOX: Wie sehr beschäftigt Sie als Manager von S04 die erdrückende Dominanz der Bayern?

Heldt: Ich wundere mich immer wieder darüber, dass man das wiederholt zum Thema macht. Bayerns Dominanz ist doch nicht neu. Als ich noch Spieler war, standen die Bayern ebenfalls häufig mit großem Vorsprung an Tabellenplatz eins. Das wird auch in Zukunft der Normalfall sein. Doch es gab innerhalb ihrer Dominanz auch immer wieder Ausreißer und es ist mal eine andere Mannschaft Meister geworden.

SPOX: Während die Bayern einsam ihre Kreise ziehen, hat Schalke bereits einen Trainerwechsel hinter sich. Ihr Ex-Trainer Jens Keller sprach im ersten Interview nach seiner Entlassung davon, dass der Job auf Schalke sehr extrem und intensiv war. Halten Sie es in gewisser Weise für normal, dass egal ob im Negativen oder im Positiven ein Job in verantwortlicher Position auf Schalke als extrem empfunden wird?

Heldt: Wir sind alle sehr froh, dass sich so viele Leute mit Schalke 04 beschäftigen, auseinandersetzen und auch identifizieren. Je mehr Leute sich dafür interessieren, desto größer ist die Fokussierung und Thematisierung. Es gibt in der Bundesliga sicherlich Positionen, auf denen alles weniger hektisch wirkt und weniger intensiv begleitet wird. Man muss sich dessen eben bewusst sein - und das war Jens auch. Schalke 04 ist eine große Aufgabe und die hält nicht immer Sonnenscheintage bereit, das ist ganz normal.

SPOX: Inwiefern täte dem Verein in dieser Hinsicht auch eine gewisse Entschleunigung gut?

Heldt: Wir sind weit davon entfernt, uns zu beschweren oder zu jammern, aber ich glaube schon, dass es heutzutage dazu gehört, gerne auch über das Negative zu berichten. Das lässt sich gleichermaßen gut schreiben und verkaufen wie positive Dinge. Wenn es bei manchen Vereinen in gewissen Zyklen nicht optimal läuft, stehen sie eben auch im Vordergrund. Die Gesamtbetrachtung ist insgesamt schon recht oberflächlich geworden, die zentralen Themen bewegen sich oftmals nur noch in einem schwarzen oder weißen Bereich. Die Bereiche dazwischen scheinen nicht mehr interessant zu sein, so dass Recherche oder Ursachenforschung häufig auf der Strecke bleiben.

SPOX: Intensiv soll es bei Königsblau auch in der Winterpause zugehen, wenn der neue Coach Roberto di Matteo das erste Mal die Gelegenheit hat, längere Zeit am Stück mit der Mannschaft zu arbeiten. Ist es für einen Verein mit Mehrfach-Belastung nicht ein Jammer, während der Saison kaum zielgerichtete Trainingseinheiten abhalten zu können?

Heldt: Leider Gottes ist es so, absolut. Wir sind zwar leider früh im DFB-Pokal ausgeschieden, wären wir aber noch dabei, müssten wir aufgrund der zahlreichen Länderspielabstellungen eine Vierfach-Belastung verkraften. Wenn die Bundesliga pausiert, haben wir keine Möglichkeit, unsere Arbeit hier vor Ort auf dem Trainingsplatz besser zu gestalten. Da rennen dann sieben bis zehn Spieler rum und man ist nicht in der Lage, mit der Mannschaft an sich zu arbeiten. Das ist sehr bitter und zieht sich mittlerweile durch große Teile einer Saison. Vernünftiges Training ist eigentlich nur noch in der Sommer- und Wintervorbereitung möglich.

SPOX: Theoretisch besteht ja nicht einmal ein Unterschied darin, ob man während einer Saison aufgetretene Probleme über Trainingsarbeit minimieren möchte oder kontinuierlich Trainingsschwerpunkte abarbeitet.

Heldt: Dazu besteht mittlerweile einfach keine wirkliche Möglichkeit mehr. Während einer laufenden Spielzeit kommt hin und wieder ja auch zum Vorschein, dass sich ein Verein, der nur am Wochenende spielt und wenige Nationalspieler im Kader hat, zumindest für den Augenblick einen Vorteil über das Training regelrecht erarbeiten kann. Man ist auch begrenzt in den Möglichkeiten, einen Kader so aufzublähen, dass man auf alle Eventualitäten Einfluss nehmen kann.

SPOX: Glauben Sie dennoch, dass 30-Mann-Kader daher künftig häufiger an der Tagesordnung sind als jetzt?

Heldt: Davon bin ich fest überzeugt, jedenfalls was die Vereine mit der angesprochenen Vierfach-Belastung angeht. Bayern, Dortmund, auch Leverkusen und wir mussten in den letzten Jahren mit die größte Belastung aushalten - und alle haben jetzt enorme Verletzungssorgen. Deshalb glaube ich, dass man dort künftig anders denken wird. Andererseits betrifft diese Flut an Verletzungen ja die gesamte Bundesliga. Gefühlt liest man jeden Tag von einer neuen Verletzung.

SPOX: Ein solch großer Spielerkader birgt doch aber auch Probleme bei der kurz- und mittelfristigen Planung.

Heldt: Das kommt hinzu. Man darf ja nicht nur für ein Jahr planen, sondern muss mindestens die nächsten drei im Blick haben und hat dennoch keine Garantie für nichts. Es würde einen Verein natürlich aus dem Gleichgewicht werfen, wenn man mit einem 30er-Kader plötzlich eine Saison lang nicht international spielt. Dann schwinden die Einnahmen, die Verträge laufen aber trotzdem weiter und die Gehälter müssen bezahlt werden. Ganz zu schweigen von möglichen atmosphärischen Problemen, die auftreten können, wenn der Kader so groß ist und nur elf spielen können.

Seite 1: Heldt über Bayerns Dominanz, Entschleunigung bei S04 und 30-Mann-Kader

Seite 2: Heldt über Belastungsprobleme, den S04-Weg und das Thema Meisterschaft

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung