Mandukic-Ersatz gegen Barca: Gomez oder Pizarro?

Gomez ist die größere Bedrohung für Barca

Von Thomas Gaber
Dienstag, 23.04.2013 | 12:50 Uhr
Mario Gomez (l.) oder Claudio Pizarro: Gegen Barca wird einer von beiden in der Startelf spielen
© getty
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Mario Gomez oder Claudio Pizarro - welcher Stürmer passt besser ins Bayern-Spiel gegen den FC Barcelona? Vieles spricht für Mario Gomez. Er ist auch die logische Option als Mandzukic-Ersatz.

Wenn Jürgen Klopp Interviews gibt oder auf Pressekonferenzen Rede und Antwort steht, bedient sich der Trainer von Borussia Dortmund gerne mal der Jugendsprache. Der Gegner wird mitunter als "richtiges Brett" bezeichnet, das Spiel seiner Mannschaft als "einfach nur geil".

Einmal trat Klopp während eines öffentlichen Auftritts ins Fettnäpfchen, als er dem FC Bayern ein Plagiat des BVB-Stils unterstellte. Klopp erklärte seinen Fauxpas mit der Vielzahl an Pressekonferenzen, die er in kurzer Abfolge abreißen muss. Bundesliga, Pokal, Bundesliga, Champions League - alle paar Tage sitzt Klopp im BVB-Hauptquartier und redet. Er tut das gerne, aber er wird auch dazu gezwungen.

Genauso wie Jupp Heynckes. Auch der Trainer des FC Bayern ist derzeit ein gefragter Mann; das bringt der Erfolg mit sich. Heynckes' Auftritte bei Pressekonferenzen sind immer sehr sachlich, hier und da gibt es was zu lachen. Manchmal wird es dem 68-Jährigen aber zu viel.

Nach Fragen zu Pep Guardiola wird Heynckes schon mal grantig und vergangene Woche stellte er eine in der Gesellschaft etablierte Regel infrage. "Es wird immer gesagt, Frauen quatschen so viel. Dabei quatschen Männer doch viel mehr", sagte Heynckes.

Er reagierte damit auf eine Frage nach der Stürmersituation beim FC Bayern. Wer werde denn nun den gesperrten Mario Mandzukic im ersten Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona (Di, 20.30 Uhr im LIVE-TICKER) ersetzen? Mario Gomez oder Claudio Pizarro? Oder vielleicht sogar Thomas Müller?

"Alle Stürmer sind Nummer eins"

Heynckes spricht gerne über seine Stürmer, aber nur dann, wenn er zu jedem einzeln befragt wird. Muss er sie vergleichen oder ihre hierarchische Position darlegen, kommt eigentlich immer die gleiche Antwort: "Es gibt bei mir keine Nummer zwei. Alle drei Stürmer sind meine Nummer eins."

Das war zu Saisonbeginn ganz anders. Ende August 2012 stellte Heynckes in der "Süddeutschen Zeitung" dem damals schwerer verletzten Mario Gomez einen Freibrief aus.

"Wenn Mario zurückkommt, muss er sich nicht hinten anstellen. Er muss nur wieder fit werden, und wenn er fit ist und Leistung bringt, ist er mein Stürmer Nummer eins. Die neue Konkurrenz wird ihn nur noch besser machen."

Den Nummer-eins-Status hat ihm Mario Mandzukic abgenommen und ob ihn die Konkurrenz besser gemacht hat, durfte Gomez in den letzten Monaten nicht besonders oft zeigen. Mandzukic ist bei Heynckes gesetzt für die 1a-Spiele, Gomez muss sich mit Pizarro um den Platz in den 1b-Spielen duellieren. Pokal gegen Dortmund, Champions League gegen Arsenal und Juventus - Mandzukic stand immer in der Startelf.

