Brust raus, Adriancho!

Dienstag, 16.09.2014 | 13:01 Uhr
Adrian Ramos (l.) wechselte im Sommer von der Hertha nach Dortmund
© getty
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Adrian Ramos hat sich in den ersten Partien für Borussia Dortmund gut präsentiert und sich damit vor Ciro Immobile geschoben. BVB-Trainer Jürgen Klopp ist vorerst zufrieden, fordert aber vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal (20.45 Uhr im LIVE-TICKER) noch mehr vom schüchternen Kolumbianer.

Ein großer Redner ist Adrian Ramos nicht. Nur wenige Worte lässt er sich von Norbert Dickel im Trainingslager entlocken. "Glücklich" sei er in Dortmund, "gut" gefalle es ihm. Gegen den einen oder anderen neuen Mitspieler habe er schon mal gespielt, der Wechsel aus einer Großstadt wie Berlin nach Dortmund sei ohne Probleme verlaufen.

Er redet leise, sehr bedacht und nur mit brüchigem Deutsch. Fünf Jahre ist der Kolumbianer nun schon Fußballer in Deutschland, geöffnet hat er sich noch immer nicht.

"Am Anfang ist es am schwierigsten, denn man kommt an einen völlig neuen Ort und muss wieder bei null anfangen", gab Ramos im Interview mit "Fussballtransfers" zu, nachdem er schon einige Zeit bei der Hertha verbracht hatte.

CL-Power-Ranking: BVB in den Top Ten

Perfektes letztes Jahr bei der Hertha

Ähnlich dürfte es ihm nun auch in Dortmund ergehen. In Bad Ragaz war er lange alleine auf seinem Zimmer, sein Partner Matthias Ginter weilte noch etwas länger im Urlaub als der Kolumbianer. "Kein Problem" für Ramos - es ist ein Satz, den er gerne und häufig gebraucht. Denn der Stürmer lässt seine Leistungen auf dem Platz für ihn sprechen.

Mit 28 Jahren und 94 Einsätzen in der Bundeliga hat er ausreichend Erfahrungen gesammelt. 34 Tore und 18 Assists sprechen ohnehin für sich, der BVB ließ sich seinen Wunschspieler nicht umsonst fast zehn Millionen Euro kosten.

Speziell sein letztes Jahr in Berlin ließ mehrfach Interesse von Top-Klubs aufkeimen. "Dieses Jahr ist perfekt gelaufen und ich habe die Gelegenheit wahrgenommen", so Ramos.

"Viertbester Stürmer" der Bundesliga

Jedes zweite Spiel netzte Ramos im Schnitt, weitere acht Torbeteiligungen sammelte er im Laufe des Jahres. Den "viertbesten Stürmer" nannte ihn Trainer Jos Luhukay in dieser Phase. Nur knapp hinter Mario Mandzukic, Stefan Kießling und Robert Lewandowski.

Letzteren soll er nun ersetzen. Wie, erklärte Luhukay gleich selbst gegenüber der "Sport Bild": "Er kann als Zielspieler fungieren, er kann den Ball halten, ablegen, ist ballsicher aufgrund seiner technischen Fähigkeiten."

Merkmale, die auch den Polen auszeichneten, der nun in München spielt. Lewandowski war oft das Ziel langer, hoher Bälle des BVB und wusste diese perfekt abzuschirmen, bis seine Mitspieler nachgerückt waren.

Besser eingebunden als Immobile

Dass Ramos seinen Vorgänger allerdings nicht im Alleingang ersetzen kann und soll, machten die Verantwortlichen in Dortmund schnell klar. Mit Ciro Immobile kam ein anderer Spielertyp. Körperlich präsenter, mit ausgezeichnetem Torriecher, aber auch etwas weniger eingebunden in das Spiel seiner Mannschaft.

Gerade hier spielte Ramos am letzten Samstag gegen den SC Freiburg seine Trümpfe aus. Denn der Kolumbianer ist nicht nur sehr schnell und kann den Platz nutzen, der sich bei schnellen Gegenangriffen ergibt, sondern kann auch in engen Räumen agieren. Den Beweis lieferte er beim 3:1-Sieg über die Mannschaft von Christian Streich.

Dieser hatte sein Team extra tiefer stehen lassen, als er es sonst tut, um den Platz zu verengen und Dortmund keine Chance zu geben, direkt in die Tiefe zu spielen. Teils ließ er sogar eine Fünferkette spielen, um Ramos ins Mittelfeld verfolgen zu können.

Der Kolumbianer nahm diese Rolle an, bewegte sich viel in den Raum um Henrikh Mkhitaryan und Shinji Kagawa und schuf dadurch Platz für die einlaufenden Flügelspieler.

"Großer Schritt in die richtige Richtung"

Dass es am Ende der Partie nur magere 18 Pässe verteilt über 75 Minuten waren, störte niemanden. Fast 80 Prozent angekommene Bälle, vier Torschussvorlagen und ein eigenes Tor waren "ein großer Schritt in die richtige Richtung", wie Klopp feststellte. Wenngleich er direkt nachschob: "Er ist ein herausragender Stürmer, der noch viel besser kann."

Eine mit einem leichten Augenzwinkern versehene Drohung an die kommenden Gegner, gleichzeitig aber auch eine kleine Warnung an seinen Neuzugang.

Denn die Konstanz ist ein Problem, dass dem 28-Jährigen anheftet, seit seiner Zeit in Kolumbien, als er noch bei America de Cali spielte. Ramos muss sich gut fühlen, das Umfeld muss zu ihm stehen, dann funktioniert er wie ein Uhrwerk.

Pekerman kratzt am Selbstbewusstsein

Ein Umstand, den er in der Nationalmannschaft nicht vorfindet. Hinter Radamel Falcao war er für viele lange Jahre die Nummer zwei. Als sich der Mann von Manchester United aber verletzte und die Weltmeisterschaft verpasste, entschied sich Jose Pekerman für Teofilo Gutierrez - Ramos blieb in Brasilien ohne Startelfeinsatz und musste, wenn überhaupt, auf dem Flügel ran.

Er verlor den Tritt und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Adriancho, wie er in seiner Heimat genannt wird, wurde zum Bankwärmer und Beobachter von der Seitenlinie. Da halfen auch Kommentare wie der von Adolfo Valencia nicht: "Adrian wäre ein guter Ersatz. Er ist körperlich stark und hat sich in Deutschland in einer sehr guten Liga durchgesetzt. Den Wechsel zu Dortmund hat er sich erarbeitet, er kann uns helfen."

Dies könnte Ramos auch in Dortmund zum Verhängnis werden. Wenn er den Rhythmus verliert, beispielweise durch eine Verletzung, ist das Risiko groß, dass es zu einem Leistungseinbruch kommt.

Klopp lenkt frühzeitig gegen

Allerdings weiß der Trainer im Falle des BVB davon und liefert volle Rückendeckung. Rückendeckung, die Ramos bei Pekerman fehlt. "Er ist ein zurückhaltender Junge, der auch viel selbstbewusster sein könnte aufgrund dessen, was er kann. Da sind wir dran, das zu erarbeiten", schloss Klopp die Pressekonferenz nach dem Freiburg-Spiel.

Tatsächlich könnte dies genau das sein, was Adriancho bisher fehlte. Die breite Brust, um auch einige Spiele auf der Bank schnell ad acta legen zu können - zu diesem Punkt muss es jedoch erst kommen. Denn bis jetzt hat Ramos seine Zielsetzungen - "hart arbeiten und gute Leistungen zeigen" - ohne Einschränkungen erfüllt. Dafür braucht es auch keine großen Worte.

Adrian Ramos im Steckbrief

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