Isco und der Kessel Buntes

Von Für SPOX in Malaga: Jochen Tittmar
Mittwoch, 03.04.2013 | 10:00 Uhr
Der FC Malaga spielt erstmals in seiner Vereinsgeschichte gegen Borussia Dortmund
© getty
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Malaga

Der FC Malaga durchlebte in den vergangenen rund drei Jahren ein Wechselbad der Gefühle: Mit dem Einstieg von Scheich Abdullah Bin Nasser Al Thani aus Katar veränderte sich die Wahrnehmung des Klubs schlagartig. Jetzt ist der Geldhahn zugedreht und die Boquerones in Zukunft vom internationalen Wettbewerb ausgeschlossen. Die sportliche Entwicklung hat dadurch dennoch keine Dellen abbekommen. Trainer Manuel Pellegrini gelang wie schon beim FC Villarreal mit einem Debütanten der Sprung ins Viertelfinale der Champions League - und das mit einer Stammmannschaft, der sechs Ü-30-Spieler und einige wahre Wandervögel angehören.

Als Malaga noch Malaga war, da versammelten sich am späten Nachmittag des 30. April 2006 nur 8000 Menschen im La Rosaleda. Die anderen, die sonst auch kamen und diesmal zu Hause blieben, hatten die Hoffnung bereits aufgegeben. Am Ende behielten sie Recht. Der FC Malaga griff auch am letzten Strohhalm vorbei und verlor das alles entscheidende Heimspiel gegen Racing Santander. Die Boquerones stiegen in die Segunda Division ab. Es sollte der letzte Tiefpunkt eines traditionell klammen Klubs sein, der meist zwischen den Ligen pendelte und lediglich in den frühen 1970er Jahren um den Argentinier Sebastian Viberti eine glanzvolle Epoche in die Vereinschronik brannte.

Der 28. Mai 2010, Malaga war inzwischen mal wieder ins Oberhaus aufgestiegen, veränderte dann schlagartig die Wahrnehmung des Klubs. Mit dem Einstieg von Scheich Abdullah Bin Nasser Al Thani aus Katar, der den Verein für 25 Millionen Euro aufkaufte und einen Teil der rund 70 Millionen Euro schweren Verbindlichkeiten tilgte, hatte plötzlich auch die spanische Liga ein Manchester City. Das wurde ab sofort international beäugt, nur ein Jahr später schlug sogar Ruud van Nistelrooy an der Costa del Sol auf.

Doch der Scheich, dessen Engagement auch Investments in das Baugewerbe und die Infrastruktur der Region Malaga beinhalten sollte, sprang nur zwei Jahre später abrupt wieder ab. Kein renovierter Hafen, kein neues Stadion - in Malaga sah es so aus wie zuvor. Malaga ist aber deshalb nicht mehr das Malaga von früher, weil die Fußball-Welt weiterhin auf den 1904 gegründeten Verein blickt.

FC Malaga: Wenn der Scheich die Lust verliert

Das hat zunächst einmal mit den Verstößen gegen das Financial Fair Play zu tun. Die UEFA zieht Malaga ab der kommenden Saison für ein Jahr aus dem internationalen Verkehr. Durch den zugedrehten Geldhahn sieht sich der Verein nicht mehr in der Lage, seine Schulden, die aktuell noch rund 45 Millionen Euro betragen, zu begleichen. Malaga steht bei seinen Spielern, anderen Klubs und selbst dem Staat in der Kreide.

Dennoch - oder vielleicht ja auch trotzdem - verzeichnet der sportliche Bereich keine Dellen. Im Vorjahr fuhr die Truppe von Trainer Manuel Pellegrini mit dem vierten Platz die beste Platzierung der Vereinsgeschichte ein und qualifizierte sich erstmals für die Königsklasse. Die aktuelle Saison toppt die Bestmarken: Malaga spielte seine erfolgreichste Hinrunde aller Zeiten, stellte bis Mitte Februar die stärkste Abwehr der Primera Division und gehört nun zu den acht besten Mannschaften Europas. Und all dies mit einer Stammmannschaft, der sechs Ü-30-Spieler und einige wahre Wandervögel angehören.

