Borussia Dortmund vor dem Hinspiel beim FC Malaga

Spiel des Jahres, nächste Ausgabe

Von Für SPOX in Malaga: Jochen Tittmar
Mittwoch, 03.04.2013 | 14:29 Uhr
Der BVB hat bislang nur einmal in Spanien gewonnen: Am 16.10.1996 mit 1:0 bei Atletico Madrid
© getty
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Borussia Dortmund geht beim Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen den FC Malaga (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) trotz aller gebotenen Vorsicht vor einem unberechenbaren Gegner erstmals in dieser Saison als klarer Favorit ins Rennen. Ein Ausscheiden wäre als Enttäuschung zu werten. Die historische Chance aufs Halbfinale würde die sagenhafte Entwicklung des Vereins allerdings um ein neues Kapitel erweitern. Unabhängig vom Abschneiden gegen die Boquerones hat der BVB künftig eine große Herausforderung zu bewältigen.

Plötzlich brandete in der Geschäftsstelle von Borussia Dortmund deutlich vernehmbarer Jubel auf. Manager Michael Zorc und Kapitän Sebastian Kehl guckten einige wenige Sekunden verdutzt. Dann zeigte auch das Fernsehgerät vor ihren Nasen in Großaufnahme ein Karteikärtchen mit der Aufschrift "Malaga CF". Beide verfolgten zusammen die Auslosung des Viertelfinals der Champions League für den vereinsinternen Sender "BVB total!" und es war nicht zu übersehen, dass das Los mit Freude und Erleichterung aufgenommen wurde.

Teamvorstellung FC Malaga: Isco und der Kessel Buntes

So wie der emotionale Ausbruch der BVB-Mitarbeiter ein natürlicher Reflex war, waren es auch die Dortmunder Reaktionen im Anschluss. "Dieses Los nehmen wir an", "Wir freuen uns", "Wir sind zufrieden" war da zu hören. Was folgte, waren Sätze, die dem Kontrahenten Anerkennung für das bisher Erreichte zollten.

Kein Understatement des BVB

Die nackte Statistik liest sich in der Tat beeindruckend: Malaga hat noch kein europäisches Heimspiel verloren und in 26 Partien in UEFA-Wettbewerben lediglich 13 Gegentore kassiert. Dennoch keimte der Vorwurf des Understatements, mit dem sich die Borussen gerade in den beiden Meisterjahren oft konfrontiert sahen, öffentlich an keiner Stelle auf.

Noch vor 30 Tagen saß Trainer Jürgen Klopp im Presseraum des Dortmunder Stadions und stimmte der These zu, dass das Achtelfinalrückspiel gegen Schachtjor Donezk für den BVB das Spiel des Jahres sei.

Da dieses erfolgreich bestritten wurde, folgt in Malaga nun unweigerlich der zweite Teil dieser Ausgabe. Dagegen wehrt sich Klopp auch nicht, der nun im Presseraum Malagas auf SPOX-Nachfrage meint: "Das Spiel spricht für sich, da brauche ich keinen neuen Titel zu erfinden. Je nach Ausgangsposition könnte das nächste Spiel des Jahres ja schon nächste Woche stattfinden."

Ausscheiden wäre eine Enttäuschung

Die Voraussetzungen sind jetzt aber neu. Dortmund geht anders als in den bisherigen CL-Spielen als klarer Favorit in den Vergleich mit den Südspaniern. Da können die Verantwortlichen noch so sehr die eindrucksvollen Zahlen und die größere Erfahrung der Boquerones in den Ring werfen. Malaga gehört unter den übriggebliebenen Mannschaften neben Galatasaray de facto zu den Teams, die für Borussia Dortmund keine Hürde darstellen dürfen.

Vor dem Donezk-Spiel handelten sich die anwesenden Journalisten einen Rüffel ein, als Klopp sich wegen der Darstellung echauffierte, ein Ausscheiden gegen die Ukrainer würde einen Strich unter eine verlorene Saison bedeuten: "Wer meint, wir müssten durch die drei gewonnenen Titel in den vergangenen beiden Jahren eine andere Rolle spielen, dem kann ich nicht helfen."

In diesem Punkt ist Klopp zwar nicht zu widersprechen, doch auch er wird wissen: Streicht seine Mannschaft gegen einen Gegner des Formates von Malaga die Segel, wäre dies als eine Enttäuschung zu werten. Und das nicht aufgrund der in der Tat beachtlichen Darbietungen des Kontrahenten, sondern trotz beziehungsweise gerade ob der bislang so erfolgreich verlaufenen BVB-Runde auf europäischer Bühne. Die spielerische Reife und Ruhe, die sich die Borussia auf diesem Terrain aneignete, muss zusammen mit der höheren individuellen Qualität im Kader für den Einzug ins Halbfinale reichen.

Zorc: "Wir sind absolut nicht unzufrieden"

Eine Teilnahme an der Runde der besten vier Mannschaften Europas würde dann wohl auch jene endgültig umstimmen, denen der große Rückstand auf Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München und das Ausscheiden im DFB-Pokal gegen den Rekordmeister zu viel des Guten sind.

Die Westfalen werden - so weit lässt sich bereits jetzt vorausblicken - die Spielzeit im sich auferlegten Soll abschließen. Die nächsten Reisen durch Europa sind hoch wahrscheinlich, das Überwintern im Wettbewerb längst erreicht. Zorcs Oster-Fazit in den "Ruhr Nachrichten": "Wir sind insgesamt mit unserer bisherigen Saison zufrieden. Wir räumen allerdings auch ein, dass wir in der Bundesliga doch einige Punkte haben liegen lassen. Die 20 Punkte Rückstand sollen natürlich kein Dauerzustand sein. Wir wollen wieder näher heranrücken. Aber wenn man es nüchtern betrachtet, sind wir absolut nicht unzufrieden."

Was die Borussia allerdings trotz des starken Abschneidens in der Königsklasse lernen muss, ist, die angesichts des Spielermaterials nötige Konstanz und Selbstverständlichkeit in ihren Leistungen zu erhöhen. Spiele wie in der Bundesliga gegen Schalke, Hamburg, Wolfsburg oder Düsseldorf erzählten von Schwankungen, die gerade aufgrund der eklatanten Unterschiede zu den CL-Sternstunden erstaunten.

"In der CL wie aufgedreht"

So langsam wagen sie sich in Dortmund auch öffentlich an die Ursachenforschung. Dabei wurden Konzentrationsmängel bei der Fokussierung aufs Tagesgeschäft in der Liga als eines der Übel ausgemacht.

"Es passieren kleine Fehler, weil wir nicht immer voll konzentriert sind. Das ist in der Champions League anders. Dort sind wir wirklich wie aufgedreht", gibt Marco Reus zu.

Zorc nickt: "Vielleicht hat sich die Auslosung in der Champions League im Unterbewusstsein festgesetzt. Ein Spiel gegen Madrid beschäftigt dich als Profi eben nicht nur 90 Minuten lang, da hast du mehrere Tage mit zu tun. Das ist ein Anpassungsprozess, den wir durchlaufen müssen. Das wird eine der Herausforderungen der kommenden Jahre sein."

Erlebnispark Champions League

Um sie zu meistern, stellte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bereits Investitionen in die Spitze und vor allem Breite des Mannschaftsgefüges in Aussicht.

Zu dieser Ankündigung dürfte die Erkenntnis beigetragen haben, dass die Bayern ihre Rekordsaison auch deshalb spielen, weil die Qualität der einzelnen Spieler unheimlich eng beieinander liegt und sich daher keine Stammelf bildete, die so fest verankert ist wie in Dortmund. So muss beispielsweise ein Lukasz Piszczek trotz einer überfälligen Hüftoperation durchspielen, da die Alternativen ungelernt (Kevin Großkreutz), zu schwach (Oliver Kirch) oder verletzt (Patrick Owomoyela) sind.

Bis es soweit ist, stehen mindestens noch zwei Auftritte im "Erlebnispark Champions League" (Neven Subotic) an. Borussia Dortmund hat nach den beiden anderen mehr oder weniger entschiedenen Wettbewerben den Fokus auf die historische Chance gelegt, erstmals nach 1998 wieder das Halbfinale der Königsklasse zu erreichen. Die sagenhafte Entwicklung des Vereins unter Klopp könnte um ein neues Kapitel erweitert werden.

"Die besten Achterbahnen kommen zum Schluss", ist sich Subotic im "Kicker" sicher. An das Gefährt Malaga wird er dabei nicht gedacht haben.

Borussia Dortmund: Die Bilanz gegen Mannschaften aus Spanien

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