Effenberg: 2014 kein deutsches CL-Finale

Von Marco Nehmer
Mittwoch, 18.09.2013 | 10:45 Uhr
Stefan Effenberg (r.) machte 2012 den Trainerschein und will zeitnah einen Klub betreuen
© getty
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Knapp vier Monate nach dem Endspiel von Wembley starten Bayern München und Borussia Dortmund in die neue Champions-League-Saison. Stefan Effenberg traut den deutschen Vertretern zwar einiges zu - dass die Bundesliga den Königsklassen-Sieger im Finale aber wieder unter sich ausmacht, kann er sich nicht vorstellen.

"Ich traue Bayern natürlich zu, den Titel zu verteidigen. An ein erneutes deutsches Finale glaube ich aber nicht", so Effenberg am Mikrofon von "Sky". Als Grund führte der frühere Profi die gereizte Konkurrenz an: "Das werden speziell Barca, Real und Manchester United nicht auf sich sitzen lassen."

Nachdem Titelverteidiger Bayern am Dienstag erfolgreich in die Champions-League-Saison gestartet ist (3:0 gegen ZSKA Moskau), geben die im Finale von Wembley unterlegenen Borussen am Mittwoch beim SSC Neapel erstmals in dieser Saison ihre internationale Visitenkarte ab. Besonders ein BVB-Spieler hat es Effenberg angetan.

"Ärgere mich, wenn Reus ausgewechselt wird"

"Ich bin fasziniert von Marco Reus. Der hat eine unfassbare Qualität", schwärmte der 45-jährige TV-Experte. "Wenn ich Spiele von Dortmund sehe, kann ich mich sogar richtig ärgern, wenn er ausgewechselt wird."

Der härteste Brocken für Reus und die Borussia in der Gruppe F dürfte neben Napoli vor allem der FC Arsenal sein. Die Gunners haben mit Mesut Özil kurz vor Transferschluss noch eine echte Offensivwaffe verpflichtet. Für den Deutschen sei der Wechsel laut Effenberg "der richtige Schritt".

Özil sei ein "herausragender Fußballer, der sich auch in England durchsetzen wird", befand der Champions-League-Gewinner von 2001, der gleichzeitig auch Real Madrid kritisierte. Die Königlichen hatten Özil für Megatransfer Gareth Bale geopfert. "Einen Transfer von rund 100 Millionen Euro kann man keinem mehr erklären", so Effenberg.

"Mir tut der Junge sogar echt leid"

"Mir tut der Junge sogar echt leid. Was soll der denn alles machen, um dieses Geld zu rechtfertigen? Da verlierst du irgendwann den Spaß am Fußball", prophezeite der 35-fache Nationalspieler dem Waliser schwere Zeiten in der spanischen Hauptstadt.

Zudem gab Effenberg Einblicke in seine eigenen Zukunftspläne. Der gebürtige Hamburger machte 2012 den Trainerschein und will zeitnah einen Klub betreuen. "In Liga vier fange ich sicher nicht an. Es gibt aber auch interessante Zweitligisten. Und meine erste Trainerstation muss auch nicht unbedingt in Deutschland sein", so der Ex-Münchner, der auch beim HSV ein Thema sein soll.

Stefan Effenberg im Steckbrief

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