Juventus vor dem Bayern-Spiel

"Sei bereit zu sterben, Alte Dame"

Von Für SPOX in Turin: Thomas Gaber
Mittwoch, 10.04.2013 | 11:55 Uhr
Zwei Auserwählte für ein Juve-Wunder: Mirko Vucinic (l.) und Paul Pogba
© getty
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Nach dem 0:2 im Hinspiel in München lag Juventus Turin am Boden. Glaube ans Halbfinale? Nicht vorhanden. Das sieht unmittelbar vor dem Rückspiel ganz anders aus. Aber wer soll eigentlich die nötigen Tore schießen? Die vier Auserwählten für das Wunder von Torino.

Es ist noch nicht vorbei. Mindestens 90 Minuten muss der FC Bayern München (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) noch überstehen, um zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren das Halbfinale der Champions League zu erreichen. Dass diese Mission schief geht, glaubt beim FC Bayern so recht niemand.

"Wir sind nicht hier, um irgendeinen Vorsprung zu verwalten, sondern um das Spiel zu gewinnen", sagte Trainer Jupp Heynckes nach der Ankunft in Turin.

Es soll aber so ungemütlich wie nur irgendwie möglich werden für die Gäste aus Monaco. "Verursacht ein Inferno", forderte die Zeitung "Tuttosport" die 40.000 Tifosi auf, die ein Ticket für das Juventus Stadium heute Abend ergattern konnten.

Unterstützung für die Bianconeri gibt es freilich auch von ehemaligen Juve-Größen. Die Legende Dino Zoff riet Pirlo und Co. "einfach an sich zu glauben, dann funktioniert das schon". Und Paolo Rossi stellte klar, dass ja auch Arsenal es fast geschafft habe, die Bayern nach einem Hinspiel-Desaster noch rauszukegeln. "So gut sind die Bayern auch wieder nicht", sagte der Weltmeister von 1982.

Davon gehen auch die Juve-Anhänger aus. Am Dienstag erschien ein etwas betagter Mann vor dem Mannschaftshotel des FC Bayern und machte seinem Klub den Hof: "Ich liebe Dich, Juventus, sei gegen die Bayern bereit zu sterben, Alte Dame."

Antonio Conte geht ein bisschen demütiger heran an den "Traum, der immer noch lebt" (Tuttosport). "Ich bin mir sicher, dass wir bereit sind für ein großes Spiel. Aber unser Gegner ist eben auch sehr stark. Ich habe großen Respekt und Hochachtung vor den Bayern, aber vielleicht können wir sie am Mittwoch richtig ärgern", sagte der Juve-Coach.

Mit Arturo Vidal, Stephan Lichtsteiner (beide gesperrt) und Sebastian Giovinco fehlen Conte allerdings gleich drei wichtige Spieler. Eine Schlüsselrolle fällt einem 20-Jährigen zu, für die Tore soll der Spieler sorgen, der im Vorfeld mit einer unüberlegten Aussage für Zündstoff sorgte.

Juves Auserwählte für das Wunder von Torino.

Andrea Pirlo: Nach dem Hinspiel wurde der 33-Jährige von den italienischen Medien in der Luft zerrissen. "Er hat Juve verraten", schrieb die "Gazzetta dello Sport". Pirlo bekam in 90 Minuten nichts auf die Kette, weil die Bayern es hervorragend verstanden, ihn aus dem Spiel zu nehmen. "Unser Plan war, dass immer einer dransteht und dafür sorgt, dass er das Spiel nicht vor sich hat", sagte Thomas Müller. Pirlo selbst, generell kein großer Redner, war noch leiser als sonst: "Ich habe sicher kein gutes Spiel gemacht. Aber das kommt auch mal vor." Dass Pirlo dennoch über jeden Zweifel erhaben ist, wissen auch die Bayern. "Er ist immer noch einer der besten Mittelfeldspieler, die es gibt. Er ist das Herzstück von Juve, kann Spiele alleine entscheiden. Er kann uns richtig wehtun, aber das wollen wir verhindern", sagte Manuel Neuer. Mit Vidal fehlt Pirlo der kongeniale Partner, diese Rolle soll ein Jungspund einnehmen.

Paul Pogba: Rückt für Vidal in die Juve-Startelf und soll im Verbund mit Claudio Marchisio Pirlo den Rücken frei halten und selbst initiativ werden. Pogba kam in dieser Saison in sieben CL-Spielen zum Einsatz und lief in der Liga 23 Mal für Juve auf. Im Spiel gegen den Ball nicht so stark wie Vidal, dafür hat Pogba eine starke Balltechnik und schießt wie Vidal Tore. Beide erzielten in der Serie fünf Treffer. Ex-Juve-Spieler Giuseppe Furino sagt Pogba eine große Karriere voraus. "Er ist schon gut und wird mal ein Großer. Das Spiel gegen die Bayern kann der Anfang einer großen Karriere sein", sagte Ex-Juve-Spieler Giuseppe Furino.

Mirko Vucinic: Im Hinspiel saß der Montenegriner eine Stunde lang auf der Bank. Als er eingewechselt wurde, war wenigstens ein bisschen was vom Juve-Sturm zu sehen. Mit neun Toren ist Vucinic erfolgreichster Juve-Torschütze in der Liga, beim 2:1 gegen Pescara letztes Wochenende erzielte er beide Tore. Vor dem Rückspiel sorgte Vucinic, der sich nach einem Torerfolg gerne die Hose auszieht, wegen seiner Kriegsrhetorik ("Das Spiel gegen die Bayern ist wie ein Krieg") für Schlagzeilen. Die Bayern konnten mit dieser Aussage wenig anfangen. "Das Wort Krieg hat im Fußball keinen Platz. Das gefällt mir überhaupt nicht, erst recht nicht, wenn es um einen Spieler aus Montenegro geht. Das war sehr unglücklich", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge.

Fabio Quagliarella: Im Hinspiel ein Totalausfall. Dabei hat der 30-Jährige einiges drauf.

"Er ist unter den Stürmern Juves bester Fußballer, der seine Phantasie und seinen Instinkt nutzt, um den Gegner zu überraschen ", sagt Paolo Rossi.

Und er ist torgefährlich. Mit vier Toren in sechs Spielen hat Quagliarella die mit Abstand beste Quote aller Juve-Spieler in der Champions League. Quagliarella hat in den letzten zehn Jahren für acht verschiedene Vereine gespielt, bei Juve würde er seine Karriere gerne beenden.

Juventus Turin - Bayern München: die Bilanz gegeneinander

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