SPOX stellt die Elf, die gegen Borussia Dortmund erwartet werden (20.30 Uhr im LIVE-TICKER), in Kurzporträts vor:

Willy Caballero (31, Torwart, im Verein seit Winter 2011)

Caballeros Anstellung in Malaga war ein Nottransfer, der sich längst ausbezahlt hat. Nachdem sich Stammkeeper Sergio Asenjo eine schwerwiegende Knieverletzung zuzog und auch Ersatztorwart Ruben nicht zur Verfügung stand, holte man den Argentinier vom FC Elche aus der 2. Liga. Dort absolvierte er an die 200 Ligaspiele. In Malaga schwankten zu Beginn noch seine Leistungen, Ende 2011 hielt er seinen Kasten jedoch 480 Minuten in Folge sauber - das schaffte vor ihm noch keiner zwischen den Pfosten der Boquerones. Ist seitdem die unangefochtene Nummer eins und gehört zu den besten Torhütern Spaniens. Absolvierte in dieser Saison bis auf das unbedeutende CL-Heimspiel gegen Anderlecht alle Pflichtspiele. In seinem Heimatland wird daher drüber nachgedacht, ob man Caballero nicht doch einmal zur A-Nationalmannschaft einladen solle...

Jesus Gamez (27, Rechtsverteidiger, im Verein seit 2005)

Ist in Fuengirola geboren, einem stark touristisch geprägtem Ort neben Malaga. Feierte im letzten Abstiegsjahr sein Profidebüt, machte sich dann in Liga 2 unersetzlich und wurde 2011 zwischendurch sogar mit der Kapitänsbinde bedacht. Gamez ist somit einer der wenigen im Kader, der die schwierigen Zeiten mitgemacht hat. Als Identifikationsfigur und unerbittlicher Kämpfer bei Pellegrini absolut unumstritten. Muss Gamez passen, wird er in der Regel durch Sergio Sanchez ersetzt.

Martin Demichelis (32, Innenverteidiger, im Verein seit Winter 2011)

Nach 174 Bundesligapartien für den FC Bayern wechselte van-Gaal-Opfer Demichelis an die Costa del Sol. Dort traf er gleich in seinem ersten Spiel und ist seitdem fester Bestandteil im Abwehrzentrum. Seine Vita (Vier Mal deutscher Meister, vier Mal DFB-Pokalsieger, Nationalspieler Argentiniens) und Erfahrung machten es ihm leicht, schnell in der Liga Fuß zu fassen. Ist mittlerweile Teamleader und Respektperson in einem. In der Luft immer noch bärenstark, dazu mit einigen Einsätzen im defensiven Mittelfeld. Strapazierte kürzlich ein wenig das ansonsten ausgezeichnete Verhältnis zu den Fans, als er Mitspieler Isco riet, den Verein zu wechseln.

Weligton (33, Innenverteidiger, im Verein seit 2007)

Nach einem Abstecher in Portugals zweite Liga und einer Saison beim Grasshopper Club Zürich kam der älteste Spieler der aktuellen Stammmannschaft per Leihe nach Malaga und half dort mit 38 Einsätzen, den Aufstieg in die Primera Division perfekt zu machen. Galt nicht erst nach einem widerlichen Tritt gegen Lionel Messi lange Zeit als schmutziger Spieler, ist mit den Jahren aber deutlich besonnener geworden. Dazu half auch die Verantwortung als Kapitän. Trotz seiner 33 Jahren mit einer ordentlichen Grundschnelligkeit ausgestattet und zusammen mit Demichelis die Konstante der Viererkette.

Antunes (26, Linksverteidiger, im Verein seit Winter 2013)

Ein Wandervogel, der als größte Schwachstelle der Anfangsformation gilt. Durch den Abgang von Nacho Monreal zum FC Arsenal war Malaga zum Handeln gezwungen und lieh Antunes vom FC Pacos de Ferreira aus. Der portugiesische Klub war zugleich der Ausgangspunkt seiner Karriere. Von dort wechselte Antunes zum AS Rom, wurde nach seinem Debüt in der Champions League gegen Manchester United von den Fans zum Man of the Match gekürt und bekam ab dann kein Bein mehr auf den Boden. Die Roma lieh ihn in der Folge an Lecce, Leixoes, Livorno und Panionios Athen aus. Absolvierte auf seiner Irrfahrt durch die Ligen Europas seit 2006 lediglich 82 Pflichtspiele - am Mittwochabend warten dann Götze, Reus und Co...

Seite 2: Von Jeremy Toulalan über Isco bis Javier Saviola

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