Es gibt nur eins: Gomez oder Pizarro

Am Dienstagabend ist das ultimative 1a-Spiel für den FC Bayern, ohne Madnzukic, dafür mit Gomez oder Pizarro. Ein gemeinsamer Auftritt wie in den letzten beiden Bundesligaspielen gegen Nürnberg und Hannover mit Pizarro auf der Zehnerposition kommt nicht in Frage. Heynckes wird nicht an seinem offensiven Mittelfeld mit Ribery, Müller und Robben rütteln.

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Auf der Pressekonferenz am Montagmittag ließ sich Heynckes nicht entlocken, welcher Stürmer spielen wird: "Ich muss erst noch mit beiden sprechen, um dann eine Entscheidung zu treffen."

Vieles spricht aber für Gomez. Pizarro war in Hannover der einzige Offensivspieler, der die vollen 90 Minuten eingesetzt wurde. Ribery, Robben, Shaqiri und Müller spielten nur eine Halbzeit, Gomez wurde nach 63 Minuten ausgewechselt. Vor wichtigen Spielen lässt Heynckes seine Offensivspieler nur ungern durchspielen.

Fünf Tore erzielte Gomez in den letzten beiden Spielen, drei davon innerhalb von sechs Minuten im Pokal gegen Wolfsburg. Heynckes bescheinigt Gomez einen erstklassigen Fitnesszustand und ein klein wenig zehrt Gomez immer noch von seiner Leistung im letzten CL-Halbfinale gegen Real Madrid.

Heynckes hat nicht vergessen, dass Gomez im April 2012 im Hinspiel kurz vor Schluss das 2:1 erzielt und im Rückspiel im Estadio Bernabeu vielleicht sein bestes Spiel im Bayern-Trikot gemacht hat.

Gomez körperlich besser

Heynckes lässt sich bei Personalentscheidungen nicht von einem guten Spiel leiten, er sieht eher die Gesamtentwicklung und bezieht die Frage mit ein, welcher Spieler der Mannschaft gegen Barcelona besser helfen könnte.

Man kann davon ausgehen, dass die Münchner gegen Barca anders als in fast allen Spielen dieser Saison mit deutlich weniger Ballbesitz auskommen müssen. Um zu verhindern, dass die Katalanen in ihren Rhythmus kommen, wird es notwendig sein, ähnlich wie gegen Juventus bereits in der vordersten Linie zu attackieren.

Mandzukic hat gegen Juve permanent die Innenverteidiger angelaufen und sich defensiv in beiden Spielen aufgeopfert für seine Mannschaft. Ähnlich hat Gomez im letzten Jahr gegen Real Madrid agiert. Er kann seinen Körper im Zweikampf besser einsetzen als Pizarro.

Zudem ist Gomez körperlich eher in der Lage, das kräftezehrende Laufspiel über 90 Minuten durchzuziehen. Im Schnitt läuft Gomez pro Einsatz über die volle Distanz knapp einen Kilometer mehr als Pizarro.

Pizarro ist der bessere Fußballer von beiden, im Zusammenspiel mit Ribery und Robben bereitete er auch zahlreiche Tore vor. Gute Fußballer haben die Bayern reichlich, gegen Barca bedarf es im Angriff eher zusätzlicher körperlicher Präsenz.

Gomez eine Bedrohung für Barca

Ein weiterer Aspekt, der für Gomez spricht, ist seine Erfahrung und seine Torquote in der Champions League. In 42 Spielen traf er 25 Mal, acht Mal davon in der K.o.-Phase.

"Ich habe den zweitbesten Torjäger der letztjährigen Champions-League-Saison in meinem Kader", betonte Heynckes zuletzt immer wieder.

Und der Name Gomez gilt auch im Umfeld des FC Barcelona als Bedrohung. "Dass Mandzukic ausfällt, macht die Bayern nicht schwächer. Sie haben ja noch Gomez, der viele Tore schießt", sagte Barcas Sportdirektor Andoni Zubizarreta nach der Ankunft in München zu SPOX.

Mario Gomez im Steckbrief

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