Neue Liebe, neues Glück

Die drei Ex-Königlichen in hellblauer Montur: Higuain, Albiol und Callejon
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Gonzalo Higuain: Nicht der neue Maradona. Aber trotzdem der neue Fan-Liebling. Der Argentinier trug die schwere Last des Cavani-Ersatzes, ging damit aber locker um. Er stand in Madrid oft in der Kritik. Als zu langsam und zu behäbig wurde er im Sommer vom königlichen Hof gejagt - trotz einer starken Torquote (122 Tore in 262 Spielen, davon 107 Treffer in 190 Ligaspielen).

Nun scheint er in Neapel endlich sein Glück gefunden zu haben. Die Fans lieben ihn. Der Trainer setzt endlich auf ihn. "Bei Real Madrid habe ich jahrelang auf einem sehr hohen Niveau gespielt, aber ich sollte regelmäßig Dinge beweisen, die ich bereits bewiesen hatte", sagte der 25-Jährige nach seinem Wechsel in die Serie A.

"Real ist ein großer Verein mit einer großen Mannschaft und es fällt einem sicherlich nicht leicht, ein solches Kapitel zu beenden. Ich denke aufgrund meiner Erfahrung aber, dass man die volle Unterstützung vom Verein und den Fans benötigt, um starke Leistungen zu bringen und sich auch wohl zu fühlen. Die Unterstützung, die ich in Neapel erhalte, kann ich nicht in Worte fassen", erklärte Higuain: "Eigentlich wollte ich schon im Sommer 2012 weg, aber ich entschied mich nach der Meisterschaft damals anders. Nun bin ich einfach glücklich in Neapel zu sein. Ich brauchte einen Standortwechsel und neue Herausforderungen."

In der Champions League bewies er seine Qualitäten bereits nach und traf drei Mal im laufenden Wettbewerb - alle 75 Minuten ist er erfolgreich. Über 70 Prozent seiner Schüsse zappeln im Netz. Dafür wurde Higuain geholt. Zwar kommt er noch nicht an die Torquote seines Vorgängers ran, aber bei den Fans hat er schon einen ähnlich hohen Stellenwert, wie Pepe Reina vor kurzem verriet: "Maradona wird hier wie ein Gott verehrt und das wird noch lange so bleiben, aber ich hoffe, dass Higuain ähnliches erreichen kann. Momentan ist er auf jeden Fall das größte Idol der Fans."

Auch bei seinem neuen Coach genießt El Pipita höchstes Ansehen: "Neapel hat keinen Weltfußballer wie Maradona vor vielen Jahren, aber Neapel hat mit Higuain einen ausgezeichneten Spieler. Er ist unser Aushängeschild, er ist der Leader, er reißt Mannschaft und Publikum mit."

Einen kleinen Seitenhieb in Richtung Madrid konnte sich Benitez in Bezug auf Higuain auch nicht verkneifen: "Als wir einen Stürmer suchten, mussten wir nicht lange überlegen. Er bringt Qualität und Persönlichkeit mit, die jeder Mannschaft weiterhilft. Als Trainer von Real Madrid hätte ich ihn niemals verkauft." Die Tifosi sehen das wohl genauso.

Seite 1: Auf der Suche nach dem neuen Gott